Tagebuch Namibia Reise 2010

Im Januar 2010 habe ich mich in Zürich an der Ferienmesse zum ersten Mal mit dem Land Namibia auseinander gesetzt. An der Ausstellung gab es einige Anbieter von Reisen nach Namibia. Das Angebot von Dreamtime mit dem Baukastenprinzip hat mich dabei am meisten angesprochen. So konnte ich mir die Route selber zusammenstellen, sowie die Art der Übernachtung, also ob Camping oder in einer Lodge. So erkundete ich mittels Google Earth Namibia und im speziellen natürlich die interessanten Zwischenstationen. Teilweise half es natürlich auch, die Panoramio Photos im Google Earth anzuzeigen, um zu sehen, wo etwas spektakuläres zu erwarten ist.
Danach habe ich die Strecken im Google markiert und kriegte so auch eine Ahnung, wie weit den die zu erwartenden Distanzen dazwischen sind. Es machte zwischenzeitlich schon richtig Spass, das Land so kennen zu lernen. Nachdem die Route im Entwurf stand, gab ich diese zur Beurteilung dem Reisebüro. Dabei ging es vor allem darum, ob die Distanzen den auch an einem Tag zu bewältigen sind. Als das Okay kam ... musste nur noch gebucht werden. Anbei nun die Destinationen an welche wir übernachtet haben und auch gleich die Reiseroute wohin uns die Reise überall durchführte.

Das ergibt 10 Mal übernachten im Zelt auf dem Camper, sowie 16 Übernachtungen in Lodges. Für die Reise selbst haben wir uns für einen 4WD Nissan DCE mit Double Cap entschieden (KEA Autovermietung). Das bedeuted, dass Camping Equipment für 4 Personen dabei ist und auch 4 Personen auf dem Dach des Nissans in 2 Zweierzelten übernachten können.

Abflug ab Zürich (29.08.2010)

Heute Sonntag, der Tag der Abreise ist nun Tatsache. Wir haben in den vergangenen Tagen schon viel organisiert und das Gepäck auf Vollständigkeit überprüft. Die Koffer haben wir bereits vor dem Abflug eingecheckt, sodass wir am Abend nur noch durch die Zollkontrolle zum Gate müssen. Um 1900 Uhr werden wir von Willy Zahner zum Flughafen chauffiert. Das macht das Reisen natürlich angenehm. Der Flieger startet um 2245h und ist somit der zweit letzte Flieger an diesem Tag. Wir fliegen mit Swiss nach Johannesburg und das einchecken verläuft fast störungsfrei. Naja einmal eine Sonnencremé über 100ml und einmal eine Niveacremé über den 100ml, welche wir dann halt zurücklassen müssen. Der Start glückt und bei leichtem Regen verlassen wir Kloten Richtung Windhoek. Die Reise dauert 10h 10' und wir legen eine Strecke von 8426 km zurück.

Ankunft Windhoek (30.08.2010, Casa Piccolo Pension)

Kurz nach 0900 Uhr landen wir in Johannesburg. Da die Koffer direkt per transit zum Anschlussflug geleitet werden, müssen wir diese auch nicht in Empfang nehmen. Bevor es nun aber weiter geht, müssen wir noch ein bisschen Geduld haben. Denn der Anschlussflug nach Windhoeck startet erst um 1320h. Dummerweise haben wir nur namibische Doller mit uns. Und im Flughafen von Johannesburg können wir uns mit diesen nichts kaufen. Es werden nur US-Dollar oder Rand akzeptiert. Und da wir nicht extra noch wechseln wollen, belassen wir es vorläufig so.
Im Flughafen kaufe ich mir noch ein Cap mit einem Sonnenschutz Tuch über den Nacken. Da ich in der Schweiz gerade kein geeignetes gefunden habe, bin ich froh dort ohne Probleme an eines gelaufen zu sein. Desweiteren ging mir durch den Kopf, bei einer nächsten Reise vielleicht eher wenige T-Shirts und so mitzunehmen. Den diese lassen sich ja auch im Reiseland kaufen und sind dann grad auch noch Souvenir und natürlich eher Unikate im eigenen Land.
So gegen 1245h startet das Boarding und anschliessend gelangen wir mit dem Bus zum South African Airlines Flieger, der uns bereits auf der Rollpiste erwartet. Pünktlich heben wir ab, bei kleineren Windturbulenzen. Auch wenn keine Wolken zu sehen sind, wirkt sich das durch die warme Thermik auf den Steigflug aus. Als wir die Flughöhe erreicht haben, ist es wieder sehr angenehm im Flieger.
Der Flug dauert keine 2h und beim Sinkflug erkennen wir schon die karge Steppenlandschaft von oben. Gebüsche zieren die Landschaft und viele geradlienige Buschstrassen durchqueren das Land und verlaufen sich teilweise in der Steppe.
Nach der Landung füllen wir noch das Einreiseformular aus und besteigen ein Taxi. Für 350N$ werden wir zu viert vom International Airport zu unserer ersten Location, dem Hotel Casa Piccolo, an der Barella Street 6 in Windhoek gefahren. Umgehend beziehen wir unsere Zimmer und geniessen eine erfrischende Dusche. Obwohl es bereits nach 1700h ist, gehen wir noch schnell zum Shop und kaufen uns einige Flaschen Mineralwasser. Schliesslich soll man die Zähne ja nicht mit dem Wasser vom Hahnen reinigen. Das Abendessen lassen wir ausfallen. Der Tag war schon anstrengend genug und es gibt noch neue Unterlagen von unserer lokalen Tourvertretung, welche natürlich noch studiert werden wollen. Und last but not least, kann ja auch gerade noch das Tagebuch nachgeführt werden ;-).

Mariental (31.08.2010, Hardap Dam)

Es ist Dienstag Morgen und wir lassen uns das Frühstück im Piccolo so richtig schmecken. Zitronen Confiture und Toast, sowie feiner Salami und sämtliche Eiervariationen stehen zur Auswahl. Anschliessend machen wir den Checkout und stellen fest, dass wir auf Grund der Sommerzeit in der Schweiz noch 1 Stunde zu früh dran sind. Naja so vertreiben wir uns halt die Zeit ein bisschen mit Conversation. Die Kinder der Pension Besitzer sind ganz aufgeweckt und sehr neugierig. Wir erfahren das Sie chupa chups lieben, obwohl diese bei ihnen Lollys heissen *smile*. Desweiteren erfahren wir auch gerade beiläufig, dass sie Schulferien haben, was uns an diesem Tag noch erleuchten wird.
Dank einem kurzen Telefon der Casa Piccolo Bestitzer, kommt uns die Kea Rental Car eine halbe Stunde frührer abholen. Eine gute Sache. Um 0930h werden wir abgeholt und es geht gerade mal ca. 5km und wir sind bei der KEA Rental Car Vertretung. Wir werden von einer kompetenten Dame (Fabioloa) empfangen und erfahren auch umgehend um was es geht.
Es ist einfach sich für einen Autovermieter zu entscheiden. Anschliessend jedoch den Papierkram zu erledigen ist eine Plagerei. Es werden viele Dokumkente zur Unterzeichnung vorgelegt und erklärt, warum man den nun noch eine Versicherung benötigt für die Reifen und die Windschutzscheibe, obwohl man der Meinung war es war schon alles in bester Odrnung. Auf alle Fälle haben wir dann noch ca. 1250 N$ zusätzlich für diese Versicherung bezahlt, welche die Standardversicherung um diese Risiken erweitert. Wie auch immer, ob es nötig war oder nicht, ich will eigentlich zu diesem Zeitpunkt eigentlich nichts damit zu tun haben und wünschte mir dies bereits im Vorfeld geklärt. Ich weiss nur eins, ich mag es nicht zu einem späteren Zeitpunkt solche Entscheidungen zu treffen.
Nachdem wir den Papierkram Phase I geklärt hatten und uns zu allem Einverstanden erklärt haben, durften wir nun endlich den Nissan 4x4 DCE Camper sehen. Naja ... der erste Eindruck war gedämpft. Viele Flickstellen und dieses und jenes was halt Schrammen hinterlies. Wir nahmen uns dem Schicksal an und kritzelten auf dem Formular die Defekte an. Die Hinterreifen waren perfekt, die Vorderreifen und die 2 Reserveräder schauten jedoch sehr abgefahren aus. Obwohl, dass wurde uns versichert, das Profil natürlich um mehr als das doppelte über Minimum war. Aber trotzdem blieb ein ungutes Gefühl, was immer man uns auch mitteilen wollte. Ich sah nur ca. 4300km vor mir und irgendwie ein banges Gefühl, auf einen Defekt. Ob dieser noch kommt, weiss ich nun auch noch nicht - hoffe jedoch nicht.
Nach dem generellen Autocheck ging es um das Camping Equipment. Auch hier natürlich dieses und jenes was es zu bestätigen oder zurückzuweisen gab. Wir entschieden uns für die 4 Schlafsäcke, jedoch nur für 2 Kissen und ohne zusätzliche Decken. Wir nahmen den Grillrost, aber nicht die Gasgrill Barbeque Vorrichtung. Der Platz im 4x4 Nissan DCE mit 2 Campingzelten auf dem Dach und 4 Koffern und 4 Rucksäcken braucht ja auch noch seinen Platz. Eines kann ich jedoch bestätigen - der Platz reicht und es klappt damit.
Was mir besonders gut gefallen hat war : Kühlschrank, Geschirr, Schlafsack (eigener Hüttenschlafsack mitnehmen), Prinzip des Zeltdaches (auch wenn nicht mehr alle Ösen vorhanden waren).
Was nicht gefiel: Auto hatte schlechte Stossdämpfer, Dieselverbrauch > 15l,

Um ca. 1230h fuhren wir Richtung Shopping Center "Maerua Mall" um unsere Lebensmittel einzukaufen. Das fahren auf der linken Strassenseite verlief unsererseits problemlos, da ich bereits schon einmal in Südafrika das Vergnügen damit hatte. In der Mall gab es einen Interspar, der eigentich alles bot, was ein Spar in der Schweiz bietet. Ob Spagethi, Landjäger, Sonnecréme oder Suppenpäckchen - man kriegt echt fast alles dort. Nach dem Einkaufen wollte ich noch meine ersten N$ vom Automaten abheben. Mit der Postfianace Card hatte ich jedoch kein Glück. Der erste Automat hatte schon gar kein Geld mehr und der Zweite klappte nur mit Kreditkarte. Zum Glück habe ich bereits in der Schweiz meinen Grundstock an Geld gewechselt. So startete unsere Tour vor 1400h Richtung Mariental.
Via Rehbok und Kalkrand fuhren wir auf einer gut asphaltierten Strasse Richtung Mariental. Vor Mariental bogen wir dann auch ab Richtung Stampried, wo wir gemäss Travelagency die Anib Lodge ohne Reservierung anfahren können. Kurz vor Sonnenuntergang, es war gerade so 1700h, standen wir vor dem Eingang zur Lodge, wo wir erfahren mussten, dass die Lodge bereits ausgebucht ist. Das tat Weh!! Kurz vor dem Einnachten und noch nie das Camping Equipment angewandt so " anzubrennen" war deftig. Wir folgtem den Rat des Wärters zur nächsten Lodge nach Stampriet zu fahren. Erneut 30km in die Kalahari Wüste lagen vor uns und das bei aktivem einnachten. Als wir bei der nächsten Lodge ankamen, erneut eine Hiobsbotschaft - "we are fully outbooked" - uff!! Hier nun wurden wir aber zuvorkommend unterstützt. Den die Receptionistin nahm sich unser an und telefonierte für uns nach einer Lösung in einer nahen Lodge. Da wir nicht weiter in die Kalahari Wüste wollten, entschieden wir uns für etwas in der Nähe von Mariental. Nach einem kurzen Telefonat, wurde uns auch die Möglichkeit für eine Campsite in Hardap Dam für 50N$ pro Person und Auto anerboten. Wir sagten natürlich umgehend zu.
In vollem Bewusstsein noch mindesten 50km vor uns zu haben, obwohl die Sonne im untergehen begriffen war, machten wir uns auf den Weg. Das wird eine Challenge werden!! Nachdem wir uns im dunkeln noch 2x verfahren haben, konnten wir schlussendlich den Eingang zum Hardap Dam Recreation Resort finden. Es war stockdunkel. An dieser Stelle möchte ich allen empfehlen, besser ein kurzes Telefon zu starten um sich über die Verfügbarkeit eines Platzes zu erkundigen. Ist es einmal zu spät, wird es hektisch und vorallem steigt damit die Unsicherheit.
Aber trotz den widrigen Umständen, liessen wir natürlich nicht locker und blieben bei unserem Vorhaben. Wir buchten kein Bungalow sondern bestanden auf unserem Campsite Vorhaben. Wir suchten uns ein nettes Plätzchen auf dem Camping und begannen umgehend in der Dunkelheit mit den Aufstellarbeiten. Und das ganze klappte trotz Dunkelheit und einem kurzen kennen lernen des Campers vor einigen Stunden problemlos. Einige Ösen waren zwar nicht zu finden wo sie sein sollten, aber wir wussten uns zu helfen. Nachdem das Übernachten sichergestellt war, starteten wir mit den Essensvorbereitungen. Da wir frische Würste eingekauft hatten, wollten wir diese auch grillieren. Das ganze haben wir dann auch mit gutem Willen hingekriegt und die Würste haben auch sehr gut gemundet. Als Krönchen noch ein kaltes Bier aus dem Kühler und schon bald konnten wir uns in die Koye legen *smile*.

NamibRand Nature Reserve (01.09.2010, Wolwedans Dune Camp)

Die erste Nacht auf dem Dach des Campers verlief eigentlich ganz akzeptabel. Ich hatte ein bisschen warm beim einschlafen, was sich dann aber im Verlaufe der Nacht verflüchtigte. Es muss so gegen 0300h gewesen sein, als ich es doch bevorzugte mich in den Schlafsack einzukuscheln. Auf alle Fälle war ich um 0520h bereits munter und meine Neugier auf den Sonnenaufgang und die Umgebung nun endlich bei Tageslicht zu sehen, lies mich früh aufstehen. Ein schöner Moment, wenn die Natur erst am aufwachen ist und lediglich die Vögel einem mit Gezwitscher begleiten. Jetzt endlich sah ich auch den Staudamm mit dem See, bei welchem wir unsere Campsite bezogen haben. Allerdings war diese Location nur spärlich besiedelt. Kaum zurück, meldete sich bereits die Sonne bereit zum Aufgehen. Ein einfach schöner Moment...
Währenddem die Sonne schon über dem Horizont empor stieg, bemerkte ich auch schon neue Gäste am Rand der Campsite. Eine Horde Paviane streifte durch die Gegend. Auf der suche nach Essbarem, kurvten diese ziellos zwischen den Bungalows umher und kippten auch den einen oder anderen Kübel aus, um etwas Essbares zu erhaschen. Interessant zu beobachten, aber vermutlich nicht wirklich toll. Aber in etwa der erste Kontakt mit der Wildniss.
Nachdem wir unser Frühstück genossen hatten, machten wir uns auch schon auf den Weg zum Checkout. Alles klappte auf Anhieb und der Weg führte uns geradewegs nach Mariental, wo wir unseren Tank als erstes einmal auffüllen wollten. Uff ... am ersten Tag haben wir bereits 100l Diesel verbraucht. Kaum zu glauben ... den es waren gerade mal ca. 400km. Tja .. es hat doch geheissen ca. 15l auf 100km. Hmm wir werden das wohl im Auge behalten müssen. Auf alle Fälle tankten wir erneut ca. 100 Liter Diesel zu 808 N$. Nach dem Tankstop führte uns die Reise via Maltahöhe und den Zarispass nach Westen. Der Weg war bis Maltahöhe asphaltiert und sehr gut zu fahren. Am Strassenrand leuchtete das Gras gelb/goldig und bot einen immer wieder fesselnden Eindruck, neben der dunklen Strasse. Ab Maltahöhe gab es dann nur noch eine Kies/Schotterstrasse. Hier ist eher ein Tempo zwischen 60km/h höchstens 80km/h zu empfehlen. Die Landschaft war erneut sehr farbig und unsere Blicke wurde immer wieder von glanzvollen Eindrücken abgelenkt.
Nach 77km ab Maltahöhe bogen wir auf die D827 ab, um zum Wolvedans Camp zu gelangen. Die letzten 20km fuhren wir über eine wirkliche Schotterstrasse, welche unseren 4x4 auf die Probe stellte, da dessen Stossdämpfer schon nicht mehr die Neuesten waren. Auf dem Weg konnten wir bereits einige Zebras begutachten und auch schon den ersten Oryx, das Wappentier von Namibia. Im Wolwedans Camp angelangt, wurden wir orientiert darüber, dass dies lediglich die Basisstation des Camps ist. Von hier aus werden die Touristen entweder zum Wolwedans Camp oder zur Wolwedans Lodge chauffiert. So parkierten wir unseren 4x4 Camper unter einem schattigen Baum und liesen uns zum Office geleiten. Hier wurden wir freundlich bedient und man fragte uns nach dem bevorzugten Getränk. Ein kühles Bier nach dieser langen Fahrt war da genau das Richtige. Nach dem Papierkram wurde das Gepäck in den Jeep verladen und wir fuhren zum Wolwedans Camp, wo wir nun 2 Nächte bleiben dürfen. Gewundrig blickten wir im Jeep voraus, wo denn nun unsere Bushcamps wohl stehen werden. Aber sie waren gut versteckt. Als Erstes fuhren wir beim Camp vom Staff (Personal) vorbei, danach beim Restaurant wo wir unsere Mahlzeiten einnehmen und dann ... dann kamen die in den Dünnen liegenden Camps zum Vorschein. Prächtig gelegen in mitten vom roten Sand und den goldig-silbrigen Büschen umgeben. Wooowwwww.
Das Bungalow ist eigentlich ein grosses robustes Zelt, versehen mit Schlafzimmer und Badezimmer, sowie natürlich einer netten Veranda. Die Fenster lassen sich mit Reisverschlüssen öffnen und danach die Plache nach oben zusammenrollen. Natürlich ist das Camp sehr massiv und wird feudal von dicken Baumstämmen zusammengehalten und auch von einem weiteren Zelt umspannt. Ebenfalls gibt es überall Mückenenetze, welche verhindern, dass bei Licht die Mücken in der Nacht ins Zelt gelangen. Untertags gibt es keine Mücken. Vielleicht einmal eine Fliege, was aber schon selten ist. Selbstverständlich gibt es auch Dusche, WC und Lavabo. Das Doppellavabo ist vorallem schön. Da man hier das Fenster ebenfalls aufrollen kann, und dann nach draussen schauen kann. So erhält man wie im Prosbekt den Eindruck von einem Bild nur schon beim Hinausschauen aus dem Fenster.
Eine kurze Pause und das Gepäck ein wenig verstauen. Denn wir haben um 1630h bereits wieder einen Termin. Die Sunset Tour auf dem Jeep wollen wir machen. Hier kriegen wir einen ersten Eindruck von der Umgebung. Es ist erstaunlich wie sich hier die Landschaft mit verändertem Lichteinfall präsentiert. Die Farben mit dem Photoapparat einzufangen ist eigentlich unmöglich. Das sollte man erleben!!
Um 1900h wird uns das Dinner serviert. Wir werden vom Chef de Service; James, dem Barkeeper; Simeon, von den Kellnerinnen; Fanny und Carolina sowie dem Küchenchef Andy Schmit bedient/versorgt. Zum Essen gibt es geräucherten Lachs, Blackhawks sowie Fisch mit Beilagen. Zum Dessert gab es eine Birne mit Schokosauce. Dazu haben wir den roten Hauswein genommen, welcher vorzüglich schmeckte. Zum Schluss noch ein Amarula, für die gute Verteilung im Bauch ;-).

