Tagebuch: Tokyo & Australien Reise 2015

Sa. 14.11.2015

Abflug Zürich Kloten-Dubai, Aufenthalt in Dubai für ca. 4 Stunden. Hägen Dazs Glacé, Yummie. Weiterflug nach Tokyo Narita, insgesamt 3 Filme gesehen: Inside Out, Aloha, The Age of Adaline.

Mo. 16.11.2015

Ankunft in Tokyo. Wir wurden von Rolf und Maya abgeholt und sind mit dem Bus in die City gefahren. Unser Hotel war klein, aber ok. Eine der ersten Impressionen waren die elektronischen Anzeigetafeln mit Informationen, welche wir jedoch nicht entziffern konnten. Am ersten Abend sind wir Richtung Ginza gelaufen und haben irgendwo die japanischen Snacks, die man gemeinsam teilt, gegessen. Etwas fettig, doch gar nicht so schlecht.

So. 15.11.2015

Frühstück im Dennys, unser „westlicher“ Tagesbeginn, mit Ausnahme des Salats zum Frühstück. Um 9h holte uns Rolf im Hotel ab. Wir fuhren mit der Metro in Richtung Ueno. In diesem Park kann man im Frühling wunderbar die Kirschblüten sehen. Dort hat es auch einen Zoo, wo es einen Panda hat. Den haben wir jedoch nicht besucht. Vorher noch sind wir durch den Ameyoko Markt geschlendert. Dieser Markt wurde nach dem Krieg als Schwarzmarkt gegründet. Weiter gings zum Senso-ji Temple, mit vielen Marktständen, wo wir unseren ersten Reiscracker mit Sojasauce assen. Beim Temple zeigte uns Rolf, wie wir uns zuerst reinigen mussten (wichtig, den Stab am Schluss zu reinigen) und wir haben für 10 Yen ein „Gebet“ gesprochen. Danach gings weiter zum Tokyo Skytree. Für ca. 30 Franken fuhren wir in luftige 450 m Höhe und hatten eine Rundumsicht auf Tokyo. Man konnte sogar den Fuji sehen, wenn auch nur hinter den Wolken. Dort haben wir dann auch Zmittag gegessen. Reto und Rolf japanische Hamburger, ich eine Nudelsuppe mit Fleisch, die ich selber bestellt hatte. Weiter gings per Metro zum Fluss (Sumida River) wo wir aufs Schiff wechselten. Angekommen beim Fujitv Headquarters sahen wir bald die japanische Freiheitsstatue. Dann sind wir im weihnachtlich beleuchteten Japan zu einer Shopping Mall (Diver City) gelaufen, wo wir einer überdimensionierten „Transformer“ Statue begegneten (Gundam). Eigentlich wollten wir noch den Toyota-Store anschauen, doch der hatte geschlossen. Dafür gingen wir dann auf das Riesenrad, und wir erhielten einen perfekten Blick auf die doch recht bunt beleuchtete Stadt. Retour ging es durch das VenusFort, ein künstlich angelegtes italienisches Shoppingcenter, mit Lichtspielen an der Decke. Mit der Monorail (zuvorderst) sind wir über die Rainbowbridge gefahren, ein schönes Erlebnis. Danach machten wir noch 2 Umwege in japanische Warenhäuser. Zum Znacht waren wir dann bei Rolf und Maya eingeladen, die uns mit Guacamole, Salat, Quiche und Couscous mit Tofucurry verwöhnten. Als Dessert gabs Grünteeglace. Sie wohnen im 27. Stock, mit einer Atemberaubenden Aussicht auf die Stadt. Wir hatten auch noch die Möglichkeit, die Lounge im „45“. Stock zu besuchen, nicht schlecht…. Nach Mitternacht machten wir uns dann auf den Weg zu unserem Hotel, denn um 9h sollten wir am nächsten Tag schon wieder auf den Beinen sein.

Di. 17.11.2015

Erneut starteten wir mit einem Dennys Frühstück in den Tag. Bereits ein eingespieltes Prozedere ohne Kommunikationsprobleme. Höchstens das Schlürfen des Nachbarn als er seine Nudelsuppe zum Frühstück isst, oder das Freimachen der Nase mittels eines durchdringenden „hinaufziehen“ hat uns ein wenig irritiert ;­).
Auf dem Programm steht eine Exkursion in die Provinz Kamakura. Dazu nehmen wir den Zug und fahren ca. 1 Stunde. In Kamakura steigen wir noch in eine kleinere Bahn und fahren nach Hase. In Hase besuchten wir zuerst den Hasederatempel mit goldiger Buddha-Statue, und machten einen Spaziergang in der schönen Umgebung. Auch besichtigten wir eine Höhle, wo sogar Reto und ich den Kopf einziehen mussten. Als Europäer wurden wir von japanischen Kindern angesprochen, die einen Fragebogen bereit hatten und zum Beweis noch ein Foto mit uns machen wollten. Auf der Suche nach Souvenirs wurden wir fündig und kauften uns kleine herzige Buddha-Statuen, resp. Samurai-Oldies. Schon ziemlich hungirig liefen wir durch das ganze Dorf, um dann das perfekte Tuna-Sandwich und eine ok Pancake zu essen. Weiter gings zu einer riesigen Buddha-Statue. Danach wollten wir noch etwas mehr von der Umgebung sehen und sind von Kamakura mit dem Bus zu einem Bambuswald gefahren, der uns sehr Eindruck gemacht hatte. Zurück sind wir gelaufen und ich habe mir noch ein Sweet Potato SoftIce gegönnt. Zuvor gingen wir jedoch nochmals in den Tsurugaoka Hachiman-gù eine Tempelumgebung. Dort hatte es Sakefässer, die offenbar zu einem Tempel dazugehören. Nach dem Aufstieg der Treppen konnten wir gut die verschiedenen Tore auf der Hauptstrasse sehen. Offenbar war Kamakura einst Hauptstadt von Japan, wie auch einige andere Städte. Den Rückweg versüssten wir uns mit 2 Bier, Stäbchenchips und Kitkat mit Bourbon-Raisin-Rumaroma. Dann entdeckten wir Shibuya mit einer riesigen Kreuzung, wo der Fussgängerstreifen sogar diagonal über die Strasse läuft. Shibuya ist auch der Standort von Hachiko, dem treuen Hund. Vom Starbucks hatten wir dann die perfekte Aussicht auf den Shibuya Place, und wir filmten Videos von den Menschenmassen, die den Platz überquerten. Nun gings weiter nach Ropongi, dem Ausgehviertel von Tokyo. Dort hatten wir mit Maya und ihren Verwandten zum Znacht abgemacht. Wir haben im berühmten Restaurant, das dem Film Kill Bill als Vorlage diente, gegessen. Unser erster Znacht in Socken. Zum WC hatten wir dann Zoggeli zur Verfügung. Im Lokal war es sehr laut, die Bedienung schrie immer mal wieder, so dass wir schon fast befürchteten, sie litten unter dem Tourett-syndrom. Beim Znacht haben wir auch erfahren, dass sich Japaner nie selber Alkohol einschenken. Ich habe den Pflaumenwein sehr genossen, sei es pur oder mit Soda. Znacht gab es: Salat, kaltes Gemüse, Pouletspiessli, Leberspiessli, fritiertes Poulet, Tuna-Tartar mit Noriblättern und Beilage (Avocado, Lauch, …), Rührei, die feinen Spargel-Speck-spiessli, Tempura, Sangria, Bier und Reto ging mit Hunger nach Hause … Zum Glück waren wir heute etwas früher zurück im Hotel, so dass wir gegen 23h eingeschlafen sind.

Mi. 18.11.2015

Der Tag der Hauptprobe stand vor der Tür. Heute sind wir alleine unterwegs. Frühstück im Dennys „as usual“. Danach ging es in den Untergrund und wir kamen echt gut zurecht. Dank den Tipps von Rolf fanden wir uns schnell zurecht, sofern die Anzeigetafeln auch mit „unseren Buchstaben“ versehen waren. Manchmal mussten wir halt erst eine suchen, welche nicht nur aus japanischen Schriftzeichen bestand. Wir fuhren nach Meji jinungae Harakjuku und mussten nicht mal umsteigen. Grosse hölzerne Eingangstore empfingen uns und wir reinigten unsere Hände wie wir es gelernt hatten. Das Wetter war sonnig, was den Spaziergang durch den mit grossen Bäumen versehenen Park sehr angenehm machte. Leider durfte man an der Tempelfront des jeiji Jingu Shrine nicht fotografieren und so bleibt die schöne Kaiser Taito Trommel nur in unserer Erinnerung. Anschliessend spazierten wir zum Shinjuku wo sich der Mode Coccon Tower befindet. Das interessante Gebäude lässt sich leider nicht ohne authorisierte Person besuchen. Somit kamen wir nicht weiter als bis zur 3ten Etage. Zum Glück hatten wir von Rolf den Tipp bekommen, dass man vom Tokyo metropolitan Goverment Tower gratis von der Plattform 45 die Aussicht geniessen kann. Der Ausblick war natürlich nicht zu vergleichen mit dem vom Skytree. Aber für 0 Yen (¥) ganz okay *smile*. Langsam meldete sich der Hunger und wir suchten und ein Restaurant. Eine nicht ganz einfache Sache. Als wir uns für eines entschieden haben, wurden wir in einen Raum geführt welcher mit drei 4er Tischen belegt war und gegenüber den Nachbarräumen mit dünnen Wänden getrennt war. Die Schuhe werden ausgezogen und man sitzt auf weichen Polstern am Tisch, wobei die Sitzfläche auf dem Boden ist und die Beine „normal sitzend“ eigentlich unter dem Boden sind. Das Service Personal kniet dann jeweils hin wenn man die Bestellung aufgibt. Brr also eine recht unbequeme Vorgehensweise für uns „Westler“. Nudelsuppe für Anita und Reis mit Poulet (Brrr) für Reto, und ein super würziges Ginger Ale…
Anschliessend fuhren wir per Metro ins Shibuya Viertel, wo wir uns die Menschen etwas anschauen wollten. Dann fuhren wir ins Akihabara Viertel und schauten uns im Elektronikviertel um. Trotz riesiger Auswahl fanden wir nirgends ein Case für mein Galaxy Note 3. In Ueno angekommen suchten wir das Hard Rock Café, welches wir nach einiger Zeit auch fanden. Nach 2 Drinks stiess dann auch Maya zu uns, und beim Dritten kam dann auch Rolf. Gemeinsam machten wir uns auf zu unserem ersten gemeinsamen Sushi-Erlebnis. In einem kleinen Restaurant sassen wir alle nebeneinander und vor uns fuhr eine „Bahn“ vorbei mit Sushivariationen. Abgerechnet wurde mittels konsumierter „Teller“. Die blauen waren die günstigsten, die schwarzen die teuersten. Gar nicht schlecht, nein, sogar gut, bis auf Natto (fermentierte Bohnen)… die Seegurke versuchten wir dann nicht mehr. Etwas traurig verabschiedeten wir uns dann von Rolf und Maya, mit denen wir eine super Zeit verbracht haben.