NamibRand Nature Reserve (02.09.2010, Wolwedans Dune Camp)

Um 0520 Uhr bin ich aufgewacht und konnte von meinem Bett aus direkt in die Steppe schauen. Der Tag ist sogleich am aufwachen. Denn der Horizont färbt sich schon leicht vom Blau über Violett ins Rot. Während der Nacht wurde es merklich kälter. Ich denke, dass es draussen so um die 10° kalt gewesen war. Eventuell auch ein bisschen weniger. Aber dadurch konnte man auch sehr gut schlafen. Nun aber wieder zum aktuellen Geschehen. Die Sonne lugte dann so kurz nach 0600h am Horizont zwischen den Bergen hindurch und erhellte den Himmel in ihrem leuchtenden Rot. Das ganze Spektakel lässt sich bequem vom Bett aus geniessen. Auch das heisse Wasser für Kaffee oder Tee, wurde zuvor in einer Thermosflasche lautlos vor dem Zelt deponiert. So ein Instantkaffe mit einem Cookie und dieser Aussicht lässt einem dann aber nicht zulange im Bett verweilen.
Die erste Dusche im Zelt geniessen und das Frühstückbuffet erkunden, bevor wir den Day Drive um 0900h starten. Bei der gestrigen Ankunft wurden uns noch weiter führende Aktivitäten angeboten. So konnte man eine Ballonfahrt für 3950N$ per Person buchen, oder aber ein Flugzeug chartern. Das ganze Flugzeug kostete lediglich 4000N$ (somit erheblich billiger als die Ballonfahrt wenn 4 Personen mitmachen) für die kleinere Tour und 7000N$ für die grössere Tour. Die grosse Tour beinhaltet einen Flug bis zur Küste nach Walvisbay und über Sossusvley. Wir entschieden uns aber das Standard Angebot zu nutzen und die Natur hautnah zu erleben.
Unser Tour Guide Aldred chauffierte uns durch das Wolwedans Reservat. Aldred erklärte uns so einiges über die schöne Gegend. Interessant war es zu erfahren, dass zB. das Bushmans Gras von den Buschmänner genutzt wurde um zu Wasser zu kommen. Die nehmen einen Büschel dieses Grases im Morgengrauen, pressen diesen zusammen, warten bis die sich in der Nacht angesammelten Tautropfen in ihr Gefäss oder Mund rinnen. Ebenfalls war es interessant zu erfahren, dass die Samen durch einen Sperrmechanismus kurz oberhalb der Erde, vor Ammeisen schützen. Die Samen selber vermehren sich indem sie von dem Wind zu einem anderen Ort getragen werden. Ein im rechten Winkel zum Samen stehender Stiel, lässt dann den Samen im Sand verankern und durch den Wind in den Sand eindrehen. So pflanzt sich der Samen wirkungsvoll in dieser Gegend weiter. Im übrigen bleibt hier auch der rote Sand liegen, da die Büsche und Bäume mit ihren Wurzeln einen festen Grund und somit Halt bieten.
Die andere Story ist die Akazienbaum Geschichte. Diese Bäume sondern ein Sekret bestehend aus Tanin aus, welches so in etwa nach 5 Minuten ausgesondert wird, wenn zB. ein Giraffe an so einem Baum frisst. Diese Sekret welches nach faulen Eiern stinkt (ich kann es betätigen), sorgt dann dafür, dass das aktuell fressende Tier sowie weitere eventuell folgende Tiere von dem Baum ablassen. Gemäss Audred wird dies dann zu den anderen Bäumen kommuniziert, da der Wind den Geruch dann zum nächsten Baum trägt, welcher dann auch darauf reagiert. Doch die Tiere sind dann zum Teil auch wieder nicht ganz dumm .. und klappern die Bäume einfach gegen den Wind ab ;-).
Um ca. 1300h haben wir unseren Lunch beim "Hard Rock Cafe" eingenommen. Es gab Wienerschnitzel, Gurken-Tomaten Salat mit Oliven, sowie den Chewsalat und ein kaltes Bier. Das ganze schmeckte uns allen und stärkte uns für die 2te Hälfte der Tour. Die Location war interessant, da es dort wirklich grosse Steinblöcke gab. Im übrigen sollen da, in der Nähe der Berge auch einige wenige Leoparden zu sehen sein. Diese wurden allerdings ausgesetzt, halten sich aber noch immer.
Nach dem Lunch fuhren wir weiter in der Steppe und genossen die vielen unsagbar schönen Eindrücke. So kurz nach 1500h waren wir dann zurück im Camp und stossten noch mit einem kühlen Drink auf die gelungene Tour an.
Um 1900h gab es Dinner und wir wurden erneut verwöhnt. Zuerst wurde uns das Menu vorgesungen. Es ist unglaublich wie impulsiv die Darbietung der Mannschaft uns alle auch bewegt hat. Mit Tanz und Gesang zogen sie uns binnen Sekunden in den Bann. Anschliessend wurde das Menu in Englisch und in Afrikaans und in der Klicksprache erläutert. Es ist ein Erlebnis jemanden mit Klicks sprechen zu hören. Zu Essen gab es ein saftiges Stück Oryx Fleisch. MMmmmmmhhh fein .... will mehr haben.

Sossusvlei (03.09.2010, Sossus Dune Lodge)

Heute heisst es Abschied nehmen von Wolwedans Camp. Die Tage hier waren wunderschön. Die Jahreszeit im September ist sehr zu empfehlen und zählt auch zu der Hauptsaison. Sollte ich wieder einmal die Möglichkeit haben hier zu sein, so würde ich es gerne im Mai versuchen. Dann soll der Himmel noch blauer sein und vorallem gibt es dann und wann auch einmal eine Wolke am Himmel. Dies ist im September gemäss Aldred eher nicht der Fall. Nach dem wir den Sonnenaufgang nochmals in vollen Zügen vom Bett aus geniessen konnten, packten wir unsere Koffer und liessen es uns gut gehen am Frühstücksbuffet. Dieses mal orderte ich auch Scrambled Egg with Baccon. Und es war wiklich sehr fein. Um 0900h kam dann Aldred uns mit dem Jeep abholen und wir wurden ins Basecamp zurück zu unserem Camper geleitet. Da wir nur den Hauswein und Bier bestellt haben, mussten wir nicht einmal mehr etwas zusätzlich zu unserem Arrangement bezahlen. Auf Grund dieser guten News, besorgten wir uns gerade noch einige Kleinigkeiten aus dem Wolwedans Shop ;-).
Nachdem wir den Camper wieder neu geladen hatten, ging es weiter Richtung Sesriem zur nächsten Lodge der Sossus Dune Lodge. Als erstes galt es die 20km zu fahren, welche uns aus dem Wolwedan Reservat führte. Erneut sahen wir einige Bergzebras die uns "interessiert" am Wegrand beobachteten. Am Gatter angelangt bogen wir rechts ab Richtung Sesriem. Ein Weg von ca. 80km lag vor uns. Die Gegend kannten wir schon teilweise von unserem Day Trip vom Vortag, liess uns jedoch erstaunen durch die umliegenden Berge. Der Weg selbst hat uns vorallem gegen Ende sehr irritiert. Sesriem ist nicht allzu gut beschildert und wir wollten schon fast weiterfahren. Dank dem GPS und Google Earth konnten wir unsere momentane Lage jedoch schnell verifizieren und beschlossen einmal nach unserer Lodge zu fragen. Zu unserem erstaunen waren wir gerade vor den Toren ins Sossusvlei selber angelangt. Und da die Sossus Dune Lodge innerhalb des Reservats liegt, waren wir schon einmal richtig. Der Weg führte uns noch um 4.5km wieder in die Richtung von der wir gekommen sind, aber diesmal innerhalb des Reservats, also auf der anderen Seite des Zauns. Wir waren nun sehr froh, bereits um 1300h unsere neu Location gefunden zu haben.
Wir wurden vom Hotel Manager Louis Armstrong Junior begrüsst und wir konnten ihm auch umgehend die besten Grüsse von James aus dem Wolwedans überbringen. Die Welt schein klein zu sein - auch in Namibia *smile*. Er orientierte uns über die Gegebenheiten des Camps und die Möglichkeiten das Sossusvlei geführt zu besuchen. Wir entschieden uns dann auch für die guided Sunrise Tour für 500N$ per Person. Bei dieser Tour werden wir um 0400 geweckt und wir starten um 0445 zu den Sossusvleis. Im Trip inbegriffen sind Wasser, Breakfast und Softdrinks. Ebenfalls müssen wir kein Eintritt bezahlen, da wir Hotelgäste vom Sossus Dune Lodge sind, welche ja schon innerhalb des Reservats liegt. Ebenfalls profitieren wir von der Möglichkeit, viel früher Richtung Sossusvlei zu starten als die meisten, welche vor den Eintrittstoren des Reservats warten müssen.
Ebenfalls wird eine Sunsettour angeboten, welche auch 500N$ kostet und einfach die Möglichkeit bietet den Sonnenuntergang in der Sossusvlei Area zu geniessen. Dies ist den anderen Besuchern auch nicht gestattet, da diese das Reservat früher verlassen müssen. Es scheint sich also gelohnt zuhaben, dies genau vorher zu planen.
Wir bezogen den Bungalow Nummer 8 und schlossen auch umgehend sämtliche elektronischen Gadgets an, um diese wieder aufzuladen. Dies war im Wolwedan leider nicht direkt möglich. Im Wolwedan muss man die Geräte dem Guide mitgeben, damit dieser diese im Basecamp neu aufladen kann. In der Sossus Dune Lodge geniessen wir nun die Möglichkeit, Photoakku, GPS Logger Akku, Handy Akku und dergleichen aufzuladen.
Ebenfalls ein Highlight ist, dass es ein Swimmingpool im Camp gibt. Auch dieses musste natürlich ausprobiert sein. Und es tut wirklich gut, sich im kühlen Nass abzukühlen. Denn die Luft hier trocknet die Kehle und die Nase binnen wenigen Minuten aus. Es fühlt sich also schnell an wie im trockenen Winter. Das ganze einfach bei einigen Grad wärmer!!
Das Abendessen im Restaurant war ebenfalls fein. Allerdings fehlt hier schon die Klasse im Vergleich zum Wolwedans. So ist zum Beispiel immer noch die zerlaufene Butter auf unserem Tisch, die wir schon am Mittag dort stehen hatte. Der Kellner entschuldigte sich auch dafür, unternahm aber nicht wirklich etwas dagegen. Das Beef dann aber im Hauptgang war wirklich sehr fein. Also nicht viel zu meckern. So nun muss ich fertig machen, da mich die Mücken plagen. Bis bald im Tagebuch wieder.

Sesriem (04.09.2010, Sossusvlei Camp)

Es ist 0000h und der Tag hat gerade neu begonnen. Ich bin noch wach, da mich eine Mücke hartnäckig vom einschlafen hindert. Ich verstecke mich unter dem Leintuch, damit sie mich nicht erwischt. Die Luft beginnt knapp zu werden und ich luge hervor, geniesse die Luft in vollen Zügen. Doch die Freude dauert nicht lange. Keine 2 Minuten und die Mücke hat mich bereits in ihrem Zielradar erfasst und übt einen Anflug aus. Es ist kaum zu glauben. Diese Prozedur geht bis so gegen 2h, dann bemerke ich, das ich Luft erhaschen kann zwischen den 2 Betten im Grübchen .. eine Wohltat.
Endlich wird es 0400h und wir können aufstehen. Um 0435 wollen wir einen heissen Kaffee geniessen bevor wir die Sunrise Tour beim Treffpunkt Restaurant starten. Der Start der Tour beginnt mit einiger Verwirrung. Wer ist da? Wer kommt, wer ist schon gegangen, wo sind die Breakfastpäckchen, wer geht mit welchem Range Rover?? Irgendwie mit hin und her und Funk, kriegen wir noch einen Platz im Auto. Die Tour haben wir am Vortag für 500N$ pro Person gebucht. Da wir sie geführt machen, vertrödeln wir sicher keine Zeit mit Orientierung. Das Gute an der Sossus Dune Lodge ist, dass man bereits im Sossusvlei Park ist und dadurch nicht auf die offizielle Toröffnung warten muss.
Die 64km bis zum Sossusvlei dauert ein Weilchen und die Dünen zeichnen sich langsam mit fortschreitender Zeit am Horizont ab. Die letzten km sind effektiv nur mit einem Geländegängigen Fahrzeug befahrbar. Ich weiss nicht mal, ob ich wirklich mit unserem bepackten 4x4 Freude daran gehabt hätte, dahin zu fahren. Wir schaffen es auf alle Fälle ohne Probleme. Wir sehen auch dort, im Sossusvlei noch Oryxe. Das hätte ich nicht gedacht. Wie unser Guide uns erzählt, haben es diese sehr gut, da es eigentlich in dieser Gegend für die Oryx gar keine Feinde gibt. Das ist natürlich verlockend für einen Aufenthalt dort.
Wir starten die Tour mit einem Dünenwalk Richtung Big Daddy. Allerdings ersteigen wir nicht die ganze Düne, das wäre ein zu langer Walk. Wir stampfen durch den Sand so ca. 45 Minuten und geben auf unseren Weg acht. Auf drei Schritte vorwärts kommt etwa ein Schritt zurück. Es fühlt sich schon so an wie im Schnee laufen. Währenddem wir auf den Dünen unterwegs sind, organisiert unser Guide noch einen Tisch, wo wir danach das Frühstück einnehmen können. Unsere Gruppe besteht noch aus 2 Amerikanern von Pensilvania sowie 2 Italienern. Der Aufstieg ist streng, wir schaffen es aber alle. Wir warten noch kurz auf den Guide, der uns zwischenzeitlich hinterher kommt. Als er uns erreicht hat erzählt er uns noch einige Details zum Sossusvlei und Deadvlei. Grundsätzlich handelt es sich hierbei um einen ehemaligen Fluss, der an dieser Stelle in den Ocean mündete. Dieser wurde jedoch im Laufe der Zeit, auf Grund von Trockenheit und der Düne zurück gedrängt. Der Sand der Dünen kommt aus der Wüste und wird von den Meereswinden Land einwärts geweht. Gemäss unserem Guide bewegen sich die Dünen kaum, da in etwa immer die gleichen Winde vorhanden sind. Die ausgetrockneten Bäume im Deadvlei sind bereits x-tausend Jahre alt. Das trockene Klima verhindert das verroden der Bäume. Diese Bäume und der weisse ausgetrocknete Boden mit dem roten Sand im Hintergrund sowei dem blauen Himmel, lassen die traumhaften und Namibia bekannt gemachten Bilder entstehen. Der Guide macht uns daruf aufmerksam, das wir nichts mitnehmen, nichts eigenes liegen lassen sollen und den Platz möglichst unverändert wieder verlassen sollen. Das ist natürlich Ehrensache für uns.
Wir beginnen unseren Abstieg von der Düne direkt ins Vlei. Das runter hüpfen füllt die Schuhe binnen Sekunden mit dem roten Sand. Es dauert gerade ein Weilchen, bis wir ganz unten sind. Wir sind die ersten 9 Leute die das Vlei besuchen heute. Am Horizont ist noch eine Person zu sehen, welche demnächst auch ins Vlei kommen wird. Haben wir also cool gemacht ;-).
Ich kann kaum genug bekommen von dieser Scenerie und mache einige Photos. Das Deadvlei wird langsam von den Sonnenstrahlen gefüllt, die die aufsteigende Sonne über die Düne reinstrahlen lässt. Nun folgen den Bäumen auch die Schatten. Immer wieder erhasche ich einen neuen Baum im Sucher, der meine Aufmerksamkeit erregt. Die Zeit vergeht wie im Flug. So gegen ????h verlassen wir den schönen Ort und im selben Moment sehen wir auch schon die neuen Ankömmlinge, wie sie das Vlei stürmen. Es ist schon erstaunlich, dass das Vlei immer noch so wundervoll aussieht, bei den doch sehr hohen Besucherzahlen. Mit einem schmunzeln im Gesicht lassen wir sie vorüber ziehen. Nach einem 15 minütigen Marsch sind wir auch schon im effektiven Sossusvlei. Sossusvlei bedeuted übrigens "am Rand ???". Ein breiter Tisch mit unseren Frühstückspäckchen wartet auf uns, sowie Flocken, Milch und Kaffee. Leider verschüttet der Guide die Milch und so sind die Frühstücksflocken nicht wirklich mehr ein Renner. Aber wir kriegen absolut genug von dem was noch da ist. Wir können uns noch 10 Minuten im Sossuvlei umsehen, währenddem der Guide das Frühstücksbuffet zusammen räumt und wir wieder zurückfahren werden.
Bei der kurzbesichtigung des Sossusvlei, sehen wir erneut ein Oryx, sogar mit einem Jungen. Und am anderen Ende des Vleis sind noch 3 weitere erwachsene Oryxe auszumachen. Neben dem Vlei sind ca. 15 Leute damit beschäftigt die Big Mama Düne zu besteigen. Sieht nett aus von unten, muss man aber wirklich nicht unbedingt machen. Bei der Rückfahrt machen wir noch einen kurzen Halt bei der meist beachtesten Düne, der Düne 45. Diese ist so benannt, da sie am Kilometer 45 auf dem Weg ins Vlei liegt. Naja .. ein Photo ist sie schon Wert.
Wir kommen kurz nach 1100h in der Sossus Dune Lodge an. Wie am Vortag besprochen, dürfen wir nun noch schnell erneut ins Zimmer und uns duschen. Das war eine gute Idee und ich würde es wieder so arrangieren. Anschliessend gönnen wir uns noch einen kühlen Drink und bezahlen unsere Rechnung. Das nächste Ziel ist das Sossusvlei Camp. Dort wollen wir eine Nacht im Camper verbringen. An der Reception lösen wir unseren Voucher ein und wir kriegen den Zeltplatz 17 zugewiesen. Da wir bereits reserviert haben, bezahlen wir nur noch eine Taxe für das Reservat von ca. 330 N$. Gleich neben der Reception gibt es einen Laden mit einigen Lebensmitteln und Souvenirs. Ebenfalls an der Reception angeschlossen ist ein Restaurant und eine Bar. Dort kann man Frühstücken und auch ein Mittag- Nachtessen zu sich nehmen. Es gibt Wienerli, Bratwurst, Chicken oder Beefschnitzel serviert mit Pommes Frites zum essen. Die Preise sind sehr moderat und bewegen sich zwichen 45-65N$. Das Lokal sieht ganz nett aus und das Personal ist freundlich und aufgestellt.
Nachdem wir den Platz kurz besichtigt haben, tanken wir nochmals auf, damit wir dann andern Tags ohne Probleme weiter reisen können. Tanken tun wir ausserhalb des Zeltplatzes in der modernen Tankstelle mit Bäckerei. Der dazugehörige Shop ist sehr modern und scheint erst gerade aufgegangen zu sein. Das kleine Pommes Chips das ich mir dort gekauft habe, ein Tomatenchips war übrigens sehr lecker.
Anschliessend fahren wir zum Zeltplatz und starten damit unser Nachtlager aufzustellen. Wir sind dabei schon ganz routiniert und wir arbeiten Hand in Hand. Heute wird auch zum ersten Mal der Campingtisch getestet. Hmmm, mit gutem Willen können wir dem Tisch die Funktion zugestehen. Aber ein Hammertisch ist es nicht. Da die Sonne mittlerweile doch sehr heiss auf uns brennt, gönnen wir uns noch ein Bad im Pool. Der Zeltplatz hat nämlich auch noch ein Pool wo man sich wirklich gut abkühlen kann. Hätte nie gedacht dass das Wasser da so kalt sein könnte.
Im Zeltplatz hat es auch mehrere grosse Camper, in welchem ganze Gruppen reisen. So stehen dann gerne mal 10 Zelte neben so einem "Lastwagen". Eigentlich auch klar, denn die wollen alle zur Namibia Attraktion Nummer eins dem Sossusvlei.
Nach dem Bad machen wir uns ans kochen. Wir wollen das auch mal noch getestet haben, da wir in den Epupa Falls gar keine andere Möglichkeit mehr haben werden. Wir entscheiden uns für Spaghetti an einer Tomatensauce und ein paar Wienerli mit Brot. Der Gaskocher funktionierte dabei doch eher langsam. Das ganze haben wir natürlich Wassertechnisch optimiert, was bedeuted, dass wir die Wienerli gleich mit den Spaghettis gekocht haben. Was ganz nett funktioniert hat. Der Hunger ist der beste Koch und es wurde alles "rübis und stübis" leer gegessen. Auch zeitlich ist es sich ausgegangen. Die Sonne geht schon unter und es müssen nur noch die Zähne geputzt werden. Gute Nacht und danke für den eindrucksvollen Tag.

Sesriem (05.09.2010, Camp Gecko)

Es ist Sonntag Morgen und ab heute ist in Namibia Sommerzeit. Das bedeuted, das ab jetzt die Uhren in der Schweiz und Namibia gleich sind, da ja auch beide Länder Sommerzeit haben. In der Nacht haben sich schon einige Camper früh aus dem Staub gemacht. Die wollen alle, wie wir auch, früh im Sossusvlei sein. Wir konnten aber locker noch ein bisschen liegen bleiben. Wir haben uns entschlossen das Frühstück im Camp Restaurant einzunehmen. Das Restaurant sieht ganz nett aus und die Bedienung ist ganz freundlich. Wir frühstücken Scrambled Eggs with toastes bread und auch das Toasted Sandwich mit Käse und Tomaten wird ausprobiert. Der Ham (Schinken) sowie der Salami ist leider ausgegangen. Aber ... es hat auch noch feine Croissants. Anschliessend kaufen wir noch einige Sachen im Shop.
Nachdem wir den Camper wieder fahrbereit gemacht haben, verlassen wir das Sossusvlei Camp um 0930h und fahren Richtung Solitaire zum Camp Gecko. Es ist eher eine kurze Strecke und wir erwarten keine grösseren Höhepunkte. In Solitaire machen wir einen Stop, was ich nur schon wegen der schönen Dekorationen empfehlen kann. Hier tanken wir auch sogleich wieder. Lieber einmal zuviel tanken als einmal zuwenig. Wir fragen einen der Tankwärter noch nach einem Tip zur Bedienung des Wagen eigenen Compressors. Der ging nämlich nicht, als wir ihn in Betrieb nehmen wollten. Der Fehler ist schnell gefunden. Das Teil hatte eine Wackelkontakt und darum ging der Compresser nicht wirklich. Wir bedanken uns mit einem angemessenen Trinkgeld. Danach besuchen wir noch die Bakery, welche gegenüber der Tankstelle liegt. Es riecht fein und wir gönnen uns gleich einige Leckereien, sowie ein frisch gebackenes Toastbread. Im Shop gönnen wir uns noch ein kühles Getränk. Aktuell ist es sehr heiss, wie uns die Ansässigen berichten. Sogar ungewöhnlich heiss für die Winterzeit. Es gibt da übrigens viele Mineralwasser mit Geschmack. Erdbeer, Litschi, Honigmelone, Passionsfrucht, Erdbeer und und und .. und sie sind alle sehr fein!!
Um 1440h erreichen wir das Camp Gecko. Das Camp wird von Schweizern geführt und wir werden auch gleich von Luca und Heidi begrüsst. Da wir schon im voraus bezahlt haben, sind auch keine Formalitäten mehr nötig. Wir kriegen den Platz "Top of the Hill" zugewiesen. Von diesem aus überblicken wir die ganze Landschaft. Als wir da unsere Zelte spannen wollen, stellen wir fest, dass der Wind doch ganz arg windet. Wir drehen den Camper noch ein bisschen und die Zelte verschnürren wir zusätzlich noch um mehr Stabilität hinzukriegen. Und ... es klappt tip top. Gut haben wir die Zeltschnurr im Gepäck für solche Fälle. Die Sanitären Anlagen liegen 30 Meter weiter unten, wo auch eine zum Camp gehörende Bar liegt. Diese Bar ist aber vermutlich selten offen. Die Anlagen sind einfach aber witzig hergestellt. Mir fällt das Lavabo auf, welches aus einem Zinneimer besteht, sowie die Lampen auf dem Weg, welche aus einer abgeschnittenen Glasflasche bestehen, in welche eine LED/Lampe eingerabeitet wurde. Ein Bastler mit viel Herzblut muss das gemacht haben ;-).
Zum Nachtessen gibt es eine Broccoli Suppe und Ravoili mit Wienerli. Das ganze erneut auf dem Gaskocher gebruzelt. Und .. es schmeckt .. natürliuch besonders hier im "Out of Africa"!! Anschliessend schauen wir uns am Computer noch die Strecke an, welche wir bereits hinter uns gelegt haben. Und sämtliche Photos werden noch 2x gesichert, damit auch wirklich nichts schief gehen kann. Da es nun ja später dunkel wird, schreibe ich noch ein wenig Tagebuch im Zelt auf dem Dach. Die Temperatur ist übrigens sehr angenehm. Und heute quälen mich auch keine Mücken!!

Swakopmund (06.09.2010, Tina's B&B)

Wie immer bis anhin, erleben wir den Sonnenaufgang live mit. Die Sonne steigt heute über den Bergen auf, während dem wir bereits am Kaffee kochen sind. Der Frühstückstisch besteht heute aus Toastbrot, Gerberkäschen, Kellogs Müessli, Honig, Erdbeer Marmelade und Rama Butter. Natürlich gibts auch Kaffee und Tee. Und für Mami gibts noch Salami Scheiben vom Vorabend *smile*.
Wir haben vor so gegen 0830h zu starten. Denn wir wollen es verhindern, nochmals bei bereits unter gegangener Sonne an der neuen Location anzukommen. Das Zelt haben wir erneut wie im nu verpackt. Nochmals Zähne putzen und auf's Klo und wir sind startbereit. Wir melden uns ab bei der Rezeption und Fahren Richtung Swakopmund. Wir haben uns entschlossen den Namib Naukluft Park nur teilweise zu durchfahren. Wir werden nach dem Gaup Pass und dem Kusieb Pass nicht nach Süden fahren, sondern Richtung Norden via Ganab zu Bloedkoppe. Von dort dann wieder Richtung Swakopmund mit einem kleinen Abstecher auf der C28 zu den Welwitschia Pflanzen. Die Fahrstrecke ist meistens eine Kies/Schotterstrasse. Lediglich auf der C28 Richtung Swakopmund gibt es längere asphaltierte Abschnitte. Teilweise ist es wirklich sehr unruhig im Auto. Aber mit ein bisschen Voraussicht und Geduld klappt es schon. Auf Der Strecke Ganab-Bloedkoppe sehen wir nicht allzuviele Tiere. Springboecke, Strausse und ein Wildschwein sind in etwa das was man sieht.
Der kurze Abstecher zu einer Welwitschia Pflanze finde ich auf alle Fälle lohnenswert. Man braucht nur 3km von der Hauptstrasse abzuzweigen und schon bekommt man einige schöne Exemplare zu sehen. Wer die grösste sehen will, muss halt bis zum offiziellen Welwitschia Ort weiter fahren. Ich kenne diesen Ort aber auch nur aus dem Google Earth *smile*.
Auf der C28 kommen wir dann schnell vorwärts und Swakopmund kommt schon am Horizont in Sicht. Erstaunlich wie schnell wir nun runter auf 0m über Meer gekommen sind. Wir fahren auch gleich an den Atlantik und essen noch eines unserer Sandwiches die wir am Vortag alle zubereitet haben. Der Atlantik wirft grosse tösende Wellen und man spürt geradezu die Naturgewalt. Interessant ist es auch im Süden die Dünen vom weiten her zu sehen. Es ist auch klar erkennbar, dass der aktuelle Wind den Sand von den Dünen aufwirbelt.
Wir beschliessen nun noch schnell in die Stadt zu gehen. Den ich möchte noch gerne einen Memorystick Pro Duo Adapter kaufen, da ich sonst die Bilder von der Sony Kompaktkamera nicht sichern kann. Beim Einkauf werde ich dann von einem Mann noch so unglücklich ramponiert, dass ich vermuten musste, er wolle mir mein Umhänge Portemonaite entwenden. Da ich dies natürlich überhaupt nicht tollerieren kann, setze ich mich zur Wehr und sorge dafür, dass der besagte mich anrempelnde Mann zu Boden geht mit mir. Ich musste so handeln, da seine Hand bereits mein Umhängeportemonait in der Hand hatte und ich damit rechnen musste, dass er es wegziehen will. Oder aber er wollte so eine Bauchtasche mit einem Anrempeln entwenden. Anyway, da ich einen davon rennenden Einheimischen bestimmt nicht nachrennen hätte können, dachte ich, Du legst in einfach flach und lässt ihn nicht entkommen. Die Szene wirkte irgendwie komisch, da die anderen Leute glaubten ich sei umgekippt, was natürlich nicht der Fall war. Auf alle Fälle konnte ich so meine Börse sichern und der Mann verschwand dann auch umgehend, ohne ein Wort zu verlieren. Tja ... was auch immer es war, schlussendlich passierte nichts schlimmes. Im dritten Laden haben wir dann den Adapter auch gefunden.
Anschliessend sind wir in die Tina's Bed & Breakfast gegangen. Ein preiswertes sehr zu empfehlendes Gästehaus. Wir konnten hier für 250N$ je Room mit geteiltem Badezimmer eine Nacht bleiben. Das Haus ist elektronisch gegen Einbrecher gesichert und bietet alles was man braucht. Nach einer erfrischenden Dusche machen wir uns dann auch kurz nach 1800h auf den Weg zum essen. Willy, der Mann von Tina bringt uns freundlicherweise in die Stadt zu einem Restaurant. Es ist unglaublich wie freundlich er uns begleitet und uns hilft ein geeignetes Lokal zu finden. Nachdem wir am Pier den Sonnenuntergang gesehen haben und das Lighthouse am Montag zu hatte, sind wir in das Stakehouse Spur gegangen. Nach dem strengen Tag und 2 Campingnächten, darf es schon wieder mal etwas deftiges sein. Ich ordere für mich ein Pfeffer Filet 270g mit Pommes Frites. Als Starter verdrücken wir Buffalo Wings und Nachos. En Guetä. Danach geht es schnurr stracks mit Willy ins Gästehaus zurück. Danach wie jeden Tag wo es Strom hat: alle Akkus laden, Bilder sichern, Tagebuch nachführen. Es ist nun gerade mal 2147h, als ich mit diesem Tagesbericht fertig bin.