Do. 19.11.2015

Als erstes machten wir uns zum Fischmarkt auf. Normalerweise müsste man um ca. 3h aufstehen, um zu den 60 auserlesenen Personen zu gehören, die ins Innere des Marktes hineingelassen werden. Wir schliefen lieber aus und bekamen auch so einen intensiven Eindruck. Am meisten beeindruckte uns der riesige Fischkopf sowie die rieseige Auswahl an frischem Fisch und getrocknetem Allerlei. Gegessen haben wir nichts.
Danach gings weiter zum Tokyo Tower. Wir besichtigten nicht den Turm, bekamen im Besucherzentrum dennoch einen recht guten Eindruck. Von dort aus besichtigten wir den Zojoji Temple. Beeindruckt hatten uns beim Hingehen die Buddas mit roten Käppchen und Lätzli. Im Tempel haben wir ein letztes Mal ein japanisches Gebet „gesprochen“. Für eine gute Weiterreise… Von dort machten wir uns zu Fuss nach Ginza auf. In der Hoffnung, doch noch einen Supermarkt zu finden. Wir sahen den Food Store eines grossen Supermakts (Mitsukoshi), doch keine 30 Kitkat-Sorten Erneut gab es wieder verschiedene Früchte im perfekten Shape und aber auch sehr hohem Preis (drei Birnen 18 Fr.). Nach dem Shoppingcenter liefen wir zu unserem Hotel zurück. Wir packten nun auch unsere grossen Koffer und liessen uns per Taxi zur Monorailstation beim World Trade Center fahren. Noch ein letztes Ticket aus dem Automaten und schon fuhren wir Richtung Hanaga Airport.
Die Sicherheitschecks am Airport durchliefen wir schnell und problemlos. Am Gate angekommen hatten wir noch viel Zeit um uns zu verweilen. Wir kamen so um 1645 an und unser Flug ging um 2200h. So gegen 2000h auf einmal ein grosses Geschnatter und einige Sekunden später sahen wir die dazugehörige Erklärung. Ca. 6 japanische Schulklassen liefen auf unser Gate zu und uns wurde klar, dass sie einen Teil, den grossen Teil der Passagiere unseres Fluges sein werden. Was dann auch wirklich so war.

Von Sydney nach Adelaide

Für den ersten Teil unserer Reise, mieteten wir uns einen normalen PW. Wir haben unsere Übarnachtungen meisten 1 Tag im voraus über Hotels.com gebucht. Es war so recht bequem und wir konnten uns jeweils ein passendes Angebot aussuchen. Insgesamt machten wir im ersten Teil ca. 3030km.

Fr. 20.11.2015

In Sydney kommen wir 10 Minuten früher an. Nach dem 4ten Versuch, kommen wir auch mit unseren neuen schweizer Pässen mit dem E-Pass check durch die Kontrolle. Natürlich wird noch ein aktuelles Foto von uns bei der Einreise gemacht. Wir nehmen die Bahn um zu unserem Amora Jamison Hotel bei Wynington zu kommen. Als erstes hören wir, dass wir heute viel Trinken sollen, denn es wird bis zu 41° warm in Sydney. Tja… wir wollten es ja warm ;-).
Im Hotel können wir nach knapp ½ Stunde auf unser Zimmer. Das Zimmer ist luxuriös und lässt kaum Wünsche offen. Nach einem kurzen Powernap von einer Stunde gehen wir auf Stadt Erkundung. Wir laufen Richtung Harbor und Reto sieht dann zum ersten Mal die Sydney Oper live ;-). Trotz brennender Sonne entscheiden wir uns die Harborbridge zu überqueren. Wir steigen auch noch auf den Brückenpfeiler um eine gute Aussicht auf die Szenerie zu haben. Dabei entdecken wir auch noch wagemutigere Touristen, welche eine Brückenüberquerung auf dem tragenden Stahlgerüst machen – und das bei mindestens 41° Celsius! Auf der anderen Seite angekommen nehmen wir die Fähre um wieder auf die Opera Seite zu kommen. Wieder zurück im Hotel fielen wir ko in unsere Betten und wachten mit einigen Unterbrüchen erst 14h später wieder auf.

Sa. 21.11.2015 (ca. 117km)

Die Frühstücklocation mussten wir erst etwas suchen, wurden dann aber in einem netten Café fündig. Von dort aus liefen wir über den Hyde Park zu Hertz, um dort festzustellen, dass sie um 13h schon schlossen. So machten wir uns ohne Auto auf den Weg, was uns nicht störte. Wir liefen Richtung Sidney Harbour. Auf dem Weg gingen wir noch in die Art Gallery od New South Wales, um uns doch noch etwas Kunst anzuschauen. Der Weg führte uns durch die Botanical Gardens, wo wir die grossen Bäume und auch die bunten Blumen bestaunten. Am Hafen fand die Vorbereitung für ein Konzert statt und die Musik lief bereits. Im Hafenbecken waren dann auch schon einige Jachten am ankern und die Leute tanzten und feierten auf ihren Booten. Wir liefen bis zum Landvorsprung um von da aus schöne Fotos vom Opernhaus und der Harbourbridge zu machen. Danach liefen wir durch den Trubel zum Opernhaus, um dieses von Aussen zu bewundern. Schon recht hungrig machten wir nur noch kurz Stopp in unserem ersten Ugg Store, um dort erste Aussie Hüte anzuprobieren. Kaufen wollten wir sie dort nicht, da wir ja auch nicht an der Bahnhofstrasse einkaufen. Vom Gluscht auf ein feines Znacht getrieben machten wir uns auf den Weg zum Hard Rock Café. Zu Fuss entdeckten wir, dass Sydney recht hüglig ist. Wir kamen am grössten Imax und dem Sydney Aquarium vorbei, aus mangelnder Zeit besuchten wir jedoch beide nicht. Zum Znacht gönnten wir uns eine Combo Platter, die allein schon fast genug gewesen wäre. Reto gönnte sich einen pulled pork burger, für mich gab es den real Aussie Burger. Wir machten auf Anitas Wunsch noch einen kurzen Abstecher ins Chinatown, auf der Suche nach dem umkehrbaren Teebecher. Doch wir wurden nicht fündig und machten uns dann wieder auf den Weg in unser Hotel. Die Temperatur war nur noch ca. 18 Grad, was uns erstaunte, da es am Vortag so heiss war. Doch so konnten wir den Tag etwas besser geniessen und hatten auch keinen Sonnenbrand.

So. 22.11.2015

Der erste Sonntag in unseren Ferien. Heute holen wir unser Mietauto bei Hertz ab. Der Eindruck bei Hertz war nicht gut. Zuviele Leute und schlecht markierte Warteschlangen. Desweiteren ging die Registrierung viel zu lange. Auch wollten sie uns eine zusätzliche Versicherung andrehen, obwohl im beigelegten Schreiben stand das wir "fully covered" sind. Trotz international driver Licence Translation, original Licence und Schweizer Pass und Voucher mussten wir noch unsere Adresse angeben. Unsere Bedienung war korrekt und gut aber auch noch sehr müde vom Vorabend. Dann kriegten wir die Papiere von unserem Mietauto mit seinen registrierten Kratzern. Auf Nachfrage wurde uns erklärt, dass wir bei zusätzlichen Kratzern nochmals vorbeikommen müssen, was dann natürlich auch zutraf. Nach 1h sassen wir im Nissan Pulsar und tuckerten Richtung Hotel Amora. Unterwegs fuhr Reto prompt einmal Richtung Harbor Bridge als Geisterfahrer. Aber das ging nur wenige meter, bis ein U-turn uns wieder in die richtige Richtung brachte. Aber sonst verlief die Umstellung zum Linksverkehr ohne Probleme. „Nokia here“ führte uns sonst ziemlich ohne Probleme aus der Stadt raus, via M1, M2, M7 und M4. Das bedeckte Wetter und der kurz vor Katoomba einsetzende Regen liessen uns nicht viel hoffen. Das Hotel Carrington fanden wir recht schnell, und da sich das Wetter lichtete machten wir uns zu Fuss auf in Richtung Three Sisters, um diese noch bei annehmbaren Wetter fotografieren zu können. Nach guter Auskunft in der Tourist Information machten wir uns noch zu Fuss auf den Weg zu den Leura Cascades. Dieser Weg hat sich absolut gelohnt. Wir konnten fantastische Fotos machen und auch der Weg dorthin war angenehm und wir machten immer mal wieder schöne Fotos von den Blue Mountains. Zurück liefen wir zum Hotel und assen dann im nahegelegenen Old City Bank Brasserie Znacht.

Mo. 23.11.2015 (ca. 275km)

Nach einem feinen Continetal Breakfast im Carrington Hotel fuhren wir nochmals zum Echo Point und fotografierten die Blue Mountain Scene. Danch fuhren wir zum Scenic World und fuhren mit der gelben Skyway quer über das Tal und sahen die Katoomba Falls. Von der Gegenseite machten wir einen kurzen Spaziergang. Hier konnten wir ein leuchtend farbiges tropisch amutendes Tal mit Flusslauf bestaunen! Danach fuhren wir mit der gelben Seilbahn zurück und nahmen die rote Railway, die ihrem Namen als steilste Bahn der Welt gerecht wurde. Dann machten wir den 50minütigen Walk zum blauen Cableway. Wir sahen viele alte Bäume, und auch von den Miners liegengelassene Maschinen. Soweit wir das beurteilen können, waren die Seilbahnen alles Schweizer Fabrikate, was uns natürlich etwas stolz machte. So um 11.30h machten wir uns weiter auf den Weg. Bei Govetts Leap machten wir einen kurzen Stopp und genossen nochmals die Aussicht auf die Blue Mountains. Den Stopp bei Mt York verpassten wir und so fuhren wir der Strasse entlang zu Lithgow,wo wir im Mac 2 Chicken Salads assen. Um ca 4h kamen wir auf Tara an, obwohl Anita grosse Mühe hatte, es wiederzuerkennen. Janet war überrascht, da sie uns noch nicht erwartet hat. Nach einem Tee nahm uns Janet im Truck mit und zeigte uns die Farm. Sie haben ca. 3000 acres Land, 3000 Schafe viele-viele Rinder. Diese waren immer in Paddocks unteteilt und Reto war unser Gateopener. Im Truck holperte es einige Male und Reto stiess sich mehrmals den Kopf an. Dann sahen wir auch die ersten freilebenden Känguruhs. Bei der Farm zeigte uns Janet noch die Schafscheranlage, die für uns sehr eindrücklich war. Nach einer erfrischenden Dusche gabs Whiskey für Reto und Weisswein mit Käsecrackers für Anita. Janet bekochte uns grosszügig und wir diskutierten viel, bis wir um 2330h dann todmüde ins Bett fielen. In der Nacht genossen wir die kühle und frische Luft.

Di. 24.11.2015 (812km)

Um 0658 rief uns der Wecker aus den Federn. Wach war Reto schon länger, da die vielen Cockatoos, andere Vögel und Schafe ebenfalls den Morgen ankündigten. Nach einem reichhaltigen Frühstück bestehend aus Speck, Spiegelei (Sunnyside up), Wetabix, Erdbeeren, Yoghuhrt (to die for), Toast, Jam, Tea und Coffee machten wir uns um ca. 0840 auf den Weg nach Melbourne. Die ca. 812 Km fuhren wir auf dem Newell Highway mit einem Mittagsstop in einer Bäckerei, wo wir 2 Sandwiches und eine sausage roll teilten. Der Apple Pie und das Chocolate Eclair sollte uns dann unterwegs als Stärkung dienen. Ca. um 1930h kamen wir ziemlich müde in Melbourne an und brauchten noch einige Zeit, um das Best Western Hotel zu finden, und kauften uns dann unser Znacht im 7eleven um die Ecke. Das Hotel machte einen sehr guten Eindruck, siehe Eintrag von Morgen.