Brandberg (07.09.2010, Brandberg White Lady Camp)

Wir stehen erneut zeitig auf, damit wir um 0700h das Frühstück einnehmen können. Tina, die Besitzerin des B & B blüht richtig auf am Morgen beim Frühstück zubereiten. Wir entscheiden uns für scrambled Egg und erhalten ein perfektes Rührei mit Wurst, Speck und einer Scheibe Tomate. Als ich das erblicke, lege ich mein Joguhrt umgehend zurück. Soviel mag ich nun auch nicht wieder essen am Morgen früh.
Auf dem Programm steht heute Morgen zum einen das erneute betanken des Campers, der Einkauf, Postkarteneinwurf und noch ein Besuch in Walvis Bay. Als erstes gehen wir Einkaufen in einem Superspar in Swakopmund. Eigentlich kriegt man hier alles, was das Herz begehrt. Wir kaufen Wienerli, Ravioli, Mineralwasser mit Geschmack und ich für mich noch zwei Tomaten Chips *mmmhhhh*. Ebenfalls müssen wir noch N$ aus dem FBN Automaten rauslassen, da wir sicher demnächst wieder den Diesel bar bezahlen müssen. Ab 2011 soll dann das bezahlen von Benizin/Diesel auch per Kreditkarte möglich sein, wie ich das gelesen habe. Ob es so ist, weiss ich allerdings nicht. Dann steuern wir Richtung Walvis Bay.Wir nutzen die Möglichkeit noch kurz da vorbei zuschauen, da die Strecke von ca. 20km auf einer asphaltierten Strasse ja schnell zurückgelegt sind. Der am Strand liegende Atlantik ist schon beeindruckend mit seinen Wellen und dann noch die nebenan liegenden Sanddünen sind schon ein Hingucker. Da wir jedoch am Morgen unterwegs sind, ist noch viel Nebel und Dunst zu sehen. Der Atlantik lässt hier viel Wasser verdampfen auf Grund der Hitze der Dünen. Ich glaube das sich der Nebel erst so gegen Mittag verflüchtigen wird? Gesehen habe ich das allerdings nicht. In Walvisbay gehen wir ins Tourist Information Center und können da gleich Briefmarken kaufen und die Karten einwerfen. Zwei Fliegen mit einer Klappe. Ebenfalls erkundigen wir uns, ob wir im Brandberg White Lady Camp noch Platz haben. Sie ruft da kurz an und kriegt bestätigt, dass wir keine Reservation benötigen.
Nach einem kurzen Abstecher zum Hafen fahren, wir zurück nach Swakopmund. Wir tanken den Camper voll in einer BP Tankstelle. Man beachte, dass uns dort 6 Tankstellenwärter schon zum Einlenken herwinken. Einer nimmt sich dann dem Luftdruck, dem Putzen der Scheibe und dem auftanken an. Tja .. das heisst 5x 5N$ Trinkgeld hervor schaufeln. Sie sind aber alle sehr nett und lächeln immer. Wohl ein gutes Rezept ;-). Danach fahren wir nach Richtung Norden zum Henties Bay. Unterwegs entdecken wir auch den gestrandeten Tanker. Natürlich ist die Abbiegung bereits von Ansässigen besetzt um irgendwelche Dienste in Rechnung zu stellen. Auch am Strand warten bereits einige auf Neuankömmlinge um denen etwas anzudrehen. Wir halten ein bisschen vorher an und ich steige auf's Autodach um einige Bilder zu machen. Nicht ganz so nah aber doch genug nah für die Erinnerung.
Anschliessend geht es weiter via Uis zu der Brandberg White Lady Lodge. Als wir ankommen sind wir angenehm überrascht über die schöne Lodge. Alles sehr sauber und mit Liebe zum Detail präsentiert. Es gibt dort 2 Swimming Pools, einen Garten, einen Garten mit Kakteen und einigen Vögeln. Die Lodge ist auch bekannt für die Besichtigung von Wüstenelefanten. Wir buchen unsere Campsite für ca. 300N$ und können uns einen geeigneten Platz aussuchen. Die Plätze haben einen Grill, Wasseranschluss und einen Abfallkübel. Selbstverständlich hat es auch Toiletten und Duschen in der Nähe. Die Mehrheit der Plätze haben einen Schatten spendenden Baum in der Mitte. Wir suchen uns einen schönen Baum, welcher viel Schatten hat und auch ein bisschen grün aussieht. Das Zelt ist trotz energischem Wind bald aufgestellt. Wir beginnen auch schnell mit kochen, da wir bereits kurz vor 1700h haben. Wir kochen eine Broccoli Suppe, braten unsere Springbock Steaks und als Beilage Brot und Gurkensalat. Das ganze dauert immer ein Weilchen, da der Gaskocher doch einiges an Zeit benötigt um die benötigte Hitze zu erzeugen. Dies vorallem bei starkem Wind, den wir immer noch haben. Die Suppe schmeckt wie schon früher tadellos und auch die Steaks haben wir Medium Style gebraten.
Die Zeit rast wie im Fluge und wir haben bereits mit dem Abwasch begonnen. Es war 1900h, als ich während dem abtrocken so geradeaus schaue und mich frontal ein Elefant anschaut. Unglaublich!! Dieser steht 25m vor uns, währenddem wir abwaschen und nicht gerade leise sind. Niemand hat bemerkt, wie der Elefant am Nachbarbaum sich die saftigsten Blüten/Früchte von den Bäumen holt. Ich bleibe ganz ruhig und versuche den Moment umgehend mit der Kamera festzuhalten. Natürlich ist einem in so einem Moment auch ein bisschen mulmig. Ist es doch nur einen Katzensprung. Die Lady an der Reception hat uns aber vorgewarnt und gesagt, wir sollen in so einem Fall einfach ruhig bleiben. Der Elefant würde dann schon nach einem Weilchen das Weite suchen. So ist es dann auch. Natürlich laufe ich ihm nicht nach. Den ein einzelner Elefant ist meistens ein Bulle und diese können doch auch anders, wenn man ihnen zu arg auf die Pelle rückt. Buah .... damit hätte ich nicht gerechnet.
Wir verarbeiten den Moment erst einmnal und wir schauen uns das soeben erlebte auf der Kamera an. Wir machen auch gleich weiter mit den Haushaltarbeiten, denn es wird immer dunkler. Als es bereits dunkel ist, wir uns schon parad gemacht haben um in die Zelte zu huschen, kommt uns jemand entgegen mit einer Taschenlampe. Dieser Jemand stellt sich als Beat vor, und wir merken nach einigen Sätzen, dass er auch von der Schweiz ist. Schnell erklärt er uns die aktuelle Lage. Am Vortag war bereits eine Herde von 15 Elefanten im Camp. Diese haben sich an den Bäumen verköstigt und unter anderem an 2 Campsite Plätzen. Die Plätze waren danach ziemlich havariert. Havariert bedeuted, das die Äste der Bäume runtergerissen waren und teilweise der Wasseranschluss demoliert war. Unter anderem war auch unserer Baum in der vorherigen Nacht von de Elefanten belagert worden. Der Grund läge darin, dass der Baum grün ist und reife Früchte trägt, welche die Elefanten sehr mögen. Beat meint, ob wir nicht einen anderen Platz suchen wollen. Wir überlegen nicht lange und gesellen uns in die Nähe vom Platz wo Beat und seine Kumpels das Lager haben. Denn sie verfügen über ein Lagerfeuer, was ein sicheres Mittel gegen Elefanten Besuch ist.
Wir packen die sieben Sachen in den Camper, hieven die Leitern hoch und fahren mit ausgebreiteten Zelten 3 Campsites weiter bis zum Platz von Beat. Beat selber informiert noch einen weiteren Camper von dem Geschehen von gestern. Auch diese gesellen sich dann zum Platz von Beat. Buah ... nun scheinen wir also eine sichere Stelle zur Übernachtung gefundnen zu haben.
/ Beat und seine Gruppe besteht aus ihm und seinem Bruder, sowei 2 Guides. Sie machen eine Offroad Trail Tour mit ihren Motorrädern. Werner ist der Guide der Tour und der Spezialist für alle Namibia Belange. Wir entscheiden uns noch ein wenig am Lagerfeuer der Offroader zu sitzen, bevor wir ins Bett gehen. Viele Geschichten werden noch erzählt, bevor wir zu Bett gehen. Der Tag war ein richtiger Knüller mit dem unerwarteten Besuch des Elefanten während dem Abwasch. Was wir wohl sonst noch alles erleben werden ??!!

White Ladey (08.09.2010, Mowani Mountain Camp)

In der Nacht hat es wieder angenehm kühl. Okay einige würden sagen kalt. Um ca. 0630h kriechen wir aus unseren Zelten. In der Nacht wurden wir nicht mehr von Elefanten überrascht. Zum Frühstück gibt es, Tee, Kaffee, Toastbrot, Honig, Erdbeerkonfiture, Gerberkäsli und für Mami noch ein bisschen Fleisch. So gegen 0900h verlassen wir die Brandberg White Lady Lodge. Unser Weg führt uns gerade mal ca. 20km zur Brandberg White Lady wo die Felszeichnungen zu sehen sind. Als wir ankommen werden wir auch schon erwartet. Nachdem wir den Eintritt bezahlt haben, werden wir von einem Guide begleitet. Unterwegs sehen wir einige Büsche, Pflanzen und Bäume. Da gab es eine Cypress, Papyrus, Eucalyptos sowie ein Rhizinuspflanze. Es gibt auch eine holzartige Staude/Baum, der nur gerade hier vorkommt.
Wir laufen in etwa 3km hin und anschliessend wieder zurück. Es ist zu meinem Erstaunen noch anstrengender, als ich gedacht habe. Der Sand, das Kies und die Wärme kosten doch ein bisschen Energie. Als wir ankommen, sehen wir an einem einzigen Stein die besagten Zeichnungen. Diese sollen so ziemlich alt sein. Zwischen 2000 und 5000 Jahren. Auf Grund der Einfachheit der Gestalten sind diese noch ganz interessant. Es hatte Zeichnungen von Springböcken, Giraffen, Straussen, Pavianen, Männern und Frauen. Die älteren waren nur einfarbig und die jüngeren vierfarbig. Der Guide erzählt uns noch, dass es hier im Februar regnet und das Tal dann von Wasser überflutet wird. Zu dieser Zeit gibt es keine Führungen.
Anschliessend fahren wir nach Uis zurück um unseren Tank und die 2 Reserve Kanister zu füllen. Die Kanister füllen wir nur mit je 15 Litern, da diese sonst zu voll sind. Dann kann es los gehen Richtung Mowani Mountain Camp.
Nach ca. 130km kommen wir um ca. 1530h im Mowani Mountain Camp ("Platz der Götter") an. Wie üblich empfängt man uns ganz herzlich und reicht uns als erstes ein Erfrischungs Tuch sowie einen kalten Eistee. Wir erfahren was wir hier alles unternehmen können und wann wir wo sein müssen. Wir entscheiden uns für den kommenden Tag eine Day Drive Tour für 500N$ je Person zu buchen. Die Tour wird uns in den Busch führen und wir sollten Gelegenheit haben einige Tiere zu sehen. Wir haben Halbpension gebucht und können Frühstücken von 0700-0900h und das Abendessen wird um 2000h serviert. Zuvor gibt es noch die Möglichkeit auf dem View-Point um 1800h den Sonnenuntergang mit einem Drink zu celebrieren.
Wir schauen uns einmal die Tents mit den Nummern 7 & 8 an , in welchen wir die nächsten 2 Nächte verbringen. Die Zelte sind idylisch in den runden grossen Steinbrocken versteckt und bieten alles was man braucht. Dusche, Lavabo, WC, Schreibtisch, Kommode mit Kaffee und Tee, eine Veranda mit Tisch und Stühlen, sowie natürlich einen wundervollen Blick vom Bett aus in die Landschaft. Und .. fast hätte ich es vergessen, 2 Steckdosen um Devices aufzuladen.
Als erstes heisst es nun aber, die Gelegenheit nutzen und das eine oder andere Kleidungsstück waschen. Wenn man 4 Wochen unterwegs ist, kommt man kaum drum rum, wenn man nur einen Koffer mitnehmen kann. Nach 45 Minuten ist aber auch das erledigt.
Der Sonnenuntergang ist recht schön, da wir heute Wolken am Himmel haben. Die Stimmung und die tollen Farben auf einem Photo festzuhalten ist aber doch fast unmöglich. Soviel Dynamik ist selten in einem Photo. Nachdem wir den Untergang fast 45 Minuten bestaunt haben, gehen wir nochmals ins Zelt, bis es um 2000h das Dinner gibt. Zum Nachtessen erhalten wir eine kräftige Zwiebelsuppe (exzellent) und zum Hauptgang ein Oryxsteak mit Bohnen, Reis und Kürbis als Beilage. Das Fleisch ist sehr fein. Die Portion allerdings eher klein. Zum Glück gibt es noch einen Cheesecake als Dessert.

Twyfelfontein Gebirge (09.09.2010, Mowani Mountain Camp)

Um 0600h haben wir den Wecker gestellt, da wir pünktlich um 0700h frühstücken wollen. Den um 0730h startet bereits unsere Tour. Heute bestelle ich mir fried Egg mit Bacon und esse noch einen Toast. Unser Tour Guide Moses holt uns pünktlich um 0730h ab und unsere Tour mit dem offenen Geländewagen kann beginnen. Es ist noch ziemlich kalt und wir sind froh unsere Jacken mit uns zu führen.
Kaum um die Ecke gebogen, kriegen wir schon etwas erzählt über die weissen Bäume, welche zwischen den roten Steinen zu sehen sind. Die Bäume sind nicht etwa tod, wie man meinen möchte, sondern sie leben. Diese Bäume nehmen in der Regenzeit das Wasser via die Blätter auf, welche dann das Wasser zum Stamm leiten. Das Wasser wird also im Stamm gelagert. Der Baum verliert dann die Blätter um Wasser zu sparen. Ebenfalls nützt im die weisse Farbe, da diese das Sonnenlicht reflektiert und er so auch Wasser sparen kann. Einfach gewieft, was die Natur sich alles ausdenkt.
Bei Wolken besetztem Himmel, cruisen wir mit dem Geländewagen durch die Gegend. Allzuviel Tiere sehen wir im ersten Moment nicht. Ein Strauss da, ein Steenbock dort und ein Mal zwei Schakale. Unser Ziel ist jedoch der Elefant Highway. Der Ort also, wo die Wüstenelefanten sich hindurch bewegen. Das ist ein Flussbett, welches im Normalfall nur im Dezember Wasser führt. In den restlichen Monaten ist es trocken. Moses, der Guide checkt stets den sandigen Boden nach Spuren ab. Er sucht Fussabdrücke oder Elefantendung. Auf Grund des Dungs, kann er schnell herausfinden, wann ein Elefant an der Stelle gewesen sein muss. Sieht er dann auch einen schönen Fussabdruck, weiss er die Richtung, in welche dieser gegangen ist. Ist der Dung gelblich, grünlich; eventuell noch mit einem feuchten Flecken versehen, kann der Elefant nicht mehr weit sein. Wir kurven von links nach rechts, halten Ausschau nach dem Grauhäuter und es dauert so ca. 45 Minuten, bis wir den ersten Bullen sichten. Wow ... da ist er nun! Ein friedlicher Bulle, der seinen Hunger mit den Blättern und Ästen in den hohen Bäumen stillt. Ab und zu reisst er einen Ast mit seinem Rüssel herunter und führt dann das Gestrüp in sein Maul. Auch sein Atem ist ab und zu zu hören. Und wenn er wieder mal eine Dungmarke setzt, so bekommen wir das mit einer Zeitverzögerung von 20 Sekunden mit. Nicht zuletzt, weil wir natürlich dem Elefanten in der Gegenwindrichtung folgen. Moses hat dies kurz vorher mit einem bisschen Sand in die Luft werfen ausgelotst.
Nachdem wir die 2 Bullen eine Zeit lang beobachtet haben, fahren wir weiter im Elefanten Highway. Wir werden auch schnell fündig und sehen neuen Dung und neue Spuren. Diesmal auch kleinere Elefantenfüsse. Wir folgen den Spuren und kommen neben dem Flussbett in ein bisschen unwegsames Gelände. Das Gelände ist vorallem schlecht mit dem Geländewagen zu durchqueren, da es überall kleinere Hügel hat, die es schwierig machen zu fahren. Wir machen ein bisschen einen Bogen, um den Elefanten nicht zu nahe zu kommen und dadurch weniger aufsehen zu erregen. Neu positioniert können wir die Tiere sicher beobachten. Was tun sie - natürlich fressen ;-). In einer Ruhe krallen sie sich das Grüne von den Bäumen mit dem Rüssel und stopfen es in sich hinein. Im übrigen hat ein Elefant nur einen grossen und einen kleinen Magen. Das was er frisst wird schnell verwertet und somit auch schnell wieder ausgeschieden. Ein Glück für uns, da wir sie so schneller finden können.
Danach entschliessen wir uns zurückzufahren und unterwegs noch im Busch eine Kaffeepause zu machen. Eine gute Idee. Doch bevor wir noch zu unserem Kaffee kommen, sehen wir erneut eine Gruppe Elefanten von etwa 10 Stück. Auch zwei junge Elefanten sind dabei. Sie kennen sich aus und steuern schon von weitem sichtbar auf die künstliche Wasserstelle zu. Dort warten auch schon einige Wagen auf sie. Dies stört die Elefanten allerdings wenig. Sie nehmen den Brunnen in Beschlag und trinken bis ihre Bäuche zu platzen drohen. Imposant zu sehen, wie sich 8 Elefanten um so eine Wasserstelle Reihen und trinken. Die zwei kleinen Elefanten haben eine Wasserstelle mit niedrigem Rand, sodass auch sie zum Zuge kommen. Ihre Rüssel reichen bei weitem nicht für die grosse Wasserstelle.
So nun aber genug gesehen und wir fahren langsam zu unserem Camp zurück. Beim Rückweg noch schnell die versprochene Kaffeepause und so sind wir dann auch gegen 1330h wieder im Camp. Buah das war ein erlebnisreicher Trip!!
Danach im Zelt wiederum alle Photos sichern und dann die Badehose montieren und ab in den Pool. Das Wasser ist sehr kalt und somit auch sehr erfrischend. Um 1530h geniessen wir noch gratis Kaffee und Kuchen. Die Roulade schmeckt vorzüglich!! So nun hab ich gerade noch ein wenig Zeit das Tagebuch nachzuführen.