Mi. 25.11.2015

Als erstes haben wir mal ausgeschlafen. Sicher bis 9h. Das tat gut. In unserem Hotel hat es eine riesige Badewanne, schön in der Ecke des Zimmers. Auch sonst sind wir sehr zufrieden mit der Ausstattung. Als erstes mussten wir uns eine Myki Card besorgen, damit wir in Melbourne den öffentlichen Verkehr benutzen können. Damit fuhren wir nach einem ausgiebigen Frühstück (Breakfast Stack, resp. Poached eggs on toast with bacon) in die Innenstadt zur Flinders Street und dem Federation Square. Im Tram fingen wir mit einem Mitreisenden ein Gespräch an, wo wir uns über die Must-Sees von Melbourne austauschten. Für ihn war ganz klar, dass wir nach Wilsons Promontory mussten. Das würde die Grampians um Welten übertreffen. Schon im Tram war uns klar, dass wir seinem Rat wohl folgen würden. Es stellte sich heraus, dass er ein Deutscher war, der seit ca. 20 Jahren in Australien lebt. Von der Endstation aus nahmen wir das Tram zu den Docklands, und gingen dort shoppen. Reto fand knatschgelbe Sneakers und wandelte daraufhin nur noch auf gelben Sohlen ;-).
In den Docklands genossen wir dann einen Eisbecher beim Limonetto, den wir im Windschatten genossen. Zurück in die Stadt wieder mit dem Tram, diesmal gratis, stiegen wir beim Melbourne Central aus, um dort weiter zu shoppen. Im Target schlugen wir dann richtig zu. Danach gingen wir noch ins Aussie Disposal, um uns 2 Hüte, 2 Moskitonetze, eine Karte von Westaustralien und Schuhbändel um Retos Hut zu befestigen kauften. Schon sehr müde machten wir uns auf um etwas Znacht zu finden und in einem Chinesischen Restaurant assen wir dann Chicken sweet and sour und HONEY PRAWNS. Diese waren besser in der Erinnerung als im Präsens, doch es benötigt sicher noch eine 2. Stichprobe…

Do. 26.11.2015

Heute haben wir wieder ausgeschlafen. Danach gingen wir in den Waschsalon und machten unsere Wäsche. Das dauerte einige Zeit, und so machten wir uns erst um 13h auf den Weg nach St. Kilda. Dort sind wir am Meer entlang gelaufen, sind bei stürmischem Wetter auf den Pier gelaufen, um dort einen Tee/ Kaffee mit Kuchen zu geniessen. Liefen dann zurück um den „berühmten“ Mond zu sehen, der nicht ganz so eindrucksvoll war. Zurück bei der Flinders Street gingen wir auf den 88. Stock im Eureka Tower. Dies war dann schon etwas beeindruckender. Tolle Aussicht. Danach per Tram und zu Fuss zur Brunswick Street, die uns farbige Häuser bieten sollte. Die musste man etwas suchen… Weiter zum Melbourne Museum, das schon geschlossen hatte und dort besichtigten wir von aussen auch das Royal Exhibition Building, das im Jahr 1861 für die Weltausstellung erbaut wurde. Schon ziemlich müde machten wir uns auf den Weg zum Znacht, und fanden im Melbourne Central einen Foodcourt mit feinem Thai.

Fr. 27.11.2015 (320km)

Zum Frühstück gabs für Anita zum letzten Mal den Breakfast Stack und Reto war zufrieden mit Toast, Butter and Jam. Entsprechend dem Tip von unserem Melbourner „Reiseführer“ machten wir uns auf den Weg zum Wilsons Promontory. Wir würden zweimal in Foster in einem Motel übernachten. Foster ist ein sehr kleines Städtchen, ein netter älterer Mann im Touristenbüro gab uns gerne Auskunft und riet uns, die verschiedenen Strände auf Wilsons Prom zu besuchen. Also machten wir uns auf, die Halbinsel mit dem Auto zu erkunden. Von Foster aus waren dies gut 60 Kilometer. Am frühen Nachmittag war es recht windig und auch etwas regnerisch, doch die Whisky Bay machte uns dennoch einen sehr guten Eindruck. Wir hatten sie fast für uns allein und fanden die runden geschliffenen Steine sehr schön. Den nächsten Halt machten wir bei Tidal River und machten von dort aus einen Spaziergang zum Strand, dem Norman Beach. Bei Tidal River hätte man auch campieren können, oder ein Strandhaus mieten können, doch das wussten wir nicht. Je nach Wellengang spiegelte sich der Mount Oberon im Wasser, was Reto zu vielen Fotos animierte. Inzwischen war es auch wieder sonnig. Der nächste Strand den wir besichtigten war der Squeaky Beach. Der heisst so, weil man barfuss den quietschenden Quarzsand hören kann. Da wir das dazumal noch nicht wussten, liefen wir mit den Schuhen darüber. Eindrücklich war der weisse Sand mit den roten Fels-/Steinformationen alleweil. Da das Wetter inzwischen so schön war, machten wir uns nochmal auf, den Whisky Beach bei schönem Wetter zu besuchen. Wir waren fast alleine, was die Aussicht und das Fotografieren noch spektakulärer machte. Schon ziemlich müde machten wir uns auf den Heimweg. Unterwegs sahen wir ein Känguruh am Strassenrand, das sich durch die vorbeifahrenden Autos nicht abhalten liess und sich von Reto gerne fotografieren liess. Unser Znacht kauften wir im nahegelegenen Supermarkt ein und so assen wir Crackers mit Cheese zum Apero und Sandwiches resp. Cesar Salad mit Käse, Turkey Breast und als Dessert Chips, resp. Maltesers. Die kühle Zimmertemperatur bewirkte, dass wir gerne früh einschliefen was wir dann auch taten.

Sa 28.11.2015 (240km)

Heute genossen wir wieder das ausschlafen. Erstaunlicherweise war die Nacht sehr kalt, wir waren froh, dass wir eine zusätzliche Wolldecke hatten. Mit unserem ersten selbst eingekauften Frühstück gestärkt, machten wir uns danach auf den Weg, das Prom Country zu erkunden. Unser erstes Ziel waren die Agnes Falls. Es sind die höchsten „single span“ Wasserfälle von Victoria und sie gefielen uns sehr gut. Weiter gings nach Port Welshpool. Dort fiel uns vor allem auf, dass auf den Parkplätzen immer noch Platz für das angehängte Boot sein musste. Danach fuhren wir zum Port Albert, dem ältesten Hafen der Region. Wir sahen Pelikane auf den Lichtmästen, und fuhren dann aber gleich wieder weiter (wir verzichteten auf die besten Fish-and-Chips der Region). Danach wechselten wir die Umgebung und erkundeten den Tarra Bulga National Park. Beim ersten Stop machten wir einen schönen Spazierganz durch Fern Trees und genossen das satte Grün. Den zweiten Spaziergang machten wir zur Corrigan Suspension Bridge und genossen auch hier wieder den wilden Regenwald, die grossen Ash Trees (König des Waldes, Eukalyptus regnus). Die Koalas haben wir leider nur gesucht, aber nicht gefunden. Doch es war ein sehr eindrücklicher Tag, den wir nicht missen möchten.

So 29.11.2015 (520km)

Heute sind wir früher als der Wecker aufgestanden. Wir haben uns zum letzten Mal in unserer liebgewonnenen Bäckerei mit Sandwiches und den süssen „rolls“ eingedeckt und machten uns von Foster auf den Weg zur Great Ocean Road. Insgesamt sollten 520km vor uns liegen. Bis nach Melbourne kamen wir recht flüssig und danach merkten wir schon, dass der Verkehr etwas anzog, aber immer noch im grünen Bereich. Von Melbourne aus machten wir uns auf den Weg nach Torquay, dem Start der Great Ocean Road. In Torquay, einem berühmten Surferstädtchen haben wir dann Zmittag gegessen. Das Wetter war angenehm mild, doch der Wind hielt sich in Grenzen, und die Wellen waren nicht so hoch, dass wir wilde Wellenreiter gesehen hätten. Doch einige Wagemutige im Neoprenanzug sahen wir immerhin doch noch. Weiter fuhren wir die kurvige Strasse Richtung Lorne, Apollo Bay, Prince Town, um dann kurz vor Port Campell endlich die langersehnten 12 Apostles sehen zu können. Während dem Tag hat es immer mal wieder geregnet, doch abends um 16h hatten wir die strahlendste Sonne und auch einige Wolken, die uns fantastische Fotos (gen Osten) bescherten. Die Farbenkontraste waren wunderschön. Wir haben dann noch bei 2-3 Scenic Lookouts angehalten, um den Arch, die London Bridge und den Razorblade besichtigen zu können. Im Gegensatz zu den Aussichtsplattformen bei den 12 Aposteln wo es vor Touristen wimmelte, waren wir danach fast wieder alleine. Von John haben wir gehört, dass Warrnambool eine sehr empfehlenswerte Stadt sei, und so machten wir die Stadt, die das Ende der Great Ocean Road darstellte, zu unserem Nachtlager. Von der Stadt haben wir nicht allzuviel gesehen, wir haben dort im Restaurant Images gegessen, Reto Poulet mit Camembert und ich einen Seafood Basket, der sehr gut, wenn auch viel zu üppig war. Von unserem Motel waren wir auch richtig begeistert und genossen einen kühlen und angenehmen Schlaf.

Mo 30.11.2015 (ca. 182km)

Nachdem wir über Nacht uns erholt haben und unsere elektronischen Devices wieder mit Strom betankt haben, machten wir uns auf den Weg. Zum Frühstück besuchten wir ein Café bei einem Einkaufscenter. Auch hier war die Christmas Dekorierung unübersehbar. Okay… gestern war ja auch schon der erste Advent. Die heutige Etappe führt uns nach Mount Gambier. Die Ortschaft hat uns John empfohlen.
Vorher machen wir jedoch noch einen Abstecher zu Tower Hill. Den Tipp bekamen wir vom Besitzer des Motel Warrnambool. Ist noch recht interessant das mit dem Tower Hill. Es handelt sich dabei um eine Gegend welche eigentlich ein Vulkan Krater war. In den 1850 Jahren wurde die Gegend jedoch total gerodet und man versuchte allerlei anzufangen mit dem Gelände. Das halten von Schafen, Kühen sowie anpflanzen von Getreide brachte jedoch keinen Erfolg. So wurde auf dem gerodeten Gelände auch schon Motocross gefahren, was aber auch nicht funktionierte. In den 1960ern wurde dann das Gelände auf Grund von gemalten Bildern wieder bepflanzt. Es wurden nur die Bäume gepflanzt, welche auf den Bildern zu sehen waren. Das Gebiet wurde dann auch unter Naturschutz gestellt. Heute gedeiht alles prächtig und es gibt Führungen welche vorallem von Schulen genutzt wird. Anita und ich haben heute solch eine Führung gebucht. Mit Paul, einem Aborigines, wurden wir kompetent in die Geschichte und die Flora in Kenntnis gesetzt. Wir lernten

Auf dem Track hat uns Paul die verschiedensten Pflanzen erklärt. Viele Blätter konnten wir essen und sogar das Baumharz war wie ein Lollipop geniessbar. Die Känguru Äpfel enthalten viel Testosteron und wurden von den Aborigines Frauen früher zur Verhütung benutzt. Die orangefarbenen „Äpfel“ lassen sich dann scheinbar verzehren. Die Pflanze heisst so, weil ihre Blätter die Form eines Känguru Fusses haben. Unterwegs sahen wir neben einer Schlange, einem Hasen und blauen Birds auch noch drei Koalas. Diese schlafen scheinbar 23h von 24h. Also schon fast ein bisschen Glück wenn man diese fressen sieht ;-).
Nach Tower Hill ging es dann Richtung Mount Gambier. Unterwegs regnete es einige Male und wir mussten auch acht geben auf die runterfallenden Äste welche die Strasse versperrten. Auch war man natürlich nicht ganz sicher ob diese eventuell auf das fahrende Auto fallen. Unterwegs sahen wir viele Trucks welche 3 Anhänger voll Holz transportierten. Es scheint eine grosse Holzindustrie hier zu geben. Unterwegs gelang mir auch ein gutes Photo von einem Feld mit Strohballen in welche gerade die Sonne rein strahlte. Ein „must have“ für mich. Um ca. 1700h sind wir dann im neuen Motel angekommen. Nachdem wir unsere Koffer ausgepackt hatten besuchten wir noch den Blue Lake von Mount Gambier. Ebenfalls ein See, welcher von einem Vulkankrater her stammte. Kein must see, aber ganz okay auf dem Weg nach Adelaide.

Di. 01.12.2015 (440km)

Heute sind wir nach Adelaide aufgebrochen. Wir fuhren die Scenic Route, doch sehr viel haben wir nicht gesehen. Es hat auch geregnet. Am Mittag sind wir in Adelaide angekommen.
Am Abend gingen wir zum Mexikaner und haben ein gutes Znacht gegessen. Dieses hatte für Anita leider Konsequenzen. Sie konnte die ganze Nacht fast kein Auge zutun und am Morgen musste sie sich dann mehrmals übergeben. Fazit: Merke, nicht zuviel essen und Trinken, man bezahlt es teuer. Übernachtet haben wir im Hotel Adelaide Meridien Hotel & Apartments.

Mi. 02.12.2015

Am Morgen checkten wir frühzeitig aus unserem Motel aus. Als erstes musste der Tank vom Mietauto gefüllt werden (innerhalb 15km Radius der Hertz Filale mit Bestätigung). Nach dem tanken suchten wir unser vorab gebuchtes Hotel Chancelor. Allerdings hatte es zwei davon in unmittelbarer Nähe und wir erwischten zuerst das falsche ;-(. Aber das war kein Problem, denn das Andere war nur 3 Minuten von diesem entfernt. Wir checkten ein und deponierten unsere Koffer, da wir noch viel zu früh für den Zimmerbezug waren. Die Rückgabe des Mietwagens gegenüber dem Hotel, verlief problemlos und der Kilometerstand war 39031km. Was also Netto eine Fahrdistanz von 3031km ergab.

Nun stand der Zoo von Adelaide auf dem Programm. Wichtig war, dass wir früh dort waren, da die Pandas um 0945h ihr Futter bekommen und es hiess, dass die Tiere vorallem am Morgen sehr kommunikativ seien. Wir gehörten zu den Ersten welche vor den geschlossenen Türen standen. Also nutzten wir die Wartezeit noch um einen Kaffee zu trinken. Anita war es allerdings noch nicht um’s Tee trinken. Die Magenverstimmung schien sich eher noch zu verstärken. Als die Tore sich öffneten liefen wir als erstes zu dem Panda Gehege. Eine gute Idee ;-). Schon bald war auch der Erste, Wang Wang zu sehen wie er sein äusseres Gehege nach Nahrung absuchte. Für uns die erste Gelegenheit ihn zu fotografieren. Funi, der weibliche Panda war auch schon wach, befand sich aber nur im inneren Gebäude. Nach 3-4 Runden im Aussengehege holte sich Wang Wang ein grosses Bambusrohr und liess es sich wohl schmecken. Sie sehen ganz niedlich aus – unsere Pandas.
Anita ging es zwischenzeitlich noch schlechter. Sie hatte kalt und ihr war gar nicht gut. Wir holten Hilfe und der Medicin Care Mann und ich begleiteten sie zum First Aid Room. Dort gab es ein weiches Bett und eine warme Decke. Wir machten ab das ich den Zoo alleine erkunde und mich um 1315 wieder zurück melde. Die Tour im Zoo war recht interessant. Am meisten gefielen mir die Laute der Affen. Es war sehr eindrücklich wie diese sich die Schreie zu „warfen“ und das Echo der anderen zurück hallte. Eine Stimmung wirklich wie man es sich im Urwald in etwa vorstellte. ??? Hier unbedingt das Voice File anhören. Ebenfalls eindrücklich war der Löwe mit seiner dunklen Mähne, was ihn als älteren Löwe auszeichnete. Sein Gebrüll im Gehege ging durch Mark und Bein und man glaubte die Gitterstäbe könnten ihn kaum aufhalten. Der Nachmittag ging dann noch schnell vorbei. Wir bezogen unser Hotelzimmer, wo sich dann Anita ausruhen konnte und ich erkundete noch ein bisschen die Stadt. Ich schlenderte ein bisschen durch die Fussgängerzone und liess mich mit den Shoppingcentern ein. Am Abend ging es Anita ein „µ“ (mü) besser! Wir bereiteten erneut unsere Koffer vor für unseren nächsten Flug.

Do. 03.12.2015

Um 0645 klingelte der Wecker und wir standen auf. Um 0745 wollten wir auschecken, da uns die lokale Expressline Yx1 zum Adelaide Airport brachte. Schön, dass auch hier die Busstation gerade unmittelbar vor dem Hotel gegenüber der Strasse lag. Um 1040 ging es dann Richtung Alice Springs. Baggage Drop off und Checkin erfolgte problemlos. Der Flug war auch angenehm und kaum in der Luft waren wir auch schon in Alice Springs. Alice Springs ist ein kleiner Flughafen und dank des Inland Fluges gab es auch keine grosse Einreisemodalitäten zu erledigen. Wir entschieden uns den Bus zu nehmen um zu unserem Hotel zu gelangen. Für 32AUD wurden wir zum Hotel gefahren. Mit einer Aussicht zu einem 20% Rabatt beim Rückflug schien uns das ein guter Deal im Gegensatz zu 42-45AUD mit dem Taxi. Im Ibis Styles angekommen konnten wir auch schon unsere Zimmer beziehen. Auf Grund der frühen Tageszeit, machten wir uns auf den Weg noch ein bisschen Alice Springs zu erkunden.
Schon bei der Hinfahrt ist Anita das Hospital und die „RFDS“ (Royal Flying Doctor Service) aufgefallen. Was lag also näher als das Museum von RFDS zu besuchen? Nach kurzem Weg bei doch recht heissen Temperaturen, waren wir mehr oder weniger die einzigen spazierenden Touristen auf der Strasse bei gespürten 38°. Beim Museum angelangt konnten wir die Geschichte dieses doch sehr wichtigen Services für die Australier kennen lernen. Besonders stolz waren wir natürlich, als wir sahen, dass die aktuelle Flugzeug Flotte aus PC12’s bestanden. Sind diese doch von schweizerischer Herkunft der Pilatus Werke. Und diese Flugzeuge wurden im Hologramm Film sehr gelobt. Ebenfalls interessant ist die Tatsache, dass schon in frühen Jahren sogenannte „First Aid Kits & Medical Chests“ erfunden wurden, welche es ermöglichten, dass Jedermann per Funk einem Doktor erklären konnte, was seinem Patienten weh tat. Das funktionierte so, dass die Körpervorderseite mit Nummern in Sektoren aufgeteilt wurde, die Körperhinterseite mit Buchstaben – man dann diese am Funk benennen konnte um dem Doktor am Ende die schmerzende Stelle zu beschrieben. Dieser gab dann eine Empfehlung mittels eines Medikamentes aus einem ebenfalls nummerierten Notfallset aus. Somit konnten auch nicht Medizin erfahrene Personen Hilfe geben.
Anschliessend besuchten wir einige Häuser weiter noch das Reptile Museum. Und hier gab es dann einige wirklich sehr gefährliche Tiere zu sehen. Es hatte dort sicher 10 sehr gifte Schlangen in den Terrarien. Einige schienen sehr aktiv und hinterliessen nicht gerade ein grosses Wohlgefühl. Nebst Schlangen hatte es auch noch Eidechsen und ein faules Krokodil. In der Tiershow dürfte man sogar die Tiere anfassen und fotografieren. Anita hat sich gerade die grosse Boa Schlange ausgesucht und sich um den Hals hängen lassen. Ich kannte das ja schon von meinem 30er Geburtstag (okay okay …. Hatte nicht gerade Lust es nachzumachen). Danach spazierten wir noch Richtung Anzac Hill um eine Aussicht über die Stadt zu bekommen. Diese war jedoch eher mager und muss man nicht unbedingt gesehen haben. Wir machten uns alsbald auf den Rückweg, kauften unterwegs noch ein paar Sachen ein für die 3Day Tour und gingen zeitig zu Bett.

Red Center

Die nächsten 3 Tage verbringen wir mit einer geführten Tour. Auf der Karte sieht man die zurückgelegten Ettapen. Jeder Tagestrip hat eine andere Farbe.

Fr. 04.12.2015 (ca. 461km - zum Uluru/Ayersrock)

Um 0500h liessen wir uns wecken. Wir mussten früh auf, da uns der Wayoutback Bus bereits um 0610h abholte. Angenehm überrascht wartet noch ein weiteres Tour Mitglied mit uns auf den Bus. Kurt, ebenfalls ein Schweizer, hat dieselbe Tour gebucht, welche uns die nächsten drei Tage Action und Adventure versprach. Um 0630h war es dann soweit und wir stiegen dem Bus hinzu. Unsere Gruppe bestand am ersten Tag aus 20 Leuten, wobei eine davon eine Praktikantin war. Unser 4WD Truck war in gutem Zustand und machte Freude. Auch die Klimaanlage lief gut und die Platzverhältnisse waren ganz angenehm. Adam, unser Guide liess uns wissen, was uns heute noch erwartet und dann ging es los Richtung Ayers Rock oder wie die Aborigines ihn nannten Uluru. Ein bisschen unerwartet war für uns die Distanz von ca. 450km, welche wir bis dorthin zurücklegen mussten. Das war uns bis anhin nicht ganz so klar. Wir dachten, er sei gerade um die Ecke ;-). Unterwegs gab es 2-3 Stops um zu tanken oder die Toilette zu benutzen. Fotostopps gab es eigentlich keinen. Unterwegs erhaschten wir einen ersten Blick auf einen hohen Hügel, welcher aber doch irgendwie noch nicht nach Ayers Rock auszusehen schien. Es war dann auch der Mount Conners. Nach einiger Zeit jedoch war er dann unverkennbar zu sehen am Horizont, der Ayers Rock. Nachdem wir unsere Nationalpark Tickets holten, konnten wir dann auch in diesen reinfahren. Als ersten besuchten wir das Visitor Center um uns mit der Kultur und den Gepflogenheiten der Aborigines bekannt zu machen. Für mich war der Besuch des Centers doch recht speziell. Man erfuhr, dass vieles was die Aborigines ausmacht, von Generation zu Generation mündlich weitergegen wird.