Opuwo (10.09.2010, Opuwo Country Hotel)

Heute verlassen wir das Mowani Mountain Camp. Erneut stellen wir unsere Wecker auf 0610h. Wir möchten das Camp rechtzeitig verlassen, da wir eine grosse Etappe vor uns haben. Um 0700h frühstücken wir nochmals gediegen mit Spiegelei und Speck. Danach erhalten wir noch unser gestern bestelltes Lunchpaket, welches wir unterwegs als Verpflegung nutzen können. Um 0800h haben wir bereits ausgecheckt und wir verlassen das Camp in Richtung Norden.
Erstes Ziel ist Sesfontain, wo wir beabsichtigen unseren Tank zu füllen. NOch bevor wir Sesfontain erreichen, sehen wir Springböcke und Oryx unterwegs. Ebenfalls und zum ersten Mal, sehen wir kommt uns auch ein Giraffe. Sie frisst genüsslich die Blätter von den Bäumen währenddem wir sie fotografieren. Also hier hätte ich nun noch nicht mit einer Giraffe gerechnet.
Die Lnadschaft wechselt immer wieder ihr Aussehen. Einmal sind viele grüne Büsche in sandigem roten Boden zu sehen, dann wir der Boden steinig, oder aber es mischt sich wieder das gelbe Gras dazwischen. Immer öfter sind auch Bäume zu sehen. Diese begleiten uns dann auch kurz vor Sesfontain regelmässig. In Sesfontain müssen wir die Tankstelle geradezu suchen. Es gibt da wohl ein Signet mit den Aufschrift "Engen", wir sehen aber nicht wirklich etwas, was danach aussieht. Trotzdem, wir wollten schon umkehren, erscheint da ein Häuschen und ein Unterstand, was eventuell eine Tankstelle darstellen könnte. Und ... so ist es auch. Umgehend kommen eine Frau und ein Mann, um uns zu bedienen. Wer hier Benzin tanken will, hat allerdings Pech. Den es gibt nur Diesel. Ich erkundige mich, wieviele Autos im Schnitt vorbei kommen im Tag. Er meint so etwa 4 Stück. Tja das ist wirklich nicht viel. Das tanken dauert ein ganzes Weilchen. Der Diesel wird wohl mit einer etwas schwachen Pumpe angesogen. Aber kein Problem, solange wir den Tank gefüllt kriegen ist alles bestens. Nach 30 Minuten sind wir auch schon wieder auf dem Weg. Wir fahren über den Joubert Pass nach Opuvo. Hier ist die Strecke nicht mehr ganz so schön wie zuvor. Teilweise fahren wir durch ein Flussbett in den Bergen. Ebenfalls gibt es einen erheblichen Anstieg, welchen wir mit unserem Camper nicht das erste Mal bezwingen. Auch beim 2ten Mal kriegte ich es nicht hin. Wir haben schon bedenken, das wir es unter Umständen gar nicht schaffen. Es ist so steil im Hang, dass die Handbremse den Camper nicht im Hang vermag zu halten. So ist es auch nicht möglich im Hang erneut anzufahren. Wir müssen erneut rückwärts runter manövrieren wo es ein bisschen flacher ist. Dort beraten wir, essen kurz etwas von unserem Lunch, damit sich auch die Kupplung ein wenig erholen kann. Danach nimmt mein Vater das Steuer in die Hand. Moni und Mami laufen den Berg hinauf, während ich mit Papi versuche den Camper über den Berg zu steuern. Und siehe da, mein Vater zeigt sich einiges geschickter als ich und er meistert das steile Stück. Buah ... das wäre geschaft.
Erneut geht es weiter und wir fahren durch die schwarzen Kuppen. Der Name kommt wohl davon, dass es viele Bäume in den Hängen gibt und die Hänge teilweise schwarz von den Steinen oder Bäumen scheinen. Neu hat es auch Termitenhügel am Strassenrand. Teilweise sind diese weiss oder rot und haben eine Grösse von 1.5m. Einige suchen dabei den Schatten der Bäume und bauen ihren Turm direkt am Stamm. Ansonsten ist die Landschaft eher karg und langweilig. Es gibt auch höchsten Kühe und Ziegen zu sehen. Darum versuchen wir möglichst reibungslos die Kilometer abzufahren.
In Opuvo angelangt fahren wir Richtung Osten ein bisschen in die Stadt hinein. Es ist viel los und viele Leute tummeln sich. An der Tankstelle hat es eine richtige Warteschlange, sodass wir beschliessen erst Morgen aufzutanken. Es hat auch einige Himba Frauen darunter welche sich wie die anderen Leute halbnackt auf den Strassen stolzieren. Ein bisschen mumlig ist es einem schon, da man doch sehr beäugt wird und man das Gefühl hat, alle wollen etwas von einem. Zumindest geht es mir so. Wir beschliessen das Opuvo Country Hotel zu suchen und dort zu übernachten. Wir finden es auch und fahren einen steinigen Feldweg den Hügel empor. Es ist sehr heiss und wir entschliessen uns darum eine Lodge zu mieten. Die Campsites haben keinen Schatten und das wäre nun einfach kaum auszuhalten. Das Doppelimmer kostet mit Frühstück 1280N$. Nicht billig, aber wie es scheint zahlen die Leute den Preis *smile*. Wir geniessen noch die 2h bis zum Einnachten und freuen uns, dass wir die 377km ohne Zwischenfall hinter uns gebracht haben.

Epupa Falls (11.09.2010, Omarunga Camp)

Ein neuer Tag bricht an und wir gehen mit knurrendem Magen zum Frühstücksbuffet der Opuwo Country Lodge. Das Buffet gefällt sehr und bietet allerlei um sich zu verköstigen. Ich selbst nehme mir weises Toasbrot mit Butter und Konfitüre. Damit es noch ein bisschen länger hinhält gönne ich mir noch ein Müesli. Natürlich hat es aber auch Eier in allen Variationen sowie Speck, Würste und sogar eine Art von Rösti *smile*. Die Aussicht über den Swimmingpool während des Essens gefällt. Die Sonne geht gerade auf und lässt die Landschaft in weiche morgentliche Farbtöne erheben.
Frisch gestärkt setzen wir unsere Fahrt fort und gehen als erstes tanken. Ebenfalls benötige ich noch Cash um die nächsten Tage sorgenlos zu bleiben. Beim Tanken prüfen wir den Luftdruck und den Ölstand. Erneut wird unser Camper bestens von 3 Leuten umsorgt. Und jedem sei ein kleines Trinkgeld zu gönnen. Unmittelbar Südlich der BP Tankstelle hat es auch einen Lebensmittelladen und eine Bank. Zum Glück ist es eine FNB Bank. Den bei diesen Banken kann man ohne Probleme mit der Postcard abheben. Welch ein Luxus!! Im Laden decken wir uns noch mit frischem Tostbrot ein, viel Wasser mit und ohne Geschmack. Auch unser Suppendepot und Wienerli Vorrat wird erneuert. Schliesslich stehen uns nun 3 Tage Camping bevor. Und wer weiss was es in den Epupafalls alles zu kaufen gibt? Nachdem wir auch dem Jungen der unser Auto zusätzlich noch bewacht hat, 2N$ Trinkgeld gegeben haben, geht es Richtung Norden.
Wir haben 187km Fahrt vor uns. Bevor wir gestartet sind, war ich bezüglich der Strassenbeschaffenheit sehr skeptisch. Ich habe mit viel schlechteren Strassen gerechnet, als wir dann effektiv vorgefunden haben. Die Strasse hinauf zu den Fällen würde ich als gute Kiesstrasse bezeichnen. Wir konnten flott im Druchschnitt zwischen 75 und 85 km/h fahren. Immer wieder gibt es allerdings die Warnschilder, welche Senkungen anzeigen, die ab und zu die Stossdämpfer des Autos auf die Probe stellen könnten. Wir bremsen aber immer zeitig ab, um ja keinen Reifenschaden oder Schaden anderer Art zu provozieren. Die Landschaft wechselt immer wieder mal ein klein wenig ihr Aussehen. Sie ist aber vorwiegend von kleineren Bäumen und Sträuchern besetzt. Allerdings wechseln zum Beispiel die Farben der Strassen vielfach zwischen; rot, grau, weiss, je nach Beschaffenheit der aktuellen Steinart. Wir sehen auch viele Rinder und Ziegenherden. Auch kommt es immer wieder mal dazu, das sich Himbafrauen am Strassenrand bemerkbar machen. Sie möchten den Reisenden auf sich aufmerksam machen und ihnen etwas verkaufen oder einfach für ein Trinkgeld für ein Photo zur Verfügung stehen. Auch wir halten einmal und machen ein hübsches Photo eines Himbamädchens. Wir bezahlen ihr 20N$ und sie ist damit einigermassen zufrieden.
Um ca. 1220h nach 3-stündiger Fahrt erreichen wir das Camp Omarunga, welches unmittelbar rechts neben dem Epupa Falls Camp liegt. Das Epup Falls Camp ist ein klein Wenig näher an dem Ort, wo das Wasser den Fall runter stürzt. Ich persönlich finde aber das Omarunga Camp ein bisschen schöner, da es baulich schöner gefertigt ist mit den schönen Steinmauern. Im Camp angelangt, werden wir von Andrew herzlich empfangen. Da wir alles im voraus bezahlt haben, kriegen wir den Zeltplatz auch umgehend zugewiesen. Wir kriegen Platz Nummer 4, welcher direkt am Kunene Fluss liegt. Traumhaft... nur ein Palmenstamm trennt den Platz gegen den Fluss. Das Panorama zeigt direkt auf den Fluss und die Palmen auf der anderen Flussseite. Ein guter Platz um hier 2 Tage zu verbringen. Andrew sagt uns auch gleich, das wir auf der anderen Flussseite Krokodile sehen können. Vorallem am Abend sind diese zu sehen. Ebenfalls am Abend kann es sein, dass der Kunene ein bisschen ansteigt, wenn auf angolischer Seite beim Staudamm ein wenig mehr abgelassen wird. Interessant!!
Wir stellen unseren Camper direkt am Fluss auf und binnen 10 Minuten stehen beide Zelte inklusive Seitenfenster. Wir suchen einen schattigen Platz für unseren Tisch und gönnen uns erst einmal einen kalten Eistee. Erneut haben wir ein Etappenziel erreicht. Nach einer kleinen Rast gehe ich mit Monika die Epupa Falls erkundigen. Dazu verlassen wir das Camp und laufen ca. 800m am Epupa Camp und den Souvenierständen der Himbafrauen vorbei. Schon sehen wir das Wasser die Fälle runter tosen. Das Geräusch vom Wasser hört man auch vom Camp aus. Nun aber sehen wir die Gischt des Wassers in den Felsen runtertoben. Ein idylischer Anblick. Wir bestaunen auch die Baobab Bäume, die sich an den Felsklippen befinden. Erstaunlich das diese grossen Bäume den Halt finden. Ansonsten ist das Gelände ziemlich von Geissen belagert, die von den Einheimischen hier auch zum Weiden gebracht werden. Was allerdings nicht zu störend ist. Schliesslich müssen die von dem Leben, was das Land ihnen gibt. Ich klettere ein bisschen in den Felsen rum, da ich unbedingt noch ein Photo schiessen möchte, wo man sieht wie das Wasser in etwa in die Tiefe stürzt. Nicht ganz ungefährlich, da die Felsen schon recht ausgewaschen vom Wasser sind.
Nach der Erkundungstour, teste ich das Schwimmbad, welches es in unserem Camp gibt. Der Pool sieht tip-top aus und die Umgebung ist sehr sauber. Es hat hervorragende Liegen sowie Sonnenschirme. Ebenfalls gibt es noch eine Bar mit TV und einen Grill. So lässt es sich aushalten.
Wie gewöhnlich so kurz vor 1700h starten wir mit dem Nachtessen. Es gibt erneut eine Suppe mit Nuddel und Wienerli. Natürlich nehme ich mir noch einen scharfen Senf und die Peri-Peri Sauce. Ebenfalls haben wir noch das frische Toastbrot, welches wir in Opuwo gekauft haben. Erneut gehen wir zeitig zu Bett, was in etwa so gegen 2000h ist.

Epupa Falls (12.09.2010, Omarunga Camp)

Die Nacht war sehr warm. Erst gegen 0500h verspürte ich eine gewisse Kälte und benutzte den Schlafsack als Decke. Ich denke das Thermometer ging kaum unter 13°. Heute haben wir ja Sonntag und wir nutzen den Tag, welcher auch gerade die Halbzeit unserer Trips markiert,als Ruhetag. So haben wir heute keine Pläne. Nach unserem Campingfrühstück, geniesse ich die Zeit am Pool mit meinem Buch "Die Goldschmiedin".
Heute werde ich zum dritten Mal von einem Jungen gebeten, ihm doch etwas für seine Marathon Karriere zu spenden. Konkret geht es darum, dass er dringend neue Schuhe benötigt um zu trainieren. Da er so hartnäckig dran blieb, unterstütze ich ihn mit 50N$ und wünsche ihm viel Glück. Ebenfalls gehen wir nochmals zum Souveniershop, um einige Mitbringsel für die Daheimgebliebenen zu erstehen. Ich kaufe zwei Armbänder welche ich dann meinem Patenkind schenke. Hier treffen wir meinen Marathonläufer nochmals. Er schenkt mir ein Horn von einem Springbock, welches er für mich aus dem Fluss gefischt hat. Ich nehme nach einem ersten verneinen sein Geschenk wohlwollend entgegen und bedanke mich. Natürlich muss ich das noch in einem Photo festhalten. Die Leute sind hier wirklich sehr friedlich. Okay ... sie sind schon auch ein bisschen aufsässig, da sie einem gerne einen Dienst für ein Entgeld anbieten. Ein positives Beispiel ist hier aber, dass man seine Wäsche zum waschengeben kann. Echt eine gute Möglichkeit seine Wäsche auf Vordermann zu kriegen. Auch Feuerholz und Guided Tours werden einem mehrmals angeboten.
Den Tag geniessen wir weiterhin am Pool mit einem interessanten Buch. Wir nutzen auch die Gelegenheit die letzten Tage ein bisschen Revue passieren zu lassen. Durften wir doch so vieles in sehr kurzer Zeit erfahren.

Otjovasando (13.09.2010, Hobatere Lodge)

Montag, die dritte Ferienwoche beginnt. Heute fahren wir zurück nach Opuwo und von Opuwo weiter zum Hubatere Camp. Um 0805 verabschieden wir uns von Andrew dem Omarunga Camp Inhaber. Wir bedanken uns für die guten Bedingungen im Camp und sagen, dass wir das Camp ruhigen Gewissens weiter empfehlen können. Vielleicht das nächste Mal sogar in einer seiner Lodgen, die direkt am Fluss liegen. Die Sanitären Anlagen im Camp sind auf alle Fälle Tip-Top.
Zuerst führt uns der Weg zurück nach Opuwo. Das heisst also 187km Richtung Süden. Dort tanken wir erneut auf. Es macht einfach Sinn, den Tank wenn immer möglich aufzutanken. Wir gehen auch erneut in den Lebensmittelladen um unsere Getränke Vorräte aufzufüllen. Danach fahren wir auf der asphaltierten Strasse erneut südlich zum Hobatere Camp. Das Camp liegt 60km vor Kamanjab. Zuerst biegen wir zum Tor der Hobatere Lodge, lesen aber dann am Tor, dass wir für das Camp noch 1km weiter fahren müssen. Aha .. so nehmen wir halt den Kilometer noch. Das nächste Gatter ist nicht mehr ganz so schön wie das vorherige. Ein Wärter wartet aber bereits auf Camper und wir besitzen ja eine Reservation. Nachdem der Voucher kontrolliert ist, sagt uns der Wärter, dass wir den Platz 1,3 oder 6 nehmen können. Ebenfalls klärt er uns auf, dass wir hier in der Wildniss sind und wir uns auch dementsprechend verhalten sollen. Wir sollen in der Nacht beim Camper bleiben und sobald es eindunkelt nicht mehr umher laufen. Es könne durchaus sein, dass Tiere durch das Camp streifen. Wir fahren zu den Campsites und machen uns einmal ein Bild davon, wie es dort aussieht.
(während dem ich das hier schreibe, pirscht ohne Käse ein Löwe um die Lodge wo wir gerade sind. Ganz geheuer ist mir nicht .. aber ich schreib mal weiter)Wir sind aktuell erst die 2ten, welche sich hier in den Busch verirrt haben. Es ist auch sehr heiss draussen und ich frage mich, ob dass eine Gute Idee war. Aber ... es verspricht abenteuerlich zu werden. Wir entscheiden uns für Platz 1. Wir parkieren das Auto in möglichst waagerechter Lage und stellen unsere Zelte auf. Zum Glück haben wir viel Wasser eingekauft, denn der Körper schreit geradezu nach Wasser.
(Nun, 2318h, ist er zum 2ten Mal bei unserer Lodge und ich beende schnell mein nächtliches schreiben) Der Wärter kommt uns nochmals kurz besuchen und fragt ob wir allenfalls Feuerholz kaufen wollen. Er empfiehlt uns dies, damit die Tiere in der Nacht Abstand halten. Da wir das für eine sehr gute Idee halten, kaufen wir ihm gerne ein Bündel ab.
Im Camp selbst hat es auch noch ein Beobachtungsposten, von welchem aus man schön ein nahe liegendes Wasserloch beobachten kann. Wir bekommen einen ersten Eindruck wie es ist die Tiere in Ruhe zu beobachten und auch abzuwarten, bis eines an die Wasserstelle tritt. Wir sehen Paviane, Zebras, Oryx, Schakale und Springböcke. Auf einmal füllt sich der Beobachtungsposten und es sind auch viele Italiener zu sehen. Natürlich auf dem Posten und nicht in der Wasserstelle. Es scheint so, als ob ein Camplastwagen mit einer grossen Gruppe angekommen ist. Mein Teleobjektiv gehört nun definitiv zu den kleineren *smile*. Es gibt aber auch solche, bei denen machen die Kameras die argsten Geräusche. Leider sind die Besitzer der Kameras nicht in der Lage die Geräusche abzustellen => schlechte Vorbereitung!!
Am Abend gibt es ein Zwiebelsuppe mit Tostbrot und Bratwürste. Zum Dessert gönne ich mir noch ein kleines Chips. Nach dem Essen wird es schnell dunkel. Unsere Nachbarn, mittlerweile kam noch ein 2ter Campingbus an (Franzosen), sind jedoch immer noch an ihrer Tafel am Vorbereiten. Die nächstem 90 Minuten herscht hektischer Betrieb mit Essen und Palavern im Camp. Wir machen noch unser Feuer an und wandern dann in unsere Zelte. Die Nacht verläuft ohne Probleme. Um 2230h und um 0130h gebe ich noch einige Hölzer dem Feuer hinzu.

Ongava Game Reserve (14.09.2010, Ongava Game Reserve)

Wir haben Dienstag und die Sonne geht erst so um 0738h auf. Allerdings wurden wir von unseren französischen Nachbarn schon 1h früher geweckt. So wie es aussah, mussten diese zeitig den Camp verlassen, um die nächste Destination zu erreichen.
Ich freue mich auf die heutige Fahrt, da wir am Abend nach 3 Tagen campen wieder in einer Lodge übernachten werden. Wir haben allerdings eine Strecke von 377km zurück zulegen. Da dies jedoch vorwiegend auf asphalktierten Strassen ist, sind wir zuversichtlich schnell voran zukommen. Kurz nach 0800 verlassen wir auch schon das Hobatere Camp. Alles in allem finde ich es ein richtiges Abenteuer Camp. Wer jedoch nicht auf perfekte sanitäre Anlagen verzichten kann, sollte eventuell eher die Lodge in Betracht ziehen. Im Prospekt stand aber auch rustikaler Sitl, bei diesem Camp. Es gab eine Dusche und auch ein funktionierendes WC, aber halt alles ziemlich einfach. Das WC mit ein bisschen Draht zum zusperren und die Duschen mit einem schwarzen Tuch verhängt. Aber es war halt wirklich in Mitten im Busch. Also give it a try *smile*.
Unser Tagesziel ist die Ongava Lodge, unmittelbar vor dem Eingang zum Etoshapark am Anderson Gate. Nach einer 4km langen fahrt von der Einfahrt zur Lodge, werden wir freundlichst von 4 Leuten Empfangen. Wir parkieren den Camper und lassen unser Gepäck zum Zimmer bringen. Währenddessen werden wir mit einem Eistee begrüsst und in das Camp eingewiesen. Dank unserem Voucher ist das alles eine kurze Sache. Wir haben Vollpension gebucht und auch die dazugehörigen Activities. Uns wird erklärt, dass wir ab dem Einnachten nicht mehr ohne Begleitung im Camp rumlaufen dürfen. Wenn wir also zum Nachtessen gehen, so muss uns aus Sicherheitsgründen jemand begleiten. Das Frühstück ist von 0630h bis 0900h und ab 0100h gibt es Lunch und das Nachtessen wird mit einem Trommelwirbel so um 2000h angezeigt. Wir kriegen einen Guide für unsere Zeit im Camp, der uns bei den Activities und Fragen zur Verfügung steht.
Wir fühlen uns auf Anhieb wohl und alles läuft perfekt. Da wir das Camp bereits um 1200h erreicht haben, kriegen wir auch schon, kaum das wir angekommen sind, den Lunch inklusive. Wir gehen noch schnell auf die Zimmer um dieses zu inspektieren und alle elektronischen Akkus zu laden. Wir bekommen unmittelbar Room 1 & 2 zugewiesen, direkt neben dem Haupthaus und dem Swimmingpool. Die Zimmer verfügen über eine Klimaanlage, einen Safe, ein Badezimmer innen sowie auf der Veranda, ein Badezimmer mit dirketem Blick auf das Wasserloch. Buah... einfach schön und heimelig. Vorallem das auf 23 Grad gekühlte Zimmer ist ein Segen. Ist es draussen doch schon wieder sehr sehr heiss.
Nach dem Mittagessen haben wir noch ein bisschen Zeit, bis wir wieder um 1530h zu Kaffee und Kuchen geladen sind, um dann um 1600h auf die Safari Tour zu gehen. Natürlich muss ich vorallem mal mein Tagebuch nachführen, welches nun einige Tage liegen geblieben ist. Die Safarie Tour führt uns im Reservat vom Ongava Camp herum. Hier kommen wir Giraffen, Oryx und Zebras sehr nahe. Unser Guide - Michael, versorgt uns auch immer mit dem nötigen Hintergrundwissen, was so eine Safari erst so zum unvergesslichen Erlebnis macht. Natürlich holpert der Land Rover beträchtlich während der Fahrt, was aber erst richtig Spass aufkommen lässt. Selbstverständlich sind natürlich alle angehalten, Ausschau nach etwelchen Tieren am Wegrand zu halten. Auch das Honeymoon Paar aus Turin (Italien) begleitet uns in den kommenden Game Drives. Die Safari wird kombiniert mit dem Sonnenuntergang und einer kleinen Pause. Unterwegs treffen wir auch noch auf 2 Löwen, welche soeben ein Springbock geschlagen haben. Dieser wird von ihnen gemächlich im Schatten verzehrt. Wir sehen aus einer Distanz von ca. 12m dem Geschehen zu. Was diese aber nicht stört.
Anschliessend machen wir eine Pause und geniessen das Farbenspiel beim Sonnenuntergang. Auf dem Rückweg zum Camp, sichtet Michael am Wegrand noch unverhoft ein Nashorn. Genauer gesagt ein Breitmaul/Weisses Nashorn. Nach einem ersten Blick, sehen wir auch, dass es zwei sind. Sie verstecken sich aber richtig hinter den dornigen Büschen. Michael lädt uns ein vom Wagen zu steigen und den Rhinos zu Fuss ein bisschen näher zu kommen. Da die Sonne bereits untergegangen ist, ist es schon schwierig geworden die Nashörner gebührend fotografisch festzuhalten. Auf Grund unserer Bewegungen, ziehen die Nashörner auch wieder ein bischen von uns weg. Michael bleibt aber dran und wir folgen ihnen auch. Das eine Nashorn versteckt sich immer ein bisschen hinter dem Muttertier. Ich für mich, wäre ja nun bereits zufrieden gewesen. Michael jedoch, folgt den Tieren erneut. Ich glaube schon zu bemerken, dass es die Tiere langsam nervt. Nichts desto trotz folgen wir ihm jedoch. Nochmals ein Versuch die Tiere zu fotografieren, bevor wir dann wirklich wieder zurück zum Jeep laufen. Ist schon ein spezielles Gefühl, so einem grossen Tier so nahe zu kommen. Naja und wer weiss, was sonst noch alles in der Nähe war. Auf alle Fälle, habe ich nun die Big Fives, zusammen mit meinem Süd Afrika Urlaub in 2001 gesehen *freu*.
Nach dem Abendessen, führe ich mein Tagebuch noch am Notebook nach. So gegen 2245h höre ich von draussen ein lautes Gebrüll. Das Gebrüll scheint aus unmittelbarer Nähe zu kommen. Ebenfalls bewegt es sich von der einen Zimmerecke zur anderen. Ein Schaudern erfasst mich und mir ist nicht wirklich wohl. Ich schau aus den Fenstern, kann jedoch nichts erkennen. Erneut ein Brüllen... von wo kommt es jetzt. Ein Blick auf die Veranda, da ist zum Glück auch nichts. Ich mache mir schon Gedanken, ob man wirklich sicher ist in diesem Bungalow. Tja .. ich schreibe weiter in meinem Tagebuch. Nach einigen Minuten gehe ich nochmals zum Badezimmerfenster und inspiziere das Wasserloch, welches wir unmittelbar von dort aus einsehen können. Da es beleuchtet ist, kann ich gut 2 männliche Löwen und eine Löwin entdecken. Sie ziehen gerade um das Wasserloch rum und legen sich dann hin. Okay, nun weiss ich was es wirklich war.
Als dann um 2318h erneut die gleichen Laute erklingen, beschliesse ich den Notebook runterzufahren und ins Bett zu gehen. Die Laute dringen bis ins Rückenmark und es lässt einem bewusst werden, wie hilflos man wäre, wenn wir da so alleine draussen wären. Ohne ein Feuer, würden wir wohl binnen Minuten ausgelöscht werden. Ein Hieb von so einem Löwen, würde kein Mensch überleben. Ich liege ja aber bequem in meinem Bett und überlasse der Natur die Nacht.

Ongava Game Reserve (15.09.2010, Ongava Game Reserve)

Heute Mittwoch stehen wir um 0600h auf, um um 0630h das Frühstück einnehmen zu können. Denn Michael erwartet uns bereits um 0700h für den Ausflug in den Etosha Park. Da es im Ongava Reservat keine Elefanten gibt, machen die Guides jeweils eine Morgentour im Etosha Park. Die Tour dauert ca. 5 Stunden und wird uns zum Mittagessen zeitig zurück zum Camp bringen.
Wir passieren das Andersongate und sind auch schon im Etosha Park drinnen. Michael hat schon mal für den Etosha Park gearbeitet und kennt sich dementsprechend aus. Im Etosha Park darf man die Strassen mit dem Auto, Camper oder auch Jeep nicht verlassen. Die Tiere dürfen lediglich vom Auto aus beobachtet werden. Alles andere wird mit einer deftigen Busse bestraft.
Die Landschaft ist eher karg aber doch vielfältig. Einmal herrscht das Buschmanns Gras vor, ein ander Mal trockene Büsche oder eher eine öde Savanne. Auf alle Fälle hat es viele Tiere. Bevor wir zum Okaukuejo Resort kommen, sehen wir schon ganze Herden hintereinander zum Wasserloch spazieren. Es ist faszinierend dies zu beobachten. Aus verschiedenen Windrichtungen wandern die Tiere zum Wasserloch. Am Wasserloch hat es dann hunderte von Tiere welche sich mit Wasser versorgen. Wir bekommen die Gelegnheit ein paar Photos zu machen, während Michael im Office die Dokumente für unsere Fahrt erledigt. Anschliessend fahren wir noch einige Punkte im Park ab. Das Gemsbockfeld und den Olifantpunkt. Auf einmal sehen wir am Horizon einen Elefanten, welcher ganz weiss zu sein scheint. Wir fahren näher und bemerken, dass dieser gerade ein Schlammbad nimmt und dieser getrocknete Schlamm in dann weiss aussehen lässt. Es sieht schon fast unecht aus. Den er sieht auch extrem alt aus mit seiner weissen schlammigen Haut. Natürlich muss ich unbedingt ein gutes Photo davon schiessen. Desweiteren jagt noch ein junger Löwe nach einem Wild. Michael meint, dass er nur seine Energie verpufft, da seine Chancen so kurz vor Mittag eher klein sind. Nach dem 5ten Versuch etwas zu schlagen, trottet er dann auch durch die goldenen Büsche davon und legt sich zum Ausruhen hin. Wir beschliessen unsere Rückfahrt, da wir ja um 1300h bereits zum Lunch geladen sind.
Zum Mittagessen wird uns eine Lasagne serviert. Und die Lasagne war echt fein. Nach dem Essen haben wir knapp 2h Zeit um uns auszuruhen, bevor es wieder mit einem Gamedrive losgeht. Ich nutze die Zeit um mein Tagebuch nachzuführen und dem Schwimmbad noch kurz einen Besuch abzustatten. Die Zeit rast geradezu. Um 1530h gehen wir auf einen Kaffee und Kuchen zur Ongava Terrasse. Die Terrasse ist eigentlich auch der Speisesaal, wo wir alle Essen serviert kriegen. Um 1615h starten wir die 2te Tour mit ein paar Hintergrundinfos. So erfahren wir, dass die Skeletton Coast von Namibia sehr schön sein muss. Es gibt aber nur ein Hotel und man kann nicht alleine dort hin reisen, da es Sperrgebiet ist. Der Grund sind die Diamanten vorkommisse. Er erzählt uns auch davon, dass man ein Experiment gemacht hat mit Straussen in diesem Gebiet. Die haben ca. 20 Sträusse für 6 Monate in diesem Gebiet ausgesetzt. Anschliessend konnte man bei der Obduktion des Herzes und anderer Gefässe Diamantenbestandteile feststellen. Aus diesen Gründen wurde das Gebiet zur Sperrzone erklärt, um vorallem keinen Jägern die Möglichkeit zu geben, auf diese Art an die wertvollen Edelsteine zu kommen. Ebenfalls zeigt er uns die verschiedenen Stammbäume der Nashörner im Ongava und Etosha Park. Vorallem ist mir auch geblieben, dass es ein Geheimnis ist, wieviel Black Rhinos (Spitzmaulnashörner) es in den Parks gibt.
Genug Theorie, nun geht es wieder auf den Game Drive. Wir kurven erneut durch die dornigen Büsche und suchen nach Tieren. Mittlerweile sind unsere Interessen nicht mehr so gross bei Zebras und Springböcken. NIchts desto trotz ist es ein grosses Erlebnis durch die wilde Natur zu fahren. Auf einmal erfahren wir per Funk, dass sein Kollege eine Gruppe Löwen entdeckt hat. Wir machen uns auf den Weg und finden kurz darauf die Stelle. Vier Löwen liegen im Gras und geniessen noch die letzten Sonnenstrahlen. Klick, klick, klick und schon haben wir sie in unseren Photoapparaten eingefangen. Anschliessend fahren wir noch auf ein offenes Gelände und beschliessen den Drive mit einem kleinen Apperetiv im Busch.
Wir plaudern über dieses und jenes, als wir von Michael darauf aufmerksam gemacht werden, dass am Horizont etwas los ist, da es so eine Staubaufwirbelung gibt. Nach einigen Minuten wissen wir was es ist. Es ist ein Buschmanchicken Race!! Es ziehen sicher Hundert dieser Hühner hinter einander durch das Gelände. Echt kurios sowas zu sehen. Was auch immer die Hühner vor haben, es sieht ganz lustig aus. Danach machen wir uns auf den Weg zurück zur Lodge. Unterwegs hält uns ein geplatzter Reifen noch auf. Wir dürfen den Jeep aber nicht verlassen, sodass Michael das Rad ganz aleine auswechseln muss. Und das in stockdunkler Nacht!! Uff ... und das war schon der 2te heute. Einer war noch am Morgen ebenfalls platt gegangen.
Beim Nachtessen setzen wir uns alle an einen langen Tisch und geniessen das feine, würzige Fleisch mit Kartoffeln. Wir diskutieren über unsere Kulturen und jeder hat eine Geschichte zu erzählen. Zwischenzeitlich finden noch 2 Nashörner den Weg zum Wasserloch. Wir versuchen ein Bild zu schiessen, was aber bei diesen Lichtverhältnissen nicht so einfach ist. Danach gehen wir ins Bett und geniessen die Ruhe.