Mit dem Wissen, dass der Ayers Rock eine sehr bedeutende Städte für die Aborigines ist, machten wir uns dann auch auf den Weg, um an zwei Orten am Ayers Rock zu spazieren. An diesen Orten durften dann auch Photos gemacht werden. An anderen Orten war es strikte verboten Bilder zu machen (im Norden zB.). Die Nacht fiel langsam über die Landschaft ein und wir fuhren zum Sunset View Point wo uns Adam einen Snack offerierte und wir mit einem Glas Champagner anstiessen. Es waren sicher ca. 100 Personen bei diesem Aussichtspunkt welche alle das Schauspiel der untergehenden Sonne auf sich wirken liessen.
Danach ging es zu unserer ersten Camping Site. Dort lief es wie am Schnürchen. Night and Daybag arrangieren, Holz sammeln und Feuer machen, Wasser heiss machen und Swag (Outdoor Schlafsack) präparieren für die Nacht. Gemeinsam wurde auch Gemüse geschnitten und das Känguruh Hackfleisch unter Anleitung von Adam gekocht. Es schmeckte herrlich und nach dem Abwasch konnte noch beim Buschfeuer ein verdientes Bier genossen werden. Zu fortgeschrittener Stunde, es war so gegen 2300h hiess es dann langsam den Swag zu beziehen und den Blick dem sternenklaren Himmel zu widmen. Echt ein eindrückliches Bild des Milchstrasse wurde geboten. Im Hinterkopf jedoch das unbeholfene Gefühl, ungeschützt in der Natur zu liegen und nur um Handbreite getrennt von Schlangen und eventuell Spinnen zu sein. Nach diversen Minuten Kopfkino gewann jedoch die Müdigkeit über den Verstand und wir versanken im Schlaf der Träume.

Sa. 05.12.2015 (ca. 405km - zu den Olgas und danach zum Kings Canyon)

Nach wenigen Stunden wurden wir um 4h von Adam schon wieder geweckt. Inzwischen war es angenehm kühl und so fiel das Aufstehen recht leicht. Als erstes haben wir den Swag wieder zusammengepackt, unsere Sachen gepackt und danach haben wir gefrühstückt (Reto verzichtete). Doch die Müesli und der Toast haben Anita den Start in den Tag erleichtert. Um ca. 0515h fuhr uns Adam dann an den ca. 10 Minuten entfernten Sunrise Point und verliess uns wieder um zu Tanken. Wir warteten am Aussichtspunkt ca. 20 – 30 Minuten, bis die Sonne aufging. Auch hier war es wieder ein schönes Schauspiel, die Umrisse der dunklen Bäume gegen das aufgehende Sonnenlicht zu fotografieren. Der Uluru war nicht so spektakulär, da dunkel, doch das frühe Aufstehen hat sich auf jeden Fall gelohnt. Danach fuhren wir zu den Olgas (Kata Tutja). Wir konnten zwischen dem längeren und dem kürzeren Weg wählen. Etwa 2/3 entschied sich für den längeren Weg. Die Sonne brannte schon um 8h und so waren wir froh, dass es insgesamt 2 Wasserstellen hatte, wo wir unsere Flaschen mit lauwarmem Wasser auffüllen konnten. Da wir am Vorabend jedoch unsere 2 Flaschen ins Eisfach gelegt hatten, hatten wir sogar draussen in der Wüste Schlückchenweise eiskaltes Wasser *schlau*.
Die Wanderung war leicht hügelig, und wir waren beeindruckt von den wiederum roten Steinen und dem silbrig/goldig glänzenden Buschgras welches im Sonnenlicht glänzte. Bevor wir uns wieder mit der ganzen Gruppe treffen sollten, mussten wir einen längeren Aufstieg in der glühend heissen Sonne auf uns nehmen. Das war nicht ohne. Oben angekommen, in der Meinung ich sei die Letzte, fragte Adam nach den Anderen. Es sollte sich herausstellen, dass unsere holländischen Busnachbarn die Hitze sehr schlecht vertragen haben und dass besonders die Frau kaum mehr vorwärts gekommen ist. Dank der Hilfe von Dominik und Miranda hatten sie zum Glück noch 2 tapfere Helfer bei sich, die ihnen beigestanden sind, den weiten Heimweg zu bewältigen. Wir sind schon zurück zum Parking gelaufen um uns dort im warmen Schatten vor der Sonne zu schützen. Durch dieses Ereignis wurden unsere Pläne etwas durchwirbelt und wir fuhren nochmals zurück nach Yulara, um dort ein Barbecue zu machen und die tapferen Helfer konnten ein Bad im Swimming Pool nehmen. Reto, Kurt und Anita haben sich um das Brutzeln der Hamburger und der Würstchen gekümmert, was bei dieser Hitze kein Zuckerschleck war. Nach der Mittagsruhe im kühlen Bus gings auch unserer Nachbarin wieder besser und wir machten uns auf den Weg Richtung Kings Canyon, um dort unsere Private Campsite in Beschlag zu nehmen. Auch dort sollten wir als erstes wieder Holz sammeln, da wir hier kein Gas hatten, sondern auf dem Holzofen, respektive im Feuer gekocht haben. Es gab selber gebackenes Pizzabrot, Poulet und Gemüse mit Reis. Das Pizzabrot und das Poulet waren fantastisch und so genossen wir das gute Essen ums Lagerfeuer. Dieses Mal wollten wir die Nacht im Zelt verbringen. Schon sehr müde gingen wir kurz nach dem Essen ins Bett, doch an Schlaf war lange Zeit nicht zu denken. Es war viel zu heiss. Anita hat sich immer wieder mit Wasser eingerieben, doch richtig kühl wurde es trotzdem nie. Irgendwann schliefen wir dann doch ein und bemerkten den Besuch des Dingos rund um unser Zelt nicht mehr….

So. 06.12.2015 (ca. 323km - vom Kings Canyon zurück nach Alice Springs)

Nach einer der wärmsten Nächte sind wir wiederum früh um 0430h aufgestanden, um uns nach dem Frühstück Richtung Kings Canyon aufzumachen. Dort haben wir die grosse Tour (Rim Walk) gemacht. Die grösste Herausforderung gabs gleich zu Anfang als wir die Höhe erreichen mussten, und einige Höhemeter hinter uns legen mussten. Einheimische nennen das den Heartbreak Hill. Oben gabs dann ein Titanic Foto, inklusive Music. Die weitere Wanderung war dann einfach. Die Wege waren in gutem Zustand. Zum Teil sogar mit Meersediment „geplättlet“. Im Garden of Eden haben wir Brekkies gegessen, nachher ging es gestärkt weiter. Wir haben sogar wilde Wallabies gesehen, wenn auch nur von weitem. Die Wanderung wurde durch den bewölkten Himmel, und zwischendurch leichtem Regen erleichtert, da wir nie mehr die Hitze der letzten Tage erreichten und alle gesund und müde beim Car ankamen. Als kleines Highlight gabs beim Mittagsstop ein kühles Bad im Swimming Pool. Sehr erfrischend. Müde fuhren wir dann noch durch ungeteerte Strassen, die manchmal ziemlich holperten. Den letzten grossen Stop machten wir auf der Kamelfarm. Doch niemand von uns wollte die Tiere reiten. Um 1700h war dann die Tour zu Ende, und wir genossen die (zwar warme) Dusche und die Möglichkeit der Klimaanlage. Wir machten eine grosse Wäsche und assen mit Kurt Znacht. Für Anita gabs einen eigens kreierten süssen Cocktail, der ihr sehr schmeckte. Die Nacht fielen wir in einen tiefen und angenehmen Schlaf.

Mo. 07.12.2015

Heute sind wir vor dem Wecker um ca. 6.15h aufgewacht. Wir beide haben im Ibis Hotel sehr gut geschlafen. Um 8h sollten wir dann vom Airport Shuttlebus abgeholt werden. Er verspätete sich etwas, doch wir hatten immer noch genügend Zeit zum Einchecken und konnten am Flughafen noch Frühstücken. Der Flug nach Perth erfolgte mit Qantas-Link. Das Flugzeug war absolut i.O. nur hatte es kein Mediasystem. So nutzten wir die Zeit, um die vergangenen Tage im Tagebuch nachzutragen. Auch konnten wir die Aussicht geniessen, denn das Flugzeug war nicht voll und so hatten wir trotz anfänglichem Mitte- und Gangplatz schlussendlich bei der Landung sogar 2 Fensterplätze. Die Aussicht war interessant, Anita konnte sogar den Uluru von oben sehen.
In Perth angekommen machten wir uns auf zu KEA, dem Camper Vermieter. Dort wurden wir sehr nett, aber auch sehr schnell bedient (abgefertigt). Da wir uns in unserem neuen Heim sicher und wohlfühlen wollten, haben wir uns dafür entschieden, die erste Nacht in Perth zu verbringen. Auf Empfehlung der KEA-Dame sind wir zum Central Caravan Park gefahren. Haben dort unseren Platz zugeteilt bekommen und sind danach zum Einkaufszentrum gefahren, um uns für ca. 230 AUD mit Essen und Equipment einzudecken. Zurück beim Campingplatz haben wir uns erst mal eingerichtet. Das ging erstaunlich gut und ausser vielleicht für das Essen haben wir wirklich reichlich Platz. Unser erstes Essen waren marinierte Rindsplätzli mit Salat. Wir können uns sicher noch verbessern, doch für den Anfang gar nicht schlecht.

Westküste Australiens

Um die Westküste zu bereisen, haben wir uns einen KEA Campervan gemietet (ähnliches Model). Mit diesem wollen wir bis Coral Bay im Norden fahren und bis nach Albany im Süden. Bereits gebucht haben wir lediglich das Hotel in Perth beim Rückflug. Somit werden wir die Campsites immer nach Bedarf buchen.

Jeder Reisetag ist in ener anderen Farbe hinterlegt. Es ist jedoch zu beachten, das wir ab und zu bei einem Weg mehr als ein Mal vorbei gefahren sind. Das ist natürlich generell zu verneiden, aber nicht immer möglich gewesen.

08.12.2015 610 km

Unsere erste Nacht im Camper verlief sehr gut. So um ca. 0700h sind wir aufgestanden und haben unser erstes Frühstück im Camper gegessen. Das einzige was nicht funktionierte war der Toaster, und so entschieden wir uns, nochmals bei KEA vorbeizufahren. Dort haben sie uns dann einen brandneuen Toaster gegeben, der auch funktionierte. Da wir noch ein paar Dinge vergessen hatten, gingen wir nochmals zu Woolworth um uns einzudecken. Dann sind wir zu den Pinnacles gefahren. Das GPS gab uns wohl nicht den kürzesten Weg an, da wir Nambung NP eingegeben haben. Doch so gegen Mittag kamen wir dennoch an und wir machten den Fussgänger Rundtrip und haben viele Fotos geschossen. Zuerst dachten wir, dass wir auch noch den Auto-Rundtrip machen würden. Als dann aber eine Familie im Cabrio einen Platten hatte, entschieden wir uns dagegen. Kurz vor der Heimreise haben wir noch einen Blue-Tongue Lizard gesehen. Jedoch war die Zunge nicht ganz so blau wie im Visitor’s Center. Weiter geht’s nach Kalbarri. Wir hatten uns mit der Zeit etwas verschätzt und sind dann auch nicht schlecht erschrocken, als wir so um 1800h die ersten Kängurus am Strassenrand sahen. Aus Sicherheitsgründen sind wir dann langsamer gefahren, um dann sicher um 1950h im Kalbarri Tudor Caravan Park anzukommen. Anstelle der Spaghetti Bolognese gabs dann nur noch Sandwiches, doch die genossen wir dann umso mehr. Sehr müde, sind wir dann in einen tiefen durchgehenden Schlaf gefallen.