Etohsa National Park (16.09.2010, Okaukuejo Resort)

Die Tagwache ist auf 0630h angesetzt. Wir haben heute Morgen nur das Frühstück und eine Tierbeobachtung am Ongava eigenen Wasserloch auf dem Programm. Um 0730h geniessen wir nochmals Egg and Bacon und danach werden wir von Michael zum Hide, ca. 15m vom Wasserloch entfernt chauffiert. Ich bin gespannt was wir sehen werden. Anfangs stapsen lediglich einige Buschmann Chicken umher und die grösseren Tiere lassen auf sich warten. So nach 30 Minuten kommen sie dann einer nach dem andern. Wir sehen Kudus, Pringböcke, Oryx und Zebras. Wir sind aller Mucks-Mäuschenstill, damit wir sie nicht verscheuen. Um 1000h holt er uns wieder ab wie abgemacht. Wir danken Michael noch mit einem anständigen Trinkgeld und ich schenke ihm noch ein Swiss Army Knife, an welchem er grosse Freude bekundet. Er hat mir gesagt, er werde das neue behalten und sein jetziges, ein kleineres, seinem Sohn schenken. Ich freue mich sehr darüber, dass ich ihm etwas übergeben durfte was ihm gefällt.
Das neue Reiseziel ist Okaukuejo. Es ist eines der staatlichen Camps im Etosha Park. Es ist das erste Camp, wenn man vom Westen in den Park kommt, nach dem Anderson Gate. Im Okaukuejo waren wir ja schon am Vortag, als wir mit Michael die Tour machten. Diesmal melden wir uns an und bekommen auch gleich eine Campingsite Nummer zugewiesen. Wir haben den Platz 17, welcher sehr gut gelegen ist und auch ein wenig Schatten bietet. Jetzt wo wir wissen, wo wir am Abend unser Zelt aufschlagen, machen wir uns auf den Weg in den westlichen Teil des Etosha Parks. Die Wasserstelle Okondeka besuchen wir als erstes. Die Landschaft ist savannenartig und eher karg. Am Wasserloch finden wir nebst den Böcken auch einige Geier, welche ihrem Namen als Aasfreser alle Ehre machen. Von der Weite her, sehen wir einige Giraffen am Horizont, welche sich zu diesem Wasserloch bewegen. Elefanten und Löwen sehen wir aber keine. Das Wasserloch bietet aber auch einen Eindruck, wie die Etosha Pfanne zu ihrem Namen gekommen ist. Nach Osten hin sehen wir nichts weiter als den trockenen See ganz weiss staubig bis er am Horizont verschwindet.
Wir beschliessen noch eine Runde zu fahren, da wir hier so um 1400h sein wollten. Michael meinte, dann sei die Chance gut um Löwen zu sehen. Wir machen also noch einen Abstecher zum Märchenwald, respektive Sprokieswood genannt. Dort finden wir dann auch ein paar spezielle Bäume, derren Name ich nun aber grad vergessen habe. Übrigens bedeuted Etosha, Grosser weisser Platz, was auf die grosse Salzpfanne zurück zuführen ist. Als wir vom Sprokieswood nach Adamax fahren wollen, müssen wir feststellen, dass der Weg nicht freigegeben ist. So fahren wir halt den selben Weg zu Okondeka nochmals zurück. Allerdings hat es auch um 1430h keine Löwen. Wir beschliessen unsere Safari abzubrechen und zum Camp zurück zufahren.
Im Camp auf Platz Nr. 17 angekommen, ist schon jemand anders auf unserem Platz!?? Es klärt sich aber schnell auf, denn nach einigen Minuten kommt ein Auto angefahren, welche sich entschuldigen und uns mitteilen, dass sie schon viele mal hergekommen sind und nun aber zum ersten mal sehen, dass die Plätze zuerst an der Reception zugesprochen werden. Die Camper sind von Windhok und er wollte uns dann seinen Platz mit unserem tauschen. Das allerdings mussten wir ablehnen, denn unser Platz war viel besser als sein Tauschobjekt. So musste er halt alles abräumen und neu aufstellen. Wir gingen derweilen auf ein Drink ins Restaurant. Anschliessend stellten wir unser Zelt auf und machten unser Abendessen. Heute gab es Lauchcrémesuppe und Wienerli. Dazu gönnten wir uns einen Rotwein, welchen wir im Camp einkaufen konnten. Im Camp gibt es einen Lebensmittelladen, der so die wichtigsten Lebensmittel anbietet. Brot, Nudeln, Fleisch , Wasser, Chips, Schokoriegel und Alkohol gibt es da zu kaufen. Es kann aber gut sein, dass es zB. nicht mehr alle Wasserflaschen gibt. Bei uns hatte es nur noch 1 Liter und 0,5 Liter Flaschen.
Am Abend gehen wir noch zum Wasserloch. Wir sehen in dem flutbelichteten Wasserloch ein Nashorn und geben uns erneut Mühe es abzulichten. Diesmal mit Ministativ, was einigermassen Ergebnisse gibt, die etwas erkennen lassen. Danach noch die Bilder auf den Notebook sichern und dann rauf auf's Dach ins Zelt.

Etohsa National Park (17.09.2010, Halali Resort)

Heute werden wir von den umliegenden Campern geweckt. In der Nacht hat es merklich abgekühlt und ich war froh um den Schlafsack. Als ich meine Morgentoilette mache, treffe ich jemanden, der gerade versucht sein Akku vom Photoapparat aufzuladen. Da seine Stecker nicht passen, mache ich ihm den Vorschlag, er könne meine für 1h haben. Dabei durchfährt es mich jedoch umgehend mit einem Gedankenblitz. Habe ich überhaupt beim letzten Mal die Steckeradapter abgezogen?! Nein.. das habe ich nicht. Uff... tja also habe ich momentan selber ein Problem. Zurück beim Camper offenbare ich mein Versäumnis und wir entscheiden nochmals zum Ongava Camp zu fahren und die 2 Steckeradapter zu holen. Wir fahren dadurch etwa 40km mehr und verlieren 1h. Naja könnte schlimmer sein. Heute hat mich ein weiteres kleines Übel besucht, denn mein linkes Augenlid ist entzündet. Es fühlt sich auch leicht geschwollen an. Aber die Reise muss weiter gehen. Eine Dusche am Morgen und man fühlt sich gleich fitter.
Ich habe Glück, denn die Angestellten vom Ongava Camp haben meine 2 Poweradapter gleich zur Stelle,als wir vor dem Camp ankommen, Ich bedanke mich höfflichst und wir fahren zurück zum Okaukuejo Resort. Dort werfen wir unsere Postkarten ein, kaufen noch Getränke nach und statten dem Wasserloch nochmals einen Besuch ab. Denn dieses Wasserloch am Okaukuejo Resort, ist definitiv das von den Tieren am meisten besuchte. Unsere heutige Route führt uns durch den Etosha Park nach Halali. Halali bedeuted im übrigen "Ende der Jagd". Wir fahren via Nebrowni, Gemsbokvlakte, Olifantsbad, Aus, Ondongab, Homob, Sueda, Salvadora, Rietfontein, Helio, Goas und Nonamis nach Halali. Am besten gefällt mir erneut der "Weisse Elefant" beim Nebrowni Wasserloch. Die Elefanten wälzen sich dort im Schlamm und sehen danach ganz weiss aus.
Auch beim Goas Wasserloch treffen wir eine Elefeantengruppe mit mehr als 10 Elefanten an. Hier fällt vorallem der kleinste der Elefant auf, welcher vergnügt spielt und seine Umgebung erkundet. Nach einer Weile sehen wir noch einen Elefantenbullen von Norden kommen. Dieser gesellt sich ebenfalls noch zur Gruppe, als diese Richtung Busch das Weite sucht.
Wir machen uns auf den Weg ins Camp. Im Camp angekommen stellen wir routiniert die Zelte auf und kochen das Nachtessen. Anschliessend noch Administratives erledigen, dass heisst Photos und GPS Log sichern, bevor ich ins warme Zelt kriche. Ich bin zu Müde um dem Wasserloch in Halali noch einen nächtlichen Besuch abzustatten. Morgen beginnt schliesslich wieder ein strenger Tag.

Etohsa National Park (18.09.2010, Mushara Outpost)

Die Nacht war erneut ziemlich kalt. Ich schätze es waren erneut so gegen 12 Grad. Wir kriechen aus unseren Schlafsäcken und ich fülle unsere Kaffeekanne mit Wasser aus der 5 Liter Wasserflasche. Danach umgehend auf den Gaskocher, da es doch etwa 15 Minuten dauert bis es kocht. Dazwischen noch den Tisch vorbereiten und schon ist das Frühstück bereit. Erneut gibt es Toastbrot mit Honig und eine Schale Müesli mit Milch. Die 3 Liter Milch die wir gekauft haben, scheinen für die ganze Reise auszureichen. Ebenfalls die grosse Ramabutter. Hätte ich nicht gedacht. Am Frühstückstisch, hüpfen die sonst so scheuen blau schimmernden Vögel herum und betteln. Ebenfalls ein kleines Erdhörnchen sucht die Plätze nach etwas fressbarem ab. Heute gibts keine neuen Vorkommnisse. Auch mein Auge hat sich schön verbessert. Die Entzündung ist stark zurück gegangen.
Wir nehmen den Rhino Drive und besuchen nochmals das Goas Wasserloch. Unterwegs laufen uns noch zwei neue Tiere über den Weg. Zum einen sehen wir da auf einmal eine Schildkröte, wie sie die Strasse überquert und zum anderen, sehen wir noch eine Schlange, wie diese den Weg überqueren will. Beide Tiere haben wir bis anhin nicht gesehen. Als wir bei der Goas Wasserstelle ankommen, sehen wir erneut viele Elefanten. Ich zähle locker 14 Stück. Sie tummeln sich vergnügt um das eingegrünte Wasserloch und geniessen vermutlich noch die angenehme Morgentemperatur. Es ist sowieso am angenehmsten am Morgen auf Tiersuche zu gehen. So gegen Mittag ist es sehr heiss und die Tiere versuchen sich auch im Schatten abzukühlen.
Danach fahren wir das nächste Wasserloch an. Erneut werden wir mit einer grossen Anzahl von Elefanten überrascht. Nun ist uns auch klar, warum so viele Bäume havariert sind und so viele Dung Häufchen rumliegen. Diesmal ist auch ein ganz kleiner Elefant dabei. Ich könnte dem Kleinen stundenlang zusehen wir er rum spielt!! Doch wir haben Hunger und planen unser Mittagessen beim nächsten Picknickplatz. Upps... dieser Platz stellt sich aber als unbrauchbar heraus. Die 2 Toiletten die es gibt sind dreckig bis unter die Decke. Jeder Busch ist diesen Toiletten vorzuziehen. Ebenfalls ist der Picknick Platz nicht durch ein Gatter gesichert und ein Schattendach gibt es auch nicht. Wir nehmen unser Mittagessen aus dem Kühschrank nach vorne ins Auto und suchen uns einen schöneren Platz. Als wir nach 20 Minuten noch nichts spezielles gefunden haben, entschliessen wir uns einfach auf der Strecke zu halten und im Auto zu essen. Ich esse als Starter ein kleines Tomaten Chips (Marke Simba) und das schmeckt vorzüglich. Danach gibt es 2 Scheiben Tostbrot mit Salami und noch einen TV (Schokostengel) zum Dessert. Mmmhh.
Weiter gehts in Richtung Osttor. Beim ?? Wasserloch sehen wir viele Autos auf der linken Seite. Die Vermutung ist klar... da muss etwas zu sehen sein. Wir sind etwa das 7te Auto und erblicken knapp einige Löwen. Nach ca. 10 Minuten jedoch, sehen wir einen weiteren Löwen durch die Büsche ziehen. Diesmal ist es ein Löwen Männchen. Die goldene Mähne des Löwen huscht hinter den Büschen zum nächsten Baum, der einen mässigen Schatten wirft. Dort macht er es sich gemütlich. Zu unserem Übel leider in keiner guten Pose. Tja .... man kann nicht alle Erinnerungen nach Hause portieren *smile*. Es ist aber imposant zu sehen, wie die Natur reagiert, wenn ein Löwe seinen Standort wechselt. Alles schaut gespannt wo er hin läuft und ob neue Gefahr droht. Nach ca. 1/2 Stunde fahren wir langsam davon. Leider verpassen wir nun um wenige Sekunden, wie das Männchen die Strasse überquert. Mein Vater mag ihn gerade noch im Rückspiegel erhaschen. Wow ... knapp daneben mit dem Timing.
Wir haben nun genug gesehen und beschliessen zum Ausgang zu fahren. Dort am Namutoni Camp, sehen wir uns noch das Fort an. Es gibt auch einige Shops und sogar einen Juweliershop. Hier gibt es ebenfalls die Möglichkeit in Lodges zu übernachten oder in einer Campsite. Im Wasserloch von Namutoni sehen wir allerdings nur Wildschweine. Tja.. falsche Tageszeit. Wir verlassen den Etoshapark und nach ca. 20km erreichen wir das Mushara Camp. Zuvor sind wir am Mushara Bushcamp und an der Mushara Lodge vorbeigekommen. Wir haben aber im Mushara Outpost gebucht. Wir werden freundlich von Helena empfangen und mit einm feinen Papaya Mix als Erfrischungsgetränk verköstigt. Nach dem Checkin bekommen wir die Camps 5 & 8 zugewiesen. Es handelt sich dabei um Zelte welche sehr gut ausgestattet sind. Es gibt Safe, Kühlschrank, Tee/Kaffeestation, Stromanschluss, WC, Dusche, Veranda, Aircondition, Mückengitter an allen Fenstern und auch ums Bett herum. Buah ... wie man solchen Komfort wieder schätzt nach 2 Tagen Camping. Ich teste als erstes einmal den Swimmingpool. Dieser liegt beim Hauptgebäude und ist sehr erfrischend. Draussen haben wir 39 Grad, hat mir Helene gesagt. Kein Wunder also das wir es als heiss empfinden. Anschliessend noch ein paar Photos vom Camp und Wasserloch und dann wieder ins Bungalow. Unbedingt muss ich die Akkus wieder füllen und das Tagebuch nachführen. Tja ... was mache ich Ferien??? Also diese Reise kostest doch auch einiges an Energie!!
So um 2000h gibt es Nachtessen. Darum beende ich nun mein Tagesrückblick. En Guetä!!

Waterberg (19.09.2010, Waterberg Wilderness Lodge)

Heute Morgen werden wir vom Wecker um 0707h geweckt. Wir müssen zeitig starten, da wir ca. 377km vor uns haben. Wir haben um 0745h zum Frühstück abgemacht. Bereits die Koffer gepackt, gehen wir zum Frühstücksbuffet. Im Hauptgebäude ist das Frühstücksbuffet aufgestellt. Der Raum ist sehr imposant, da er mit diversen afrikanischen Gegenständen ausgeschmückt ist. Schwarzweiss Bilder zieren die Wände, ein rustikales Schachspiel ist aufgestellt, ein Fernrohr, ein grosser Tisch für 16 Personen in der Mitte des Raumes und in der Ecke ein Schreibtisch mit Notebook für den Internetzugang. Die Toiletten sind auch echt afrikanisch und megaschön. So nun aber wieder zum Frühstück. An nichts fehlt es und wir geniessen die Ruhe vor der Abfahrt. Beim Checkout kriegt Helena noch eine schweizer Schokolade von meiner Mam. Helene freut sich sehr über das süsse Mitbringsel und lächelt über das ganze Gesicht.
Der Weg führt uns nach Tsumeb wo wir unseren Camper unbedingt auftanken müssen und auch einige Lebenmittel einkaufen. Hier sehen wir auch das erste mal die Namibische Variante des McDonalds. Er nennt sich hier Hungry Lion, was ich ein sehr guter Name finde. Der Lebensmittelmarkt ist sehr vielseitig, ausser bei dem Fleisch Angebot lässt er ein bisschen zu Wünschen übrig. Wir kaufen feine Brötchen und Aufschnitt für uns zum Mittagessen. Ebenfalls finde ich hier Rondini Samen, die ich gerne in die Schweiz mitnehmen möchte. Ebenfalls hat es hier eine FNB Bank, wo wir erneut mit der Postcard Namibia Dollar tanken können ;-).
Auf dem Weg zum Auto werden wir von Kindern umlagert die nach Geld fragen. Als ich bereits zum 3ten mal angebaggert werde, schenke ich ihnen 20N$ und diese sind extrem glücklich darüber. Nach wenigen Sekunden stehen alle zusammen und beraten schon, wie sie sie ausgeben sollen.
Das nächste Ziel ist der Hobat Meteroit, welchen wir extra in unsere Route aufgenommen haben. Es ist der grösste bis anhin gefundenen Meteorit auf der Erde. Auf dem Weg dahin verfahren wir uns leider, da wir die ???? und machen einen Umweg von ca. 60km. Später lesen wir dann, dass es in diesem Gebiet einer der Grössten unterirdischen Seen gibt. Allerdings ist der Zugang glaub aber nicht öffentlich. Die Besichtigung dessen wäre aber sicher sehr interessant gewesen.
Nachdem wir wieder auf der korrekten Strasse nach Grootfontain (bedeuted Grosse Quelle) sind, sehen wir dann auch einen guten Wegweiser angeschrieben mit Meteorite. So kann man den Meteoriten wirklich nicht verfehlen. Tja so fällt unsere Mittagspause halt auf 1245h anstelle von 1145h. Beim Hobat Park, gibt es einige Picknick Plätze vor dem Eingang und im Park selber auch ein Grillplatz. Ebenfalls hat es einen kleinen Kiosk beim Eingang, wo man auch eine Gebühr von 15N$ pro Person bezahlen muss. Also sehr günstig für diese Attraktion. Der Meteorit ist schön ausgestellt und ein nettes Erinnerungsphoto wert. So wie ich im Wikipedia gelesen habe, gibt es in der Kalahari Wüste von Namibia noch weiterer Meteoriten. Auch vermuten die Wissenschaftler, dass es noch unentdeckte geben wird. Den Hobat Meteorit hat übrigens ein Farmer (der Hobat heisst) entdeckt, als er am Pflügen war. Er ist mit dem Pflug an dem Meteorit angestanden und hat dann eine Probe von dem Stein einem Wissenschaftler geschickt. So wurde dann die Entdeckung untersucht und schlussendlich zum grössten Meteoriten der bis anhin gefunden wurde.
Anschliessend fahren wir via ?? zu den Waternbergen. Dort verbringen wir eine Nacht in der Waterberg Wilderness Lodge. Die letzten Kilometer vor dem Rezeption sind nach ziemlich deftig zu fahren, da es so Pumps auf der Strasse hat, die so den Bodenabstand ziemlich ausnützen. Aber wir haben Glück und kommen ohne Probleme bis zu unseren Bungalows. Wir werden von Lucas empfangen und er instruiert und zeigt uns das wichtigste vom Camp. Wir kommen um 1630h an und können nicht mehr an einer Tour teilnehmen (am besten wäre die Ankunft um 1500h). Es reicht aber immer noch um das Zimmer zu beziehen und für Kaffe und Kuchen. Danach machen wir noch eine Wanderung von 1h, welche uns noch hinten ins Tal bringt. Die Wanderung ist noch sehr eindrücklich, da die Sonne während ihrem Untergang noch schön ins Tal rein scheint. Allzuviele Tiere sehen wir nicht. Ein Klippenspringer und einige Springböcke. Mami findet noch einen Stachel eines Stachelschweins. Die Stachelschweine sind aber nur nachtaktiv und somit können wir diese zu der Tageszeit auch nicht sehen. Die Feigen Bäume sind in der Gegend so gross, da wir sie nicht wirklich mit der Kamera ablichten können. Sehr eindrücklich!! So und nun freue ich mich bereits auf das Nachtessen, welches um 2000h serviert werde. Soweit sogut also für den heutigen Tag.