09.12.2015

Heute haben wir ausgeschlafen und sind erst so gegen 0830h aufgestanden. Nach einem gemütlichen Frühstück gings zu Fuss an den Strand. Auf Anraten der Frau im Visitors Centre sind wir zuerst zu Chinamans Rock gegangen, um nachher zum Blue Holes Strand zu gehen. Am Strand hatte es viele Steine, die voller Muscheln waren. Wir sahen auch 2 Krebse. Im Sand war es recht mühsam zu laufen, da man kaum vorwärts kam. Anita ging dann schwimmen, doch auf Anraten von Reto nicht zu weit hinaus, da die Wellen ziemlich wuchtig waren. Das Wasser war von der Temperatur her angenehm, ebenfalls die Lufttemperatur. Zurück beim Campingplatz nahmen wir dann ein kühles Bad im tollen Pool und haben uns unsere weiteren Reisepläne zurechtgelegt. Danach gabs sehr feine Spaghetti und danach machten wir uns mit dem Camper in den Kalbarri NP auf, um bei Sonnenuntergang die 3 Aussichtspunkte Shellhouse Grandstand, Island Rock und Natural Bridge zu besuchen. Das war ein sehr schöner Ausflug, und wir sahen bei der Hinfahrt wieder einige Kängurus, beim Rückweg jedoch kein Einziges mehr. Mit einem Apéro lassen wir nun diesen ersten „Ruhetag“ ausklingen.

10.12.2015 440 km 6517 KMStand

Nach einer guten Nacht haben wir uns heute um 0630h geweckt. So um 8h waren wir bereits on the road und im Kalbarri NP. Unser Ziel heute die National Park River Gorges. Als erstes haben wir den Aussichtspunkt Murchison River besucht. Der gab nicht viel her, ausser dass wir einen Überblick über die Weite des Gebiets erhalten haben. Nach 12 AUD Entrance Fee sind wir die ersten 12 km noch auf Teerstrasse, die weiteren 14km auf der unsealed road gefahren. Das war eher mühsam, da es enorm ruttelte, sobald wir etwas schneller fuhren. So sind wir mit einem 20er die Strasse entlang gefahren. Belohnt wurden wir mit freier Sicht auf 2 Emus und unserem ersten Thorny Devil in der freien Natur. Reto haben besonders die gelb/roten Strassen sehr gut gefallen. Auch die Pflanzen waren eindrücklich. Besonders die, die von weitem einem Emu glich. Sehr eindrücklich war der Lookout, der zum Nature’s Window führte. Dort machten wir ein paar sehr schöne Fotos. Den Lookout zum Z Bend sparten wir uns, da uns die ungeteerte Strasse nicht so Freude machte. Dafür sind wir dann noch zum Hawks Head und zum Ross Graham Lookout gefahren. Ersterer war nicht so eindrücklich, beim zweiten sind wir zum Fluss hinuntergelaufen und fanden auch dort das rote Farbenspiel sehr schön. Auf dem Rückweg trafen wir 2 scheue Geckos, die nur Anita so richtig schön vor die Kamera wollten ;-)
Nun fuhren wir den Grossteil der heutigen Strecke bis nach Denham bei der Shark Bay. Bei der Fahrt war der Seitenwind doch sehr stark, dies vor allem auch wegen der Grösse unseres Campervans. Beim Billabong Roadhouse haben wir für teures Geld vollgetankt und haben uns mit feinen Glacés, künstlichen Bananen und einem kühlen Smoothie gestärkt. Den nächsten Stop machten wir in der Hamelin Pool, um die weltberühmten und von Max so empfohlenen Stromatolithen zu besichtigen. Das ungeschulte Auge war wohl nicht ganz so beeindruckt wie das Geologenauge, doch gelohnt hat sich der Ausflug sicher. Danach fuhren wir ziemlich schnurgerade nach Denham. Der Campingplatz liegt direkt am Strand und wir haben zum ersten Mal auf dem Tepanyaki Grill ein feines Pouletbrüstchen gebraten.

11.12.2015 200km

Wir haben gut geschlafen und sind so um 0700h aufgestanden. Zum ersten Mal kochten wir in unserer Küche Spiegelei mit Schinken, respektive ein 3-Minutenei, das sich dann allerdings als gekocht herausstellte. Nachdem wir unser Clash of Clans Update gemacht hatten, machten wir uns auf den Weg nach Monkey Mia. Da die Delfine schon 3x an den Strand gekommen waren, fand keine Fütterung mehr statt. Wir haben dennoch noch 2 Delfine gesehen (evt. war eines davon, das frisch geschlüpfte Kälbchen, das in den letzten 24h geboren wurde.) Wir bezahlten 10 AUD pro Person Tageseintritt, konnten dafür nachher das Resort benutzen. So fanden wir unter den Palmen ein schönes Schattenplätzchen, das den einzigen Nachteil hatte, dass die Möwen auf uns hinunterschissen. Im Restaurant assen wir einen feinen Burger und Anita war nachher sogar genug gestärkt, um noch ihre Sporthausaufgaben zu machen. Danach machten wir uns auf den Weg zum Shellbeach, einem Strand, voller kleiner Müschelchen. Anita ging ins Wasser, doch man musste sehr weit hinauslaufen, da das Wasser wenig tief war. Leider haben wir heute beide einen Sonnenbrand eingeholt, obwohl wir uns eingecremt haben.
Am Abend haben wir dann noch die Spaghetti abgebrätelt und kamen in ein nettes Gespräch mit Fadri und Katharina, die auch in Basel wohnen.

12.12.2015 552km

Heute sind wir um 0630h aufgestanden, da eine lange Fahrtstrecke zu Coral Bay vor uns lag. Wir sind um ca. 1400h angekommen und haben im Public Campingplatz direkt am Meer einen Standplatz erhalten. Frischwasser ist hier Mangelware und so muss man halt etwas weiter dafür laufen. Als erstes gingen wir zum Tauchshop um zu erfahren, ob die Tour morgen stattfindet. Da wir bis vor 2 Tagen die einzigen Anmeldungen waren. Doch Glück gehabt, es haben sich noch mehr Personen gemeldet. Danach ging Anita ein Bikini (resp. Tankini) shoppen und dann gingen wir kurz ins Meer für eine Erfrischung. Wir sahen auch 2 Fische und Flundernartige Fische. Schön erfrischt setzten wir uns ins Café, tranken 2 Vanille- resp. Schokolademilchshakes und schrieben unsere letzten Ansichtskarten. Danach setzten wir uns noch vor unseren Van und genossen ein paar Pommes Chips und spielten CoC.

So 13.12.2015 0km

Heute sind wir zeitig aufgestanden um 0650h. Danach gab es ein normales Zmorge mit Cerials und Toast. Um 0830h mussten wir bei den Eco adventure Tours vor dem Laden stehen. Das war jedoch lediglich 5 Minuten zu Fuss vom Caravan Park entfernt.
Dort angekommen, mussten wir als erstes unsere Neoprenanzüge Marke Adrenalin anprobieren. Meiner Meinung nach sah das schon ganz Cousteau mässig aus ;-). Nach einem kurzen 5 minütigen Drive kamen wir an der Anlegestation an und konnten unser Schiff mit ca.6 Tauchern und 13 Schnorchlern betreten. Wir wurden instruiert über Sicherheitsvorkehrungen, Kommunikation im Wasser, Bedienung der Tauchmaske und dem umtauchen eines Manta-Rays.
Die Fahrt zum Riff ging vielleicht gerade mal 20 Minuten. Als erstes gingen die Taucher zu Wasser und danach die Schnorchler. Im Wasser gab es dann einige farbige Fische zu sehen wie zB. Rainbow Fish, Surgen Fish, Trumpetfish, Butterfly Fish und Damselfish. Nach vielleicht 8 Minuten entdeckte einer auch schon eine Meeresschildkröte welche nach Nahrung in den Korallen suchte. Eine 2te kam uns dann noch einige Minuten später an anderer Stelle zu Gesicht. Die Riffs waren aus meiner Sicht recht gross, allerdings nie so farbig wie man dies in Fernseh Dokumentationen sieht. Das liege vor allem daran, dass wir diese nicht beleuchten, erklärte uns einer der Guides.
Nach dem ersten Schnorchel Gang fuhr das Boat weiter Richtung Norden wo das Meer eine offene Sandbank zu bieten hatte. Bereits am Morgen hat einer der Guides mittels Flugzeug die Gegend nach Manta-Rays abgesucht und die Stelle für unser Tauchen ausgemacht. Davon durften wir natürlich nun profitieren.
Wir teilten die Schnorchler in zwei Gruppen auf, damit nicht zu viele Personen die Ruhe des Manta-Rays stören konnten. Ein Guide sprang vorab ins Meer und hielt Ausschau nach dem ersten Manta-Ray. Nicht lange mussten wir warten bis das Signal zum Start kam. Wie abgemacht stiegen wir speditiv und ruhig ins Wasser und schwimmten Richtung Guide. Danach die Schnorchel Position … wartend und man glaubt es kaum, schon näherte sich das wunderprächtige Tier. Es schien riesengross mit seinen 4 Metern Spannweite und wenn der Manta-Ray eine vertikale Wende macht, dann ist es einfach nur imposant wie geschmeidig das grosse Tier graziös wendet um dann sein Plankton fressen in entgegengesetzter Richtung fortzusetzen. Kaum zu glauben, das so nah mit zu erleben!
Wieder an Board, konnten wir uns trocknen und die meisten mussten sich erst mal wieder aufwärmen. Währenddessen bereiteten die 3 Guides den Lunch vor. Es gab Sandwiches mit einer guten Auswahl an Fleisch, Salaten und weiteren Beilagen. Nach vielleicht 15 Minuten konnten wir das nett hergerichtete Buffet stürmen.
Der dritte Schnorchel Gang erklärte uns der Guide vom Oberdeck des Boats aus. Wir mussten ein Riff umtauchen und dann zwischen zwei Riffs durch den Gap schnorcheln. Zurück in unseren Neoprenanzügen jumpten wir erneut ins Wasser. Unser Guide schwamm voraus und wir hinten nach. An besagter Stelle sahen wir dann auf einmal unter uns die Riffhaie (grey sharks). Die ersten waren ja noch nicht so arg, als dann aber noch ein vierter und fünfter und welche die grösser waren und auch mal mehr von hinten her kommend, dazukamen, war mir dann schon ein bisschen mulmig. Ein guter Trost war jedoch, dass ich nicht alleine war. Und irgendwie gab es noch Schnorchler, die hatten die leuchterenden „Thins“ an als welche ich trug ;-). Auf alle Fälle war das nun effektiv ein gelungener Event. Mehrmaliges sehen von Manta-Rays und dann noch diese Riffhaie, mit so viel Adrenalin hätte ich nicht gerechnet. Zurück an Board gab es dann für die Unersättlichen noch einen weiteren Schnorchel Gang. Die meisten liessen es sich jedoch auf dem Schiff gut gehen. Anita hat sich auch für diesen Gang noch ins Wasser gestürzt. Sie kam mit weiteren 3 Manta-Rays Begegnungen zurück und schwärmte ebenfalls. Danach ging es mit dem Boot zurück an die Anlegestelle. Um ca. 1550h war unser Marine Event beendet und wir konnten zurück zur Homebase. Danach stand noch die Wäsche auf dem Programm, Anita ging im Hippieladen dick einkaufen und anschliessend hat Reto seinen Wetteinsatz mit einem Nachtessen auswärts eingelöst.
Wir hoffen noch auf gute Tauchbilder von Christian da unsere als Vision in Türkis endeten!!!

Mo 14.12.2015 1123 km

Wir haben uns um 0520h geweckt. Reto ging noch ein paar Fotos schiessen und sonst machten wir uns ohne Frühstück auf den Weg Richtung Süden. Angepeilt war Dungara, eine ca. 6 stündige Fahrt. Unterwegs haben wir 2x für teures Geld getankt, Reto kam in eine Polizeikontrolle und musste blasen und da wir so früh unterwegs waren, entschieden wir, direkt nach Perth, zu unserem Central Caravan Park zu fahren. Da wir unser Navi nicht korrekt gefüttert haben, führte es uns ziemlich im Caco rum, was unsere Laune nicht besserte, nach einem chaotischen Znacht bei McDo (nicht unsere Schuld) kamen wir dann um 1930h gut im Caravan Park an und schliefen bald ein in eine wunderbare Nacht.