Spitzkoppe (20.09.2010, Spitzkoppe Camp)

Ortszeit 0624h und man glaubt es kaum, aber es regnet hier in der Waterberg Wilderness Lodge. Es regnet nicht zu stark, aber es regnet. Die Nacht war ein Alptraum, da es extrem warm war. Ich konnte bis 0130h nicht einschlafen. Auch nachher war es kein tiefer Schlaf. Zum Glück wollen wir zeitig zum Frühstück, um um 0700h abfahren zu können. Bevor wir noch zum Frühstück gehen, haben wir die Koffer schon im 4x4 Camper verpackt. Rosa die Köchin, welcher meine Mutter gestern eine schweizer Schokolade gegeben hat, grüsst bereits freundlich aus dem Küchenfenster. Zum Frühstücken bringe ich aber keinen Hunger mit. Die schlechte Nacht muss ich erst einmal verdauen. Übrigens gab es gestern Chicken und Kudu Tätschchen mit Kartoffelstock und Squash und Karrotten als Beilage. Alles war fein gekocht. Und das Schokomouse war tadellos.
Nach dem Checkout fahren wir Richtung Spitzkoppe. Wir fahren dabei wieder zurück auf die B1 und auf der B1 Richtung Süden. Dort nehmen wir den Abzweiger auf die D2483, damit wir die Dinosaurier Fussabdrücke uns noch anschauen können. Der Weg führt nach der B1 wieder auf eine Kiesstrasse, welche aber noch angenehm zu befahren ist. Als wir bei der Ranch angekommen sind, wo die Dinosaurier Abdrücke sind und gehupt haben, begrüsst uns ein Deutscher und erkennt uns sofort als Schweizer, als ich Tip Top sage. Mit einem Eintrittsgeld von 20N$ pro Person kriegen wir erklärt, wo wir hin müssen um diese anzuschauen. Nach einem 15 minütigen Fussmarsch, sehen wir dann auch die eher kleinen Abdrücke im Gestein. Kein "must see", aber doch ganz nett, wenn es gerade am vorbeiweg ist.
Anschliessend fahren wir weiter nach Kalkfeld und dann nach Omaruru. In Omaruru kaufen wir nochmals zu Trinken ein und einige Wurstsachen und feine Semmeln. Ebenfalls tanken wir hier erneut auf. Anschliessend führt der Weg via Karibib und Usakos nach Spitzkoppe. Beim Eingangstor von Spitzkoppe, bezahlen wir die Gebühren für das Camping und nehmen uns noch einen Guide, damit wir bei der Spitzkoppe auch den nördlichen Teil ansehen dürfen. Es ist nämlich so, dass man diesen nicht alleine betreten darf. In diesem Gebiet wurde der Kinofilm 10000BC gedreht. Seit dem sei das Gelände nicht mehr für jedermann zugänglich. Die Besichtigung des Geländes ist nicht hammermässig, da die roten Granitsteine auch von der südlichen Seite her sehr eindrucksvoll anzusehen sind. Der Guide zeigt uns noch das Golden Snake Painting. Eine Malerei auf dem Granitstein.
Nach der Tour beschlagnahmen wir den Zeltplatz Swakop. Er liegt ziemlich geschützt zwischen runden Granitsteinen. Ebenfalls machen wir ein Feuer bei der dazugehörigen Feuerstelle. Übrigens bedarf es einer Lizenz, um in Namibia Feuerholz zu verkaufen. Es gibt viele Bewohner, die eine solche Lizenz beantragen um zu ein bisschen Geld zu kommen. Eine Lizenz soll jeweils 6 Monate gültig sein. Irgendwie eine gute Idee.
Es ist generell heute ziemlich kühl. Was auch zur Folge hat, dass wir unser Nachtessen ziemlich schnell zu uns nehmen. Auch das kühle Bier oder ein Schluck Wein lassen wir heute aus. Uns zieht es ins Zelt, wo der Wind, trotz unseres vermeindlich guten Platzes, uns nicht so plagt. In der Vorahnung, dass die Nacht nicht gerade warm sein wird, ziehen wir uns warm an. Ich habe zum ersten Mal meine Trainerhose angezogen. Während der Nacht, ziehe ich dann auch noch meine Outdoorjacke an, da das Thermometer höchstens 5 Grad haben wird. Also ein krasser Gegensatz im Vergleich zur vorherigen Nacht.

Okapuka (21.09.2010, Okapuka Game Ranch)

Nach einer kalten Nacht, kommen wir zögerlich aus unseren Schlafsäcken gekrochen. Die Sonne ist noch nicht am Horizont ersichtlich. Kaum ist die Frontblache des Zeltes offen, weht ein kühler Wind in das innere der Behausung. Brrr... das war nun die kälteste Übernachtung unserer Reise. Komischerweise auch unmittelbar nach der wärmsten Übernachtung. Wenn ich geschlafen habe, habe ich gut geschlafen und geträumt. Ich wollte im Militär noch den Adjudant machen *smile*. Papa ist der Erste der draussen ist und opfert sich bereitwillig, um das Kaffeewasser aufzusetzen. Wir beschliessen das Frühstück an der Stehbar einzunehmen. Also kein grosses TamTam sondern nur Kaffee/Tee und ein paar Konfi Brote. Beim Essen stellen wir uns in den Windschutz des Campers. Die Sonne vermag noch nicht unsere Ecke aufzuwärmen. Anschliessend packen wir alles zusammen und putzen auch gleich die Zelte innen, sodass wir dies später nicht noch nacholen müssen. Das ganze ging auf Grund der niedrigen Temeratur ganz flott!!
Nachdem wir fahrbereit sind, schlage ich noch vor die Bridge, eine Steinformation welche ein Lucke hinterlässt und darum wie eine Brücke aussieht, zu besuchen. Es sind lediglich einige Meter vom Swakop Platz dorthin. Wir schiessen noch einige Erinnerungsphotos von diesem eindrücklichen Platz und fahren dann aus dem Camp. Kaum aus dem Camp gefahren, fotografieren wir noch eine Behausung, welche total aus leeren Softdrinkbüchsen erstellt ist. Dies bleibt natürlich nicht unbeobachtet und schon rennen uns 2 kleine Kinder entgegen. Wir schenken den kleinen eine Rolle Kekse und ich strecke dem Kleinen auch noch eine 20N$ Note hin. Der Kleine interessiert sich jedoch nur für die Kekse und rennt schon davon. Ich rufe ihm aber hinterher, er kehrt sich nochmals und begreift dann, dass das Papier auch noch wichtig sein könnte. Eine herrliche Szene. Wir winken und wünschen viel Glück und sie lächeln uns entgegen und winken ebenfalls.

Ein schöner Moment !!

Danach fahren wir zurück nach Usakos und Karibib. Unser nächstes Ziel ist die Okapuko Ranch ca. 40km vor Windhoek. Unterwegs um 1130h machen wir noch einen Zwischenstop und gönnen uns nach dem schnellen Frühstück ein Mittagessen in einem lokalen Restaurant. Wir bestellen Chicken Cordonbleu, Sirlion und T-Bone Steak. Alles schmeckt vorzüglich und wir bereuen den Zwischenstop nicht.
Als wir in der Okapuka Ranche ankommen, gehen wir zur Reception für den Checkin. Wir kriegen Raum 20 & und 19, welche on top of the Hill sein sollen. Beim ersten mal finden wir unsere Zimmer nicht. Irgendwie ist die Beschriftung nicht so eindeutig. Als uns dann die Rezeptionisten aber mitteilt, dass unsere Zimmer bei der Presidental Suite sein sollen, glauben wir ihr es wirklich und wissen auch wohin. Denn auf einem Hügel war da schon eine Villa, aber wir dachten die sei dem Besitzer des Camps. Onky Donky .. dann steuern wir unseren Campe dorthin und beziehen unsere Zimmer, in der ersten Etage. Das Haus ist echt ein Hammer. Für mich macht es schon den Eindruck einer Presidenten Suite. Unsere Zimmer sind halt die der Bodyguards *smile*. Die Räume im Eingang sind mit Tierpräparaten versehen und mit grossen Ledersitzen. Neben dem Haus gibt es einen grosszügigen Swimmingpool und auch eine Bar und ein Grillpaltz. Echt mondän.
Ich lade umgehend alle meine elektronischen Geräte auf und führe mein Tagebuch nach. Um 1645h fahren wir dann erneut zum Hauptgebäude, wo wir einen Drink bestellen, bevor wir zur Tierfütterung gehen. Diese muss gebucht werden und startet um 1730h. Mit einem Safarijeep fahren wir vielleicht 1km, wo wir dann zu einem 35ha grossen, eingezäunten Gehege kommen, wo 1 Löwenmännchen und 2 Löwenweibchen eingezäunt sind. Die Instruktorin erklärt uns, dass diese 3 Löwen im jahre 1994 im Norden von Namibia (Caprivi) zu viele Rinder geschlagen haben. Die Bewohner hatten natürlich daran gar keine Freude. Und für die Löwen, war es einfach zu jagendes Fleisch. Die Tiere wurden dann vom Staat zum Abschuss frei gegeben. Niemand hat diese jedoch gejagt. Das Okapuku Reservat hat sich dann überlegt, wie man das Problem lösen könnte. Daraus entstand die heutige Situation. Die Löwen bekommen täglich 7kg Fleisch, was sie ohne grosse Anstrengung wie vorher zu sich nehmen können. Sie bekommen allerdings nur soviel, dass sie täglich gefüttert werden können. Die Fütterung selbst ist dann natürlich für die Besucher eine grosse Attraktion und die Möglichkeit, die Tiere von nah zu beobachten und zu fotografiern. Eine Win-Win Situation also.
Wir selbst, stehen hinter einer der 3 Bretterwände, ca. 2.5m lange und 30cm hohe Sichtfenster verfügte. Die Fenster sind innseitig zur Umzäunung Elektrisch gesichert. Wir werden jedoch klar ermahnt, unsere Hände oder Kameras durch die Sichtfentser zu halten. Als Erstes wird ein Stück Fleisch angekettet, welches von dem männlichen Löwen umgehend in Beschlag genmmen wird. Die Weibchen warten geduldig ab, bis das Männchen sein Interesse am Fleisch verliert. Ist dies geschehen, versucht das eine Weibchen den Versuch, auch etwas vom Beutestück zu ergattern. Ein kleines Gerangel und dann hat sie auch einen Bissen davon. Das andere Weibchen wartet geduldig auf ein weiteres Stück Fleisch, welches dann nicht angekettet wird. Der Sinn davon ist, dass dann das Weibchen, in einem Moment wo der Löwe abgelenkt ist, sie es packen und davon springen kann. Beim 2ten Versuch klappt das dann auch. Beim 1sten Versuch, hat das Löwenmännchen doch gut aufgepasst und ihr das Fleisch abgeluchst!! Wir können herrliche Photos von diesem Schauspiel schiessen.
Nach dieser Attraktion, bleiben wir noch ein bisschen bei der Ranche und lassen das schöne Ambiente der Ranch auf uns wirken. Herrliche Bauten und bullige Sessel laden zum verweilen ein. Direkt neben der Bar grasen Wildschweine. Nach dem Sonnenuntergang gesellen sich dann auch all die Böcke und Gnus hinzu. Das Abendessen ist sehr delikat. Nach dem Oryx-Steak, habe ich aber leider keinen Platz mehr für das weisse Schokoladenmouse. Tja, alles hat seine Grenzen.

Okapuka (22.09.2010, Hotel Pension Steiner)

Mittwoch Morgen und die Nacht war um einiges angenehmer als die letzte bei Spitzkoppe im Zelt. Am Morgen früh haben wir den Löwen nochmals brüllen gehört. Wir packen unsere Sachen so, dass wir es schon mehr oder weinger korrekt für die Rückreise zusammen haben. Wir sind ja schon geübt. Dann nehmen wir noch unser Frühstück ein um 0815h im Okapuka Hauptgebäude. Auch im anliegenden Curio Shop finden wir noch ein Souvenir. Danach fahren wir ab und haben lediglich noch ca. 40km bis nach Windhoek vor uns. Wir sind alle glücklich, dass wir es so gut hatten mit dem Camper und er uns nie im Stich gelassen hat. In Windhoek angekommen, müssen wir vorsichtig fahren mit dem Linksverkehr in der Hauptstadt. Wir finden unsere Pension Steiner an der Weckestrasse 11 relativ schnell. Auch der Checkin geht flott vor an, obwohl wir bereits um 1015h da sind. Wir Laden alles aus unserem Camper und verstauen unsere Koffer auf unseren Zimmern (6 &8).
Kurz vor 1200h unternehmen wir noch einen Spaziergang in Windhoek. Die Pension liegt sehr Zentral und nach 5 Minuten sind wir auch schon im Zentrum. Auf unserer Shopping Tour besuchen wir Souvenierläden und Kleiderläden und lassen uns ein wenig inspirieren. Nach einem kleinen Lunch gehen wir wieder zurück zur Pension und geniessen den Nachmittag mit Relaxen.

Windhoek (23.09.2010, Hotel Pension Steiner)

Heute besuchen wir noch das Geologie Museum in Windhoek. Dieses Museum ist im Ministerium für Minen und Energie. Man findes es beim nationalen Flughafen (Eros). Wir haben den Tip vom Deutschen bekommen, wo wir die Dinosaurier Fussabdrücke besichtigt haben. Die Ausstellung ist eher klein aber ganz informativ. Nach 1h haben wir aber die Ausstellung bereits gesehen.
Wir statten dem Shopping Center Maerua Mall noch einen Besuch ab und kaufen noch einige Souvenier Geschenke ein. Ebenfalls gehen wir nochmals durch die Strassen von Windhoek und flanieren ein bisschen. Kurz vor 1800h gehen wir ins Steakhouse "Spur" Nachtessen.

Windhoek Abflug (24.09.2010)

Heute nun ist der letzte Tag unserer Reise. Wir essen noch gemütlich Frühstück in unserer Pension und bedanken uns anschliessend für die nette Gastfreundschaft. Die Pension kann ich wärmstens weiter empfehlen! Danach geht es zur Kea Autovermietung, wo wir unseren 4x4 DCE Nissan Camper abgeben müssen. Wir haben zuvor noch die Reserve Benzinkanister zurück geleert und auch das Auto einer Reinigung unterzogen. Die Abnahme geht flott voran, da wir dem Auto auch sehr Sorge getragen haben. Hier erfahre ich auch noch vom Mechaniker, dass unser Auto erst 1 Jahr alt ist. Damit hätte ich allerdings nicht gerechnet. Natürlich ist die Zeltausrüstung, welche auf dem Dach angebracht werden kann älter. Als alle Papiere unterzeichnet worden sind, werden wir von einem Fahrer zum International Airport chauffiert. Bereits um 1010h kommen wir dort an.
Da der Flug nach Johannesburg erst um 1455 startet, vertreibe ich mir die Zeit mit Sudokus lösen. Zeitig fliegen wir dann mit British Airways nach Johannesburg.
In Johannesburg kommen wir kurz vor 1700h an. Hier spenden wir erneut die letzten N$ in den Souvenierläden. Der Flug mit der Swiss startet dann pünktlich um 1925h. Die Landung wird um 0605h in Zürich sein. Zuerst werden wir aber noch mit einem feinen Rindgeschnetzeltem und Reis verköstigt ;-). Mmmh .. fein gekocht!!

Ankunft Zürich (25.09.2010, Flughafen)

Glücklich gelandet und die eigenen Koffer vom Sammelband geschnappt, steigen wir in die S7 und fahren zufrieden nach Hause.

Diverses

Die Reise wurde mittels einem GPS-Logger (Holux GPSport 245) aufgezeichnet. Die einzelnen Etappen habe ich in einem KMZ File (gezipptes KML) zusammengetragen. Dies ermöglicht es, die ganze Reise in Google Earth oder Google Map nachzuvollziehen. Für Fragen und Anregungen zur Reise, könnt ihr gerne einen Kommentar im Blog hinterlassen.

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