15.12.2015 232 km

Heute konnten wir ausschlafen, sind aber trotzdem so gegen 0715h aufgestanden. Es gab ein feines Zmorge mit Bacon und Eggs, und nachdem wir vergeblich versucht haben, den Wassertank zu leeren, machten wir uns auf den Weg zum Einkaufszentrum, wo wir uns wieder mit dem Nötigsten eindeckten. Anita ging wieder Kleider einkaufen und Reto hat uns mit australischen CD’s und gutem Wein beschenkt.
Danach fuhren wir Richtung Busselton, wo wir im Big 4 Caravan Park für 4 (resp. 5 mit Verlängerung) Tage eingecheckt haben. Auf Anraten der Rezeptionistin haben wir gleich die restlichen Tage unserer Tour vorausgebucht, so dass wir nun wirklich Ferien pur haben, und uns kaum mehr um etwas kümmern müssen. Das Meer ist auch in Laufdistanz, auch wenn der Strand vielleicht nicht ganz so schön ist, wie andere, die wir schon besucht haben. Ab jetzt heisst es Relaxen ;-)

16.12.2015 0 km

Heute lassen wir es uns gut gehen und erlauben uns auch mal die Seele baumeln zu lassen. Nach einem feinen Frühstück haben wir uns am Pool breit gemacht. Natürlich mussten wir auch mal reinhüpfen. Geärgert haben uns die Fliegen, welche ziemlich lästig sind.
Der Camping bietet für Kinder sehr viel. Es hat erneut ein grosses Ballontrampolin wo sich die Kinder vergnügen. Ebenfalls hat es einen echt schönen Wasserpark für die Kinder, welcher auch gut im Schatten steht. Und dann hat es noch so ein Ninja Tournament Bewegungsspiel, welches auch für Erwachsene recht amüsant ist.
Am späten Nachmittag haben wir noch einen Spaziergang nach Busselton unternommen. Das ergab dann locker 10‘000 Schritte. In Busselton haben wir im Goose einen kühlen Drink und einen Milchshake/Frozen Chocolate genommen, bevor wir zurück liefen. Trotz Sonnencreme Einsatz holten wir beide einen Sonnenbrand. Znacht waren wir dann so müde, dass wir gar nichts mehr essen mochten. Geschlafen haben wir bei kühlen Temperaturen erneut sehr gut.

17.12.2015 223km

Heute haben wir erneut ausgiebig gefrühstückt und machten uns danach auf den Weg, die Margaret River Region zu erkunden. Wir sind direkt durch die lustige Kuhstadt (Cowaramup) und Margaret River gefahren, um dann ans Meer zur Gnarabup Beach hinauszufahren. Das war bloss ein kurzer Schlenker. Weiter gings zur Lake Cave. Wir hatten Glück und konnten innerhalb einer viertel Stunde eine Tour buchen. Wir sind ca. 300 Treppen nach unten in die Höhle gelaufen und konnten dann schön weissfarbige und leicht gelbe (vom Eukalyptus) Stalaktiten und Stalagmiten bewundern. Danach fuhren wir durch einen schönen Eukalyptuswald (Karri Forest) zur Hamelin Bay, die uns jedoch nicht so Eindruck machte. Weiter gings dann durch Augusta zum Cape Leeuwin-Lechtturm. Dort buchten wir eine Audiotour und haben uns sicher eine Stunde lang Informationen zum Leuchtturm angehört (auf Deutsch). Dort haben wir auch erfahren, dass es in der Schweiz (in Genf) einen Leuchtturm gibt. Beim Rückweg machten wir noch ein paar Jump-Fotos und da wir gerade etwas spät für die Millers Eisdiele waren, hatten wir dennoch Glück und konnten der Millers-Eisdiele in Margaret River einen Besuch abstatten. Es gab Lemon-Merengue und Apple Pie Eis. Nicht schlecht. Danach machten wir uns direkt auf den Heimweg und gönnten uns dann feine Bolognese Toast.

18.12.2015

Heute haben wir bis 0830h geschlafen und gönnten uns einen langsamen Start. Wir haben Fahrräder gemietet und sind damit nach Busselton gefahren. Anita ging dort mit dem Train zum Busselton Jetty hinaus und hat sich das Underwater Observatory angesehen. Reto fuhr in dieser Zeit wieder zum Van, wo er mit Foto sichten begann. Leider war das Wetter nicht so gut, so dass wir auf den Sonnenuntergang in Busselton verzichteten und dafür einen gemütlichen Barbecue-Abend verbrachten.

19.12.2015 96km

Nach dem Morgenessen machen wir uns noch daran eine Maschine Wäsche zu waschen. Wer weiss, wann es wieder mal so bequem geht wie gerade hier.
Heute erkundeten wir den Nordwesten unserer Gegend. Wir sind durch Dunsborough zuerst an die Meelup Beach gefahren, wo Anita im super schönen Meer ausgiebig geschwommen ist, und Reto Fotos gemacht hat. Weiter ging es an die Bunkers Beach, das Cape Naturaliste mit ebensolchem Leuchtturm und abschliessend noch zum Sugarloaf Rock, wo wir nochmals einige Fotos schossen. Auf unserem Rückweg machten wir noch Halt bei Simmo’s Ice Creamery, wo wir aus mehr als 50 Sorten auswählen konnten. Anita gönnte sich Passionfruit/Mango und White Malteser und Reto Burnt Caramel with Salty Caramel Swirl und Boisenberry Yoghurt. Auch an unserem letzten Abend in Busselton gibt es leider keinen sichtbaren Sonnenuntergang und so verbringen wir den Abend bei feinem Apéro und anschliessend hoffentlich feinen Spaghettis.

So 20.12.2015 416km

Um 0900h checken wir vom Beachside Caravan Park aus. Das heutige Ziel ist Albany, wo wir ja bereits letzten Mittwoch erneut bei einem Big 4 Caravanpark gebucht haben. Als erstes Etappenziel haben wir die Tree Bridge vor dem Glouster Tree bei Pemberton. Bei der Tree Bridge angekommen sehen wir allerdings nicht allzu Sehenswertes. Ein Tal mit einem Fluss und schönen Wanderwegen. Da wir ja aber keine Zeit zum Wandern haben, gehen wir bald weiter nach diesem Abstecher. Unterwegs fahren wir in einer sehr waldigen Umgebung. Mehrmals sehen wir auch, dass die Bush Fire Worker Feuer anlegen und gewisse Waldstücke explizit in Brand setzen. Der Rauch ist dann gut riechbar und teilweise auch sichtbar. Nachdem wir in Pemberton beim Information Point den verkehrten Nordpfeil auf der Übersichtskarte entlarvt hatten, war auch der Gloucester Tree nur noch knapp 4km entfernt. Eintritt wurde lediglich für das Vehicle verlangt mit 12AUD.
Am Baum angelangt, waren auch schon die ersten Touristen zu sehen, welche die um den Baum angebrachten Eisenstangen hoch kletterten. Es gab da sogar einige Kinder um die 10 Jahre alt, die zum Glück aber nach vielleicht 8 Höhenmetern wieder Rechts um kehrt machten.
Als wir dann dran waren, ging es flott die 53m hoch, wo dann eine Plattform auf dem Baum montiert war. Die Regel besagte, dass sich maximal 9 Personen auf der Plattform befinden dürfen. Interessant war, dass sich die Plattform im Prinzip über dem Hauptstamm befand. Der Hauptstamm musste also abgesägt worden sein, damit man dann mittig die Plattform installieren konnte. Erstaunlicherweise haben alle diese Verletzungen am Baum nichts anhaben können. Die Äste um den Hauptstamm blühen genauso wie bei anderen Bäumen drum herum. Es ist echt beeindruckend dort in den Baumwipfeln die Aussicht und die Luft zu geniessen.
Der Abstieg geht dann ein bisschen gemächlicher. Einerseits ist die Gefahr des Ausrutschens grösser und andererseits kommt auch noch Gegenverkehr auf. Es kommen aber mit drängeln knapp 2 Personen auf diesen Eisenstangen aneinander vorbei, da es nach Aussen auch noch mit einem Drahtgitter abgesichert ist.
Unten angelangt, steigen wir wieder in unseren Kea Mercedes um die Fahrt zum „Tree Top Walk“ fort zu setzen. Wie schon so oft, windet es stark und das Gelände ist recht hügelig. Der Preis für den Tree Top Walk beträgt 19 AUD pro Person. Hier führt der Weg über Hängebrücken in die Baumwipfel. Ca. 4 Plattformen bieten einen guten Überblick um sich umzusehen. Eigentlich eine gute Sache, da so die Flora am Boden unten von den Touristen geschützt bleibt. Passieren kann da nun wirklich nichts. Ausser dass die Konstruktion ein bisschen im Wind wackelt ist nichts zu bemerken.
Ein zusätzlicher Rundgang am Boden ergibt dann einen weiteren Einblick in die Fauna und erklärt zusätzlich Wissenswertes zu den Giant Tree’s. Einige sind sicher 400 Jahre alt. Interessant fand ich zum Beispiel, die Erklärung warum viele der Bäume so verknorpelte Beulen an diversen Stellen besitzen. Dabei handelt es sich um einen Bakterienbefall, welcher vom Baum in solcher Form abgewehrt wird. Vom Giants Tree Valley waren es dann noch ca. 110km bis zum Big 4 Middelton Beach Caravan Park.
Kurz nach 1700h kommen wir am Ziel an und sind positiv überrascht. Der Caravan Park sieht gut aus, das Office hat bis 2100h offen, hat einen kleinen Kiosk, bietet Badetücher für den Poolbereich, free Wifi und wir werden umgehend mit Infos zur Umgebung versorgt. Very nice !!
Zum Znacht gibt es Aussie Würstchen mit Salat. Mittllerweile sind die Würstchen ein bisschen besser. Beim Abwasch begegnen wir noch einem weiteren schweizer Päärchen, Angie und Daniel. Sie reisen für 4 Monate in Australien und Neuseeland umher. Ein reger Informationsaustausch findet statt und wir berichten von unseren Hotspots und sie von ihren. Und wie hätte es auch anders sein können, auch Angie ist eine Krankenschwester ;-). Knapp vor 2300h machen wir uns dann auch langsam in unsere Kojen.

Mo 21.12.2015

Am Montag ist Ruhetag angesagt. Wir gehen am Morgen einkaufen. Den Parkplatz beim City Woolworth meiden wir jedoch, da wir dort mit unserem grossen Vehikel keinen Platz finden. Doch zum Glück hat es weiter aussen nochmals einen. Dort ist dann auch das Parkieren kein Problem. Mit frischen Sachen ausgerüstet kehren wir zurück zum Campingplatz, nachdem wir noch unsere Unterwasserkamera zum entwickeln gegeben haben. Anita geht ins Meer am Middleton Beach. Es war sehr wellig und sie ging nicht weit raus. Reto begnügte sich mit dem Pool, der jedoch wegen der vielen Kinder recht überfüllt war. Zum Znacht gab es dann unser erstes selber zubereitetes Känguruh-Fleisch, welches Anita sehr gern, Reto etwas weniger gern hatte.

Di 22.12.2015 126 km

Nach unserem Frühstück sind wir gegen 1030h Richtung Torrndirup Nationalpark gefahren. Der Park liegt nahe bei Albany in ca. 20 km Entfernung. Das Wetter war nicht allzu schön, sprich bedeckt. Wir haben die Blow Holes sowie die Natural Bridge besucht. Leider war „The Gap“ wegen Bauarbeiten nicht zugänglich da abgesperrt. Der Ocean liess die Wellen sprudeln und die weisse Gischt sprudelte um die riesigen Felsen. Eigentlich könnte man dem Schauspiel den ganzen Tag lang zuschauen, wenn es nicht so arg heiss wäre.
Anschliessend fahren wir östlich von Albany und besuchen den „two Peoples Beach“ sowie den „Little Beach“. Im Little Beach gehen wir beide ins Wasser. Wir beide erleben, welche Wucht diese Wellen mit sich tragen. Ich für mich erlebe es, als ich hinausschwimme um weiter als der erste Wellenbruch vom Land gesehen zu sein. Als ich dann merke dass ich genügend weit draussen bin und nun wieder kehren muss, merke ich das es sichtlich täuscht, den Wellen einfach so davon zu schwimmen. Nachdem ich es realisiere, kämpfe ich atemlos gegen die zurückschlagenden Wellen welche mich nicht ans Land schwimmen lassen wollen. Nach einem Augenblick des Gedankens „das war keine gute Idee“, merke ich dass mich nun eine andere Welle wohlwollend mit sich trägt und später bricht als die vorangehenden. Die gibt mir Schwung um mit erneuter Anstrengung und etlichen Schwimmzügen dann die Zehenspitze am Sand zu spüren. Echt eine Wohltat wieder Boden unter den Füssen zu haben.
Nach unserem Badeabenteuer fahren wir zurück in unsere Base. Heute wird nicht selber grilliert. Wir gehen auswärts in das nahe gelegene Beach Grill. Hier kriegen wir super Chips, Burger und Steaksandwich.
Um 2000h dann ein weiterer Höhepunkt. Im Kino sehen wir „Star Wars, The Force awakens“. Das Kino ist voll und der Film überzeugt mindest mal Audio mässig. Auch Anita gefällt der Film.

Mi 23.12.215 12km

Heute war ein chilliger Tag (inklusive Airconditioning) Anita ging nochmals ins Meer, dieses Mal sogar über die Wellenbrecher hinaus. Hatte jedoch dieselben Probleme wie Reto am Vortag und musste zusehen, dass sie wieder an den Strand kam. Zum Nachtessen machten wir zum ersten Mal Schweinefleisch auf unserem Grill. Uns beiden hat es gut geschmeckt. Dazu gab es Maiskolben und Salat. Wir haben früh gegessen, da unsere zweite Kinosession bereits um 1800h startete. Heute war Mockingjay Part 2 dran. Uns hat der Film gut gefallen. Ein weiteres Highlight im Kino war jedoch die Chocobomb ;-).

Do 24.12.2015

Heilig Abend. Wir gingen noch vor dem Frühstück zmörgelen, damit wir mal frisches Brot haben. Knusprig war es nicht gerade, doch gut alleweil. Heute machen wir wieder Ruhetag und es war der erste Tag seit langem, wo es regnete. Inzwischen ist der Regen schon wieder der Sonne gewichen. Wir hören Christmas Songs und spielen Carcassonne, machen etwas Clash of Clan und geniessen das Leben. Wir haben 2 DVDs gemietet und sind schon gespannt, was sie uns bringen werden. Sie waren eher ein Reinfall. John Wick brachte aus Rache viele Menschen um und Anita musste „Priscilla, the Queen of the desert“ alleine schauen, da für Reto nicht akzeptabel.
Zum Znacht gab es „Tischgrill“ mit Garlic Prawn Crevetten, Pilzen und Schweinsfilet. Wir grillten es an unserem Campergrill. Das ganze war nicht so weihnachtlich, da wir uns wegen dem sich ankündigenden schlechten Wetter etwas beeilen mussten, und es auch zu windig für Kerzen war. Gut war das Fleisch dennoch und der Weihnachtssalat mit Silberzwiebeln statt Gewürzgurken war mal was Neues, wenn auch nicht unbedingt zu wiederholen.

25.12.2015

Auch heute war ein Ruhetag. Das Wetter war bedeckt und ziemlich frisch, so dass wir die meiste Zeit im Van verbrachten. Heute hat in Australien nichts geöffnet und auch der Caravan Park hat nur zu jeweils 2x 1h offen. Wir versuchten, mit Klaus Carcassonne online zu spielen, doch wegen Verbindungsproblemen und einem Spielfehler mussten wir das abbrechen. Nach einigen Versuchen haben wir es geschafft, mit Dädi Max per Whatsapp zu telefonieren. Zum Znacht grillierte Reto dann ein feines Rindssteak, das wir wieder zusammen mit Weihnachtssalat assen.

26.12.2015 (347 km)

Heute fuhren wir recht früh los und waren dann auch schon am frühen Nachmittag beim Waverock. Der Campingplatz war nicht so gut ausgestattet, wie unsere Big 4 Campingplätze, doch wir hatten Strom, Platz und direkten Zugang zum Waverock. Leider hatte es sehr viele Leute dort, so dass es schwierig war, schöne Fotos vom Rock ohne Touristen zu machen. So machten wir zuerst den Hyden Rock Walk, wo wir dann auf dem Gestein des Wave Rocks waren. Dieser Fels dient auch als Wasserreservoir, und so hatte es Mauern rund um den Felsen. Wir liefen dann unten am Felsen entlang auf dem Hippo’s Yawn Loop, zu der Gesteinsformation, die das Gähnen eines Nilpferds darstellen sollte. Doch ganz so schön wie auf den Fotos brachten wir es nicht hin.
Anita hatte Lust, noch den weiteren Wave Rock Circuit (ca. zusätzliche 3 km) zu laufen, und auf diesem Weg sahen wir spezielle Landschaften mit abgestorbenen Bäumen, weissem Sand ausgetrockneten Salzseen. Wir mussten unser Wasser gut einteilen, denn auch hier mochten wir die Hitze spüren. Am Abend schaffte es Reto dann, ein Foto ohne Menschen aufzunehmen, doch im Schatten war der Wave-Rock nicht mehr gleich imposant wie im Sonnenlicht. Doch wir nahmen, was wir kriegen konnten. Anita machte noch einen kleinen Schwumm im Pool, den sie sehr genoss, sie aber nach dem Tag so ermüdete, dass sie keine Lust mehr zum Kochen hatte, und so gab es dann eine Fertig Nudelsuppe für Anita und Fertig Fried Noodles für Reto, die in letzterem Fall ziemlich scharf waren.

27.12.2015 (372 km)

Die Fahrt von Hyden nach Fremantle verlief problemlos. Das tolle war, dass Sonntag war und es deshalb kaum Verkehr hatte. Auch der Wind hielt sich in Grenzen. Wir kamen bei Temperaturen um 40 Grad im Fremantle Prison an und buchten dann die „Doing Time“ und die „Great Escapes“ Tour. Wir hatten jeweils einen australischen Guide, hatten aber zusätzlich noch die Möglichkeit, mit unserem deutschen Audio-Guide das Gesagte etwas besser zu verstehen. Das Eindrücklichste war, dass das Gefängnis bis 1991 in Betrieb war. Heute gehört es zum Weltkulturerbe, doch man wäre dort nicht gerne Gefangener gewesen. Für uns war es vor allem auch sehr heiss und wir gingen immer dem Schatten nach. Nach dem Gefängnisbesuch gönnten wir uns am Cappucino Strip einen feinen Shake und ein gutes Stück Kuchen/Muffin. Am Abend haben wir dann vorgepackt und unser letztes Znacht (feine Spaghetti alla Carbonara) gekocht.

28.12.2015

Heute war unser letztes Aufwachen im Camper. Wir hatten ursprünglich in der Nacht die Klimaanlage angestellt, da das Perth-Wetter uns etwas zu schaffen machte, doch da es so laut war, haben wir uns dann doch für die Naturlüftung entschieden. Wir mussten uns auch von vielen Lebensmitteln und Campingausrüstungsgegenständen trennen, was schon etwas schmerzte. Hoffentlich konnten es andere Leute gut gebrauchen. Bei Temperaturen von 40 Grad machten wir uns auf den Weg zum Joondalup Lakeside Shoppingcenter, dem zweitgrössten Shoppingcenter Australiens, wo wir nochmals so richtig die Möglichkeit zum Geldausgeben hatten, und (im Falle von Anita) auch nutzten ;-) Nachher checkten wir im Hotel ein und fuhren anschliessend zum Kea-Center, um unseren geliebten Campervan abzugeben. Das ging problemlos und anschliessend fuhren wir mit einem toll airconditionierten Bus nach Perth Downtown. Im Visitor Center liessen wir uns noch informieren, dass wir nicht die einzigen waren, die am nächsten Tag nach Rottnest Island fahren wollten, doch immerhin kriegten wir noch Tickets für die Fähre ab Fremantle. Am Abend dachten wir schon, wir würden kein Restaurant finden, doch schlussendlich wurden wir doch noch fündig, und Anita genoss ihr erstes T-Bone Steak und Reto seinen bislang besten Ceasar’s Salad.

29.12.2015

Heute führte uns unser Weg nochmals nach Fremantle mit dem Zug. Dort haben wir ein feines Frühstück gegessen und anschliessend noch Didgeridoo Musik und 2 Bumerangs gekauft. Anschliessend sind wir mit dem Rottnest Express nach Rottnest Island übergesetzt. Die Fähre war ziemlich schnell, und so spritzte die Gischt ziemlich an die Fenster. Wir waren Airconditioniert und safe. Auf der Insel wollten wir eigentlich Fahrräder mieten, doch die waren alle schon ausgebucht. So buchten wir den Rottnest Island Explorer, einen Hop on, Hop off Bus und erkundeten so im Rundtrip die Insel. Wir stoppten an der little Salmon Bay, wo Anita mit den Goggles schwimmen ging. Das Wasser war sehr klar und ich sah viele Fische. Zwar nicht so farbig wie am Ningaloo Reef, doch schön waren sie alleweil. Es hatte auch einige farbige Korallen. Nach der halben Inselrundfahrt war unser nächster Stopp bei der Little Armstrong Bay. Inzwischen sind einige Wolken aufgezogen und es hat sich abgekühlt. Anita ging dennoch nochmals ins Wasser und genoss diesen letzten Ozeanschwumm. Beim zurücklaufen zum Busstopp sahen wir auch endlich vom Nahen ein Quokka, das sich dann auch von uns fotografieren liess. Ein weiteres Highlight am Schluss war das Simmo’s Icecream (Choc Trio und White Malteser für Anita/ Burnt Caramel und Strawberry für Reto). Wir mussten noch einige Zeit auf unsere gebuchte Fähre warten, doch wir konnten schon früher einsteigen und auch abfahren. Am Abend gönnten wir uns dann den letzten Cocktail (war nicht sehr gut) und machten uns danach ans Packen.

30.12.2015

Unser letzter Tag in Perth. Nach einem guten Frühstück mit Eggs Benedict trennten sich unsere Wege am Bell Tower. Anita ging diesen noch besuchen und hat bei der Bell Demonstration verschiedene Glocken ziehen/spielen können. Die Aussicht war schön, doch nicht weltbewegend, da der Elizabeth Quay „under construction“ war. Später wird es sicher mal sehr schön aussehen. Danach ging Anita zum Kings Park, wo sie das War Memorial und den Botanical Garden besuchte. Zurück mit dem Bus in die Stadt gönnte sie sich das letzte Glace und eine lang benötigte Pedicure. Um 17.00h waren wir dann bereit für den Bus und fuhren zum Flughafen, wo wir nun safe angekommen sind